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ENDSTATION DER SEHNSÜCHTE

ENDSTATION DER SEHNSÜCHTE

Regie Cho Sung-Hyung
Kinostart 29.10.2009

Kritiken • ENDSTATION DER SEHNSÜCHTE

29. September 2009 | ENDSTATION DER SEHNSÜCHTE • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Birte Lüdeking hätte mehr über die Männer erfahren. "Da sie wiederholt für Situationskomik und zotige Sprüche zuständig sind, läuft die Inszenierung manchmal Gefahr, sie als Karikaturen darzustellen, die stolz ihre deutsche Betonmischmaschine vorführen, auf koreanischen Tanzveranstaltungen aus dem Takt geraten oder beim Autofahren den unfreiwillig komischen Chauvie geben, der sich über die Invasion des Straßenverkehrs durch das weibliche Geschlecht auslässt. Die persönlichen Erzählungen der Frauen, von denen zwei ihre Kinder in Südkorea zurücklassen mussten, als sie nach Deutschland auswanderten, bilden den emotionalen Kern von Endstation der Sehnsüchte und sorgen dafür, dass er eine Balance zwischen Witz und Ernst hält."

28. Oktober 2009 | ENDSTATION DER SEHNSÜCHTE • Kritik • kinofenster

Für Stefan Stiletto rückt der Film "die bewegten Lebensgeschichten insbesondere der Frauen in den Mittelpunkt und erzählt von ihrer Suche nach Zugehörigkeit, die niemals aufhört. In Deutschland waren sie integriert, in ihrem ehemaligen Heimatland sind sie nun eine exotische Attraktion, weil sie mit ihren Ehemännern an deutschen Traditionen festhalten. Über das Schicksal der ehemaligen "Gastarbeiterinnen" öffnet der ebenso humorvolle wie ernste Film nicht nur Anknüpfungspunkte an eine Diskussion über Kultur und Identität in Fächern wie Religion oder Ethik, sondern auch zu gegenwärtigen politischen Debatten über die Folgen von Migrationsbewegungen sowie Integrationsprobleme."

28. Oktober 2009 | ENDSTATION DER SEHNSÜCHTE • Kritik • schnitt.de

Für Martin Wertenbruch zeigt die Regisseurin "ihr Gespür für die Protagonisten. Die zugelassene Nähe ermöglicht dem Zuschauer eine Teilhabe an ihrer besonderen Lebenssituation. Dabei geht es, wie auch in Full Metal Village (Full Metal Village Trailer), nur vordergründig um die Kontraste. Als sich Chunn-Ja im Wohnzimmer mit einer Nachbarin unterhält, wird nicht untertitelt. Weder für Willi noch für den Zuschauer. So kann sich der Zuschauer in die selbst gewählte Sprachlosigkeit einfühlen. Diese führt durchaus zu lustigen Szenen, was vor allem an den drei Paaren liegt, die hier ihr vielleicht letztes großes Abenteuer gemeinsam erleben, für das sie (zurück) in eine ungewisse Zukunft aufgebrochen sind."

27. Oktober 2009 | ENDSTATION DER SEHNSÜCHTE • Kritik • br-online.de

Einen Film hinter seinen Möglichkeiten sah Gregor Wossilus. "ENDSTATION DER SEHNSÜCHTE (ENDSTATION DER SEHNSÜCHTE Trailer) hätte ein spannendes Porträt entwurzelter Rentner und deutscher Befindlichkeiten im Ausland werden können. Doch hält sich die in Deutschland lebende Regisseurin Cho Sung-Hyung leider komplett zurück, läßt die Kamera mitlaufen, hinterfragt und kommentiert nichts. Damit erreicht sie Authentizität, gewiss, doch verspielt sie gleichzeitig das Interesse des Zuschauers. Denn ENDSTATION DER SEHNSÜCHTE (ENDSTATION DER SEHNSÜCHTE Trailer) dümpelt von Anfang an genauso gemächlich dahin wie der Alltag der im Mittelpunkt stehenden Rentner."

27. Oktober 2009 | ENDSTATION DER SEHNSÜCHTE • Kritik • br-online.de

Lakonisch, komisch und berührend nennt Zoran Gojic den Film. Cho Sung-Hyung "schafft ein faszinierendes Dokument über Menschen, die sich nach Jahrzehnten im Ausland in ihrer ursprünglichen Heimat nicht mehr so ohne Weiteres zurecht finden. Es ist ein aber auch das lustvolle Porträt älterer Herren, die sich bemerkenswert lebensfroh daran machen fremde Kulturen zu erschließen und unablässig mit dem eigenen Wertekompass abzugleichen."

