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LOS

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Regie James Benning
Kinostart 15.10.2009

Kritiken • LOS

06. Oktober 2009 | LOS • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Lukas Foerster lobt den Regisseur. "Nicht jedes Bild der Welt ist gleich sinntragend, deshalb muss man, wenn man an die Verbindung von Welt und filmischem Bild glaubt, eine Auswahl treffen. Aber die Bilder James Bennings denken selbst und dienen nicht zur Illustration und Durchsetzung eines ihnen äußerlichen Denkens. Die Investition James Bennings in die Welt, die er filmt, ist weniger ein Sortieren oder ein Organisieren als ein Freistellen. Freigestellt werden kann diese Welt aber nicht in der naiven Authentizität des "direkten" Zugriffs auf sie, sondern nur im Präparat, im investigativen Zugriff auf ein isoliertes Stück Realität."

15. Oktober 2009 | LOS • Kritik • perlentaucher.de

Ekkehard Knörer ist begeistert. "Faszinierend ist, wie James Benning das Beliebige, das Exemplarische und das ganz und gar Individuelle, auch: die reine Form und den reinen Inhalt, durch sein Verfahren zwanglos zusammenführt. Weder sind die Alltagsszenen von Straßen und Menschen, die man hier sieht, in einem auch nur halbwegs ernst zu nehmenden Sinn respräsentativ für Los Angeles und Umgebung. Dennoch hat, weil von James Benning mit so immenser Präzision komponiert und gewählt, jedes Einzelbild seine sofort einleuchtende Gültigkeit. Und so beliebig das Verfahren - Kamera irgendwo hinstellen - prinzipiell scheint; so summarisch hier ein Stadt-Bild entsteht."

09. Oktober 2009 | LOS • Kritik • Berliner Zeitung

Ein bewegtes Stillleben sah Bert Rebhandl. James Benning "hat sich im Kino über viele Jahre geduldig einen Namen gemacht, weil er die Kunst der bewegten Bilder so nahe wie möglich an die Fotografie - und sogar an die Landschaftsmalerei - herangeführt hat. Er stellt seine Kamera in der Regel an einem genau ausgewählten Punkt auf und lässt sie dann für eine Weile einfach laufen. Dabei entstehen Bilder, in denen die Bewegung manchmal kaum wahrnehmbar ist, während auf der Tonspur Geräusche registriert werden, die nicht selten von ganz weit her zu kommen scheinen."

08. Oktober 2009 | LOS • Kritik • Die Tageszeitung

Andreas Busche stellt fest: "LOS besitzt noch nicht den kontemplativen Charme seiner letzten Filme über Himmel, Seen und Züge. Oftmals wirken die starken Lautstärkeschwankungen zwischen den einzelnen Segmenten wie ein Schock, wenn James Bennings beispielsweise von einem Bolzplatz zu einer stark befahrenen Kreuzung schneidet. Doch man kann sich dem metrischen Groove seiner Montage nicht entziehen. Alle 2 Minuten ist Schluss, unwiderruflich."

06. Oktober 2009 | LOS • Kritik • film-dienst 21/2009

Esther Buss ist begeistert. "LOS ist ein bestechend präzises Dokument der Stadt Los Angeles, ohne im klassischen Sinne dokumentarisch zu sein. James Bennings Perspektive ist subjektiv, sie ist auf die geisterhafte Anonymität des urbanen Raums fokussiert, der von dem allgegenwärtigen Verkehr beherrscht wirkt. So ist das Rauschen, Brummen und Donnern der Autos und Lastwagen auch der tragende Sound des Films. Nur in der letzten Einstellung wird es von einem anderen Rauschen abgelöst – es ist das Rauschen des Meeres."

01. September 2009 | LOS • Kritik • filmz.de

Linksammlung zum Film.

11. Februar 2009 | LOS • Kritik • Die Tageszeitung

Diedrich Diedrichsen stellt folgendes zur Kalifornien-Trilogie fest: "Die Bilder sollen nicht durch ihre Rahmenbedingungen begründet werden. James Benning will ganz kinematografisch die äußere Wirklichkeit erretten. Die vielen stilistischen Entscheidungen, die er getroffen hat, um Bilder auszuwählen und zu kadrieren, haben - im Gegensatz zu bildenden Künstlern - keine höheren Gründe. Auch die an konventionellen Erhabenheitskriterien orientierte Schönheit dieser Bilder, die James Benning mit Meisterwerken in Museen vergleicht, rechtfertigt sich dadurch, dass das alles wirklich ist, was wir da sehen."

24. Oktober 2001 | LOS • Kritik • Der Standard

Olaf Möller findet es schön, "wie James Bennings Zugriff auf die Welt allem eine Sinnhaftigkeit verleiht. Die weiterführenden Verflechtungen sind um einiges komplexer. Da gibt es Szenenfolgen, die "Geschichten erzählen", soziale Zusammenhänge zur Diskussion stellen. Während andere - über den Fluss hinweg, wenn man das Gewebe von Los nun als Mosaik betrachtet - einen eigenständigen Diskurs führen: über Ethnien, das Wesen der Arbeit, des Handels, die für L.A. so wesentliche Präsenz wie Kontrolle des Wassers."

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