Inhalt • NOSFERATU
Der junge Thomas Hutter begibt sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Auftrag eines Maklers in die Karpaten, um mit Graf Orlok über den Kauf eines Hauses in Hutters Heimatstadt Wisborg zu verhandeln. Orlok erweist sich als der Vampir Nosferatu. Durch ein Bild von Hutters schöner Frau Ellen in Bann geschlagen, reist das Ungeheuer auf einem Schiff, dessen Mannschaft er tötet, nach Wisborg. Mit Nosferatu ziehen die Ratten, Boten der Pest. Ellen erkennt, dass es nur einen Weg gibt, das Sterben zu beenden: Sie muss sich dem Vampir freiwillig opfern ...
Kritik • NOSFERATU • 30. Juni 2005 • Die Zeit
Evelyn Finger fragt in der Reihe "50 Filmklassiker": Was ist eigentlich das Komische an NOSFERATU? "Rein äußerlich folgt Murnau den schauerromantischen Klischees des 19. Jahrhunderts: übersinnliche Phänomene, ruinöse Schauplätze, sich steigernde Stufen des Schreckens. Unterschwellig jedoch verlockt er uns zu einer distanzierten Perspektive auf das Dämonische. Es erscheint nicht als Gegenteil der Realität, sondern als natürliches Phänomen. Murnaus Gespenster entsteigen einem gespenstisch gewordenen bürgerlichen Alltag. Sie sind Inkarnationen unserer Entfremdung, unseres falschen Bewusstseins, und dass wir uns in diesen Menschenzerrbildern wiedererkennen, macht ihre groteske Wirkung aus."