27. Oktober 2009 | ENDSTATION DER SEHNSÜCHTE • Kritik • epd-film

Heike Kühn vergleicht den Film mit dem Erstling der Regisseurin. "Humorvoll, liebevoll, vorurteilslos zugewandt wie ihr erster Film, ist ENDSTATION DER SEHNSÜCHTE (ENDSTATION DER SEHNSÜCHTE Trailer) dennoch eine Re-Vision der durchtanzten Heimatabende im Full Metal Village (Full Metal Village Trailer). Ist es wirklich und überall von ­Vorteil, wenn jeder unter Heimat etwas an­deres verstehen kann? Cho Sung-Hyungs Filme profitieren von ihrem eigenen delikaten Unzugehörigkeitsgefühl, das sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein lässt, also immer dazwischen. Dass ein derart gelungener Dokumentarfilm auch Glück und Geduld braucht, beweist eine Einstellung am Anfang. Langsam müht sich ein alter Koreaner den Berg zum Deutschen Dorf hinunter, schlurft an der Kamera vorbei und sagt: "Na, vermesst ihr etwas?" Das kann man wohl sagen."

25. Oktober 2009 | ENDSTATION DER SEHNSÜCHTE • Kritik • film-dienst

Esther Buss lobt den Film. Er ist "ist ein präzise beobachteter Film mit einem guten Gespür für den "richtigen Augenblick". Doch etwas weniger "comic relief" hätte ihm gut getan. Es gibt viel zu staunen und zu lachen, doch erst gegen Ende kommt die ganze Tragik dieser Schicksale zum Vorschein. Denn die Migrationsgeschichten der koreanischen Frauen erzählen nicht nur von kultureller Fremdheit und fundamentaler Entwurzelung, sondern auch von überaus schmerzvollen Familientrennungen. So musste sowohl Young-Sook Theis als auch Chun-Ja Engelfried ihre Kinder in Deutschland zurücklassen. Glücklicherweise konzentiert die Regisseurin ihre Beobachtungen nicht ausschließlich auf den Aspekt der Migration."

03. Oktober 2009 | ENDSTATION DER SEHNSÜCHTE • Kritik • programmkino.de

Laut Volker Mazassek wartet die Regisseurin "immer auf die kleinen Momente, in denen sich das Große zeigt. Diese Geduld zahlt sich aus. Ihre Exilanten reden nicht nur, sie agieren vor der Kamera, weshalb viele Episoden wie Spielszenen wirken. Cho Sung-Hyungs komische Ader kommt dem Unterhaltungsinteresse des Zuschauers entgegen. Allerdings hätte man gern ein paar Mal weniger gelacht und dafür mehr über die Protagonisten erfahren, deren Biografien zu knapp ausfallen. Und im amüsierten Tonfall des Films geht vielleicht ein bisschen der Ernst der Lage unter. Es wird nur angedeutet, dass die Endstation der Sehnsüchte sich als Sackgasse entpuppen könnte."

02. Oktober 2009 | ENDSTATION DER SEHNSÜCHTE • Kritik • Filmbewertungsstelle Wiesbaden

"Eine kluge, dramaturgische Entscheidung war es, mit den, einem deutschen Publikum eher vertrauten, deutschen Männern anzufangen und erst in der zweiten Hälfte des Film die koreanischen Frauen ihre zum Teil sehr berührenden Geschichten erzählen zu lassen. Hier wird dann auch die Komplexität der Situation dieser drei Paare immer deutlicher. Wenn die Frauen davon erzählen, was ihnen in Deutschland widerfahren ist, spiegeln sich diese Erfahrungen in ihrem jetzigen Leben, weil nicht nur ihre Männer in Korea offensichtlich Fremde sind und bleiben werden sondern auch sie selber jetzt als Fremde in ihrer Heimat leben."

01. Oktober 2009 | ENDSTATION DER SEHNSÜCHTE • Kritik • filmz.de

Linksammlung zum Film.

01. März 2009 | ENDSTATION DER SEHNSÜCHTE • Kritik • Der Freitag

"Mit sehr viel Humor erzählt sich diese Geschichte, in der vor allem die deutschen Zuschauer in der ersten Stunde kaum aus dem Lachen herauskommen. Dies liegt vor allem an der Art, wie die drei Ehemänner, alle weit über 70, mit ihrem hessischen bzw. Mainzer Dialekt und ihrer Vorliebe für Pünktlichkeit, Ordnung und Genauigkeit das Leben im Land auf der anderen Seite der Erdkugel kommentieren. Dort fällt ihnen die Integration mindestens genauso schwer wie ihren Ehefrauen damals in Deutschland, denn trotz hübscher Häuschen aus deutschen Material, die aussehen wie aus einer rheinischen Vorstadt, sind sie die einzigen Deutschen hier, der Rest des Dorfes ist reine Touristenattraktion."

08. Dezember 2008 | ENDSTATION DER SEHNSÜCHTE • Kritik • Berliner Zeitung

Matthias Kolb berichtet über die Hintergründe der Produktion.

23. Oktober 2005 | ENDSTATION DER SEHNSÜCHTE • Kritik • Die Zeit

Henning Sußebach schreibt über den Hintergrund des Films, das Dorf Dogil Maeul.

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