| Regie | Franny Armstrong |
| Kinostart | 03.06.2010 |
Der Film will laut Andreas B. Krüger "vor allem eins: von der guten Sache überzeugen, vom Verweis auf die unabhängige Produktion des Films bis hin zur Kalkulation der eigenen CO2-Bilanz im Abspann. Dass das Nischengenre des Umweltdokumentarfilms über die beschriebene Bühnenrhetorik hinausgehen kann, zeigt etwa Jorge Furtados Kurzfilm Insel der Blumen (1989). Das Thema Umweltverschmutzung und eine mehrschichtige Erzählung zwischen Argumentation, Polemik und Ironie müssen sich nicht ausschließen. THE AGE OF STUPID offenbart hingegen die Schwäche, gleichzeitig engagiert, aber dennoch kraftlos zu sein: Mit erhobenem Zeigefinger erklärt er ein dringliches Thema und tappt dadurch in die Falle, durch überzogene Pädagogik zu enttäuschen."
THE AGE OF STUPID vergreift sich im Ton, ist stillos, hat aber recht, schreibt Rüdiger Suchsland. "Es ist sogar ein ziemlich schlechter Film, will man ihn, wie man es mit Filmen machen sollte, an ästhetischen Kategorien messen. Er ist billig gemacht, aufdringlich und unsubtil in seiner Rhetorik, stilistisch hilflos, dabei unangenehm glatt. Es handelt sich um eine Dokumentation über Klimawandel und Umweltkatastrophen und vor allem die menschliche Unfähigkeit, Gegenstrategien zu entwickeln. Der Film will kein Michael-Moore-Film sein, übernimmt aber gerade die schlimmsten, schlechtesten Elemente eines Michael Moore-Films."
Felix Werdermann sieht die eigentliche Frage nicht beantwortet: "Der Archivar der Menschheit – die fiktive Figur wurde nachträglich in den Film eingefügt – soll die Geschichten zusammenhalten. Dennoch bleibt der rote Faden zuweilen recht dünn. Auch eine stärkere Zuspitzung auf die Kernfrage hätte nicht geschadet: Warum tun wir nichts gegen die Klimakatastrophe?"
Beate Willms berichtet von der Premiere auf dem grünen Teppich. "Die Premiere soll zugleich öko und ein Megaevent werden, das ein Millionenpublikum weltweit für den Klimaschutz gewinnen kann. So wird das Kinozelt mit Solarstrom betrieben, es gibt einen "grünen Anreiseplan" für den öffentlichen Verkehr, Radfahrer und Fußgänger, keine Plastikbecher, nur Recyclingpapier. Selbst der rote Teppich ist grün - und aus alten Plastikflaschen hergestellt."
Stuart Jeffries porträtiert die Regisseurin Franny Armstrong.
Linksammlung zum Film.