| Regie | Marko Doringer |
| Kinostart | 08.10.2009 |
"Geschickt!" nennt Robert Zimmermann die Machart des Films: "Die Porträts und angestellten Betrachtungen gelingen durchweg leicht und amüsant, was vor allem an der Bereitschaft der Protagonisten liegt, sich gegenüber der Kamera selbstkritisch zu öffnen. Die große Vertrautheit mit dem Regisseur ist deutlich spürbar, was Marko Doringer auch – zum Teil merklich – ausnutzt, um Situationen seinem dramaturgischen Ansinnen entsprechend zu organisieren."
Julia Teichmann sah ein Generationenporträt. "Marko Doringer, der über ein Jahr gedreht hat, stellt die richtigen Fragen. Und seine Freunde - die ehrgeizige Modemacherin Katha, der deprimierte Sportjournalist Martin und der erfolgreicher Manager Tom - sind dankbare Protagonisten, durchweg sympathisch und selbstreflektiert. Neben den Szenen mit Doringers eigenen Eltern, die schon etwas böser geraten, zeigt der Regisseur in Sequenzen auch die Eltern seiner Freunde und beschreibt so einen Generationenkonflikt: Erfolg- und Leistungsorientierung versus Selbstverwirklichung."
Es ist eine leichthändige Studie geworden, lobt Christina Tilmann. "Dass darunter noch ein moralischer Subtext steckt – als Dokumentarfilmer klaue ich mir sonst mit der Kamera das Lebensmaterial anderer Menschen, jetzt nehme ich stattdessen mal mein eigenes –, macht das Ergebnis noch wertvoller. Andres Veiel, der bei dem Projekt Pate stand, hat gut beraten. Und Marko Doringer hat aus seinem persönlichen Dilemma eine durchaus allgemeingültige Diagnose destilliert."
Altenpflege ist keine Lösung, stellt Lena Schiefler fest. "Wer für Typen wie Marko Doringer genug übrig hat, wird in MEIN HALBES LEBEN (
) gut unterhalten. Alle anderen gehen besser nicht in den Film und machen was Seriöses. "Hälfte des Lebens" von Hölderin Auswendiglernen zum Beispiel."