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DIE ANWÄLTE - EINE DEUTSCHE GESCHICHTE

DIE ANWÄLTE - EINE DEUTSCHE GESCHICHTE

Regie Birgit Schulz
Kinostart 19.11.2009

Kritiken • DIE ANWÄLTE - EINE DEUTSCHE GESCHICHTE

17. August 2009 | DIE ANWÄLTE - EINE DEUTSCHE GESCHICHTE • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Es sind vor allem Archivaufnahmen, die Sascha Keilholz marodem geschichtlichen Gedächtnis auf die Sprünge halfen. "Regisseurin Birgit Schulz sieht sich drei absoluten, jahrzehntelang erprobten Medienprofis gegenüber. Die sind – auch nach eigener Einschätzung – rhetorisch, intellektuell und politisch äußerst befähigt. Was sie nutzen, um die Autonomie ihrer Lebenswege zu betonen. Birgit Schulz' Verdienst ist es, sie, die sich einst situativ und räumlich so nah waren, im Grunde gegen den eigenen Willen unter einer bestimmten Perspektive wieder zusammen zu führen und ihre Geschichten zu verschmelzen. Die notwendige Klammer bilden zwei Gerichtsverfahren."

19. November 2009 | DIE ANWÄLTE - EINE DEUTSCHE GESCHICHTE • Kritik • Die Tageszeitung

Für Stefan Reinecke ist der Film eine Fundgrube. "Ästhetisch ist
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19. November 2009 | DIE ANWÄLTE - EINE DEUTSCHE GESCHICHTE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Ist das wirklich Kino, fragt sich Daniel Kothenschulte. "Wie jeder gute Porträtfilm findet DIE ANWÄLTE - EINE DEUTSCHE GESCHICHTE (DIE ANWÄLTE - EINE DEUTSCHE GESCHICHTE Trailer) mehr Menschlichkeit in seinen Figuren als uns manchmal lieb ist. Selbst bei Mahler, dessen Weg in den Irrsinn plötzlich psychologisch erklärlich scheint. Es steckt ein wunderbarer Mehrwert in diesem Film, und tatsächlich rührt er aus dem, was ihm vermeintlich fehlt: dem so genannten Filmischen."

19. November 2009 | DIE ANWÄLTE - EINE DEUTSCHE GESCHICHTE • Kritik • Der Freitag

Aufreizend nennt Matthias Dell das Filmprojekt. "Allerdings scheint sich im überbordenden Materialeinsatz das Erkenntnisinteresse zu erschöpfen: Die Vielzahl der Filmausschnitte ist auch durch die ordnende Stimme einer Off-Erzählerin nicht zu beherrschen, seine Dramatik leiht sich der Film überflüssigerweise bei der Musik. Der Kampf der Aufklärung geht so verloren. Der Film will ein Kommentar sein zu den Images, die wir von Ströbele, Schily und Mahler haben, und reproduziert in der Flut seiner Bilder und unter dem Dröhnen von der Tonspur doch zumeist nichts anderes als eben diese Images, die wir von Mahler, Ströbele und Schily haben."

19. November 2009 | DIE ANWÄLTE - EINE DEUTSCHE GESCHICHTE • Kritik • schnitt.de

Constanze Frowein ist etwas enttäuscht. "Leider bedeutet der auf die 70er Jahre konzentrierte Blick auf die Anwälte aber keine detaillierte Betrachtung dessen, was die drei später immer weiter voneinander entfernt hat, was zum Beispiel Schily zum Versessenen einer Hochsicherheit der Innenpolitik machte und den Hegel-belesenen Mahler zum rechtsextremen Holocaustleugner. Der Film bietet viele Ansätze, die leider zu wenig politisches Statement bedeuten oder zu wenig unangenehme Details aus Mahlers Werdegang wagen: Einen Rechtsextremen sprechen zu lassen, muß ja nicht bedeuten, ihm recht zu geben."

18. November 2009 | DIE ANWÄLTE - EINE DEUTSCHE GESCHICHTE • Kritik • Der Spiegel

Warum kriegt Holocaust-Leugner Mahler so viel Platz eingeräumt, fragt sich Christian Buß. "Solche Erlösungsphantasien machen es natürlich unmöglich, dass zwischen den drei Anwälten, die einst im Sozialistischen Anwaltskollektiv vereint waren und hier getrennt interviewt werden, ein ernst zu nehmendes verbales Fernduell entstehen könnte. Mit einem Holocaustleugner diskutiert man nun mal nicht. Mahler stichelt; die beiden anderen schweigen weitgehend traurig über den einstigen Weggefährten, den Schily einmal als "tragischen Fall" bezeichnet hat."

17. November 2009 | DIE ANWÄLTE - EINE DEUTSCHE GESCHICHTE • Kritik • br-online.de

Hautnah an der deutschen Vergangenheit fühlte sich Margret Koehler. "Regisseurin Birgit Schulz versucht in langen Gesprächen herauszufinden, was diese Männer geprägt, verbunden und später getrennt hat. Entstanden sind aufschlussreiche Porträts von Menschen, die ihre Ideale versuchten weiterzuleben (Ströbele) oder wie Ballast abzuwerfen (Schily). Männer, die glaubten, ihre Träume realisieren zu können in einer Welt, die keine Träume zulässt. Dabei erlebt der Zuschauer hautnah deutsche Wirklichkeit über fast vier Dekaden hinweg und auch den Tod von Benno Ohnesorg, der die Republik veränderte."

15. November 2009 | DIE ANWÄLTE - EINE DEUTSCHE GESCHICHTE • Kritik • film-dienst

Ulrich Kriest empfiehlt folgendes: "Nach DIE ANWÄLTE - EINE DEUTSCHE GESCHICHTE (DIE ANWÄLTE - EINE DEUTSCHE GESCHICHTE Trailer) tut man jedenfalls gut daran, noch einmal die Mahler-Episode in DEUTSCHLAND IM HERBST anzuschauen, noch mal einen Blick in den Band mit den Gesprächen zu werfen, die Mahler mit Gerhart Baum führte und das "Vanity Fair"-Gespräch zwischen Michel Friedman und Mahler zu googlen. In DIE ANWÄLTE - EINE DEUTSCHE GESCHICHTE (DIE ANWÄLTE - EINE DEUTSCHE GESCHICHTE Trailer) bleibt offen, inwieweit Mahler sich in etwas verrannt hat (wofür einiges spricht) oder ob er in Holocaust-Leugnung und offenem Antisemitismus nur eine funktionstüchtige Provokationsstrategie eines seit jeher sendungsbewussten Außenseiters sieht."

02. September 2009 | DIE ANWÄLTE - EINE DEUTSCHE GESCHICHTE • Kritik • Filmbewertungsstelle Wiesbaden

Es ist dem Dokumentarfilm gelungen, "die Verdienste und Leistungen des demokratischen Gemeinwesens zu verdeutlichen, welche darin bestehen, politische Konflikte und Widerstreite auszutragen und auszuhalten. Genau erfasst die Kamera die psychischen Regungen, welche die verbalen Aussagen der Protagonisten begleiten. Durch geschickte Montage wird der Zuschauer in die Lage versetzt, seine eigenen Schlüsse über Glaubwürdigkeit, logische Stringenz und (partei-)politische Programmatik zu ziehen."

01. September 2009 | DIE ANWÄLTE - EINE DEUTSCHE GESCHICHTE • Kritik • filmz.de

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