| Regie | Peter Billingsley |
| Kinostart | 05.11.2009 |
Nino Klingler ist enttäuscht. "Die Gags, wenn man sie denn als solche bezeichnen mag, quälen das Lachen eher aus dem Publikum heraus, als dass sie es kitzelten. Lass den Latino-Jogi in knallblauen Badeshorts nur lange genug seine Anzüglichkeiten machen, irgendwann kapituliert die Zuschauermuskulatur. Seelenlos, seelenloser, All Inclusive."
Wie immer sind die Männer näher an der Blamage als die Frauen, entdeckt Bert Rebhandl. "Eine große Komödie ist das nicht, eher ein wohlfeiler Spaß mit touristischen Schauwerten. Wenn es etwas gibt, das All Inclusive (
) dann doch ein wenig rehabilitiert, dann sind es die Schauspieler, vor allem Vince Vaughn, der einfach ein bewährter Sympathieträger ist und dessen mit Mühe zurückgehaltener Missmut die vernünftigste Reaktion auf das Angebot dieser Insel ist."
Komische Szenen bleiben für Oliver Stenzel "Mangelware: Schnell säuft der Film zur Ferienlager-Klamotte mit Mittdreißigern ab, dümpelt voll vorhersehbarer Lacher und pubertärer Zoten auf einen Friede-Freude-Eierkuchen-Schluss zu. Da hilft auch der französische Starmime Jean Reno als Paarguru Monsieur Marcel nicht."
Vor allem in Sachen Humor hat All Inclusive (
) laut Julia Binder "einiges zu bieten. Die Darsteller zeigen viel komödiantisches Talent. Der engagierte, attraktive Yogalehrer Salvadore (Carlos Ponce) sorgt zum Beispiel für eine Paar-Yoga-Stunde, bei der sich die männlichen Teilnehmer sichtlich unwohl fühlen, man als Zuschauer aber großen Spaß hat. Und: spritzige Dialoge, teils bissige, treffende Kommentare sowie gelungene Situationskomik sorgen ebenfalls für große Lacher."
Komisch ist das nicht für Gebhard Hölzl. "Und natürlich findet Sex – ganz amerikanisch-puritanisch – wenn überhaupt im Off statt, obwohl er Thema des gesamten Films ist. So bleibt am Ende die Erkenntnis, dass eine hochkarätige Besetzung keine Qualitätsgarantie ist, Mister writer, producer & actor Vince Vaughn auch nur mit Wasser kocht und dass es sehr schöne Plätze auf unserer Erde gibt, wo man toll Urlaub machen könnte, wenn man das hierfür nötige Kleingeld besäße. Fazit: Therapie zwecklos."
"Obschon die Drehbuchautoren Jon Favreau, Vince Vaughn und Dana Fox durchaus versuchen, der Komödie durch diese seriöseren Momente ein wenig Tiefgang zu verleihen, bleiben die Figuren die ganze Zeit bloss eindimensionale Stereotypen. Ausserdem vertragen sich die gehaltvolleren Szenen nur schlecht mit dem meist doch ziemlich niveaulosen Humor. Regisseur Peter Billingsley gelingt es auf jeden Fall nur selten, diese entgegengesetzten Elemente wirklich überzeugend zu verbinden. So bleiben von All Inclusive (
) vor allem verlockende Aufnahmen vom Inselparadies und von drei reizvollen Hauptdarstellerinnen sowie einige haarsträubende Einlagen in Erinnerung."
News zum Film.
Linksammlung zum Film.