Inhalt • TORTUGA
Geboren an einem Strand in Florida, begibt sich eine kleine Meeresschildkröte auf eine gefährliche und aufregende Reise durch die Ozeane der Erde. Seit über 200 Millionen Jahren ist es dieselbe Route, die schon ihre Vorfahren bewältigt haben. Sie orientiert sich am Magnetfeld der Erde, trägt also einen eigenen Kompass in sich. Direkt nach dem Schlüpfen macht sie sich auf, dem Golfstrom Richtung Arktis zu folgen. Sie durchschwimmt den gesamten Nordatlantik bis nach Afrika und reist dann weiter zu den karibischen Inseln, um dort für einige Jahre zu verweilen, bis es sie erneut in die Weiten des Meeres zieht. Es geht zurück zu ihrem Geburtsort. Dort möchte auch sie ihre Eier ablegen.
Crew • TORTUGA
Regie: Nick Stringer
Verleih/Copyright: polyband
Kritik • TORTUGA • 02. September 2009 • programmkino.de
Michael Meyns kritisiert die "bombastische Musik, die zum Beispiel den Anfang des Films, in dem sich die gerade geschlüpften Schildkröten gegen Krabben zur Wehr setzen müssen, in Verbindung mit extremen Nahaufnahmen, zu einem veritablen Actionepos macht. Mit einem Dokumentarfilm haben solche Szenen wenig zu tun, zumal man immer wieder den Verdacht hat, dass Szenen – mit welchen Mitteln auch immer – für die Kamera gestellt wurden, damit sie dem gewünschten Drehbuch entsprechen. Dass dabei bisweilen außerordentliche Unterwasseraufnahmen entstanden ist das einzige, das diesen Film rettet. Sofern man in der Lage ist die in jeder Hinsicht inakzeptable Tonspur auszublenden, ist TORTUGA (
) durchaus sehenswert, mit Ton allerdings nur schwer zu ertragen."