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DIE KOREANISCHE HOCHZEITSTRUHE

DIE KOREANISCHE HOCHZEITSTRUHE

Regie Ulrike Ottinger
Kinostart 01.10.2009

Kritiken • DIE KOREANISCHE HOCHZEITSTRUHE

01. Oktober 2009 | DIE KOREANISCHE HOCHZEITSTRUHE • Kritik • perlentaucher.de

Ekkehard Knörer schaut auf die eine kleine Legende, die Ulrike Ottinger, etwas überdeutlich vielleicht, geschrieben hat, "vom Ginseng-Paar, die sie aus dem Off selbst erzählt. Darin diese Passage: "Da sagte eines Tages die Ginseng-Frau zum Ginseng-Mann: 'Lass uns wieder in die Welt ziehen und sehen, was im Alten neu und im Neuen alt ist." Das ist, wie manches an diesem Film, ein klein wenig betulich. Aber man ist natürlich im ganzen sehr dankbar dafür, dass die Filmemacherin ihre Augen an einem fremden Ort offen gehalten hat."

01. Oktober 2009 | DIE KOREANISCHE HOCHZEITSTRUHE • Kritik • Die Tageszeitung

Claudia Lenssen entdeckt die visuellen Reize asiatischer Alltagskulturen. "Alle Strenge des tradierten Rituals fällt ab, wenn man den Feiern in einem der großen Hotels in Seoul beiwohnt. Vor der Kamera lösen sich die Rituale immer wieder in Gelächter auf. Längst nicht mehr alle Gäste haben die Gänge, die Kopfbewegungen, die Spiele ums symbolträchtige Verspeisen von Trockenobst präsent. Doch in Ulrike Ottingers Fundstücken koreanischer Glückszeremonien teilt sich der Spaß am "Alten im Neuen" unmittelbar mit."

29. September 2009 | DIE KOREANISCHE HOCHZEITSTRUHE • Kritik • schnitt.de

Carsten Tritt findet es besonders erfreulich, "daß ihr Film nicht nur seine Runde durch diverse Festivals machte, um hiernach, wie viele ähnlich den Mainstream ignorierende Arbeiten, wieder im Keller der Produktionsfirma zu verschwinden, sondern daß diesem feinen Meisterwerk tatsächlich ein, wenn auch kleiner, Verleihstart vergönnt ist, und daher ist dringend anzumahnen, daß es, sollte es tatsächlich eine Gelegenheit geben, diesen Film in einem nahen Kino zu sehen, eine Schande wäre, diesen Genuß zu verpassen."

20. September 2009 | DIE KOREANISCHE HOCHZEITSTRUHE • Kritik • film-dienst 20/2009

Wie Esther Buss entdeckt, soll "der Eindruck einer perfekten Inszenierung soll zumindest im Fotoalbum suggeriert werden. Ansonsten ist die Zeremonie von kleinen Verwirrungen, Orientierungslosigkeiten und Fehlern bestimmt, ganz zur Erheiterung der versammelten Gesellschaft. Ulrike Ottingers Blick ist klassisch ethnografisch, wirkt aber dennoch nicht exotisierend. Uns erscheinen die Hochzeitsrituale zwar rätselhaft, bizarr und andersartig, doch auch die Beteiligten blicken manchmal wie Fremde auf das Geschehen. Sie wissen zwar, dass es ein Drehbuch gibt, den Text haben sie jedoch nie gelernt."

02. September 2009 | DIE KOREANISCHE HOCHZEITSTRUHE • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns ist fasziniert. "Mit neugierigem Blick filmt Ulrike Öttinger die verschiedenen Rituale, läßt sie kommentarlos für sich stehen. Manchmal wird ein Detail erklärt, für den Außenstehenden Unverständliches erläutert. Ulrike Öttingers Stimme ist nur manchmal zu hören, in einer den Film strukturierenden Erzählung, einer Legende von einem Ginseng-Paar und seinem Kontakt zu den Menschen. Es ist eine enigmatische Erzählung, ebenso frei gewoben und vielfältig interpretierbar wie der gesamte Film, vor allem aber ebenso faszinierend."

01. September 2009 | DIE KOREANISCHE HOCHZEITSTRUHE • Kritik • filmz.de

Linksammlung zum Film.

01. März 2009 | DIE KOREANISCHE HOCHZEITSTRUHE • Kritik • Der Freitag

Mia Paradies sah einen wirklich interessanten Film. "Nirgendwo sonst auf der Welt ist die eigentümliche Mischung zwischen Tradition und Moderne so ausgeprägt wie in Südkorea. Die Filmemacherin Ulrike Öttinger bringt diese anhand der Beobachtung der koreanischen Hochzeitsbräuche zum Vorschein. Mit ethnologischem Ansatz verfolgt die Kamera die verschiedenen Akteure und Orte, die bei einer Heirat impliziert sind: angefangen von der tanzenden Schamanin, über spezielle Hochzeitsläden, die die traditionelle Hochzeitstruhe vorbereiten, verpacken und überbringen bis hin zu riesigen Trauungspalästen und den traditionellen Familienriten, wie der Teezeremonie."

13. Februar 2009 | DIE KOREANISCHE HOCHZEITSTRUHE • Kritik • Der Tagesspiegel

Hier steckt mehr drin als nur das Staunen über das Ornament, meint Christiane Peitz. "Melodram, Kasperletheater, Plastikoper. Es ist feierlich, aber nie steif: Tradition nicht als Zwangsjacke, sondern als Spiel. Ständig brauchen die Brautleute Zeremonienmeisterinnen, die ihnen sagen, wie man die Teeschale hält oder sich korrekt verbeugt. Wer sich ungeschickt anstellt, trägt zur allgemeinen Erheiterung bei. ... Nicht das formvollendete Ritual macht den Menschen zur Krone der Schöpfung, sondern das Lachen über die eigene Unzulänglichkeit."

11. Februar 2009 | DIE KOREANISCHE HOCHZEITSTRUHE • Kritik • Berliner Zeitung

Christina Bylow lobt die Regisseurin. "Zu Beginn erzählt sie in ihrem süddeutsch eingefärbten Tonfall das Märchen von zwei alten Ginseng-Wurzeln, die sich in einen Jungen und ein Mädchen verwandelten, um unter Menschen zu leben und sie zu verstehen. Diese Geschichte beschreibt komprimiert, was Ulrike Ottinger seit mehr als drei Jahrzehnten mit ihrem Werk unternimmt - mit ihrem Gespür für das, was "im Alten neu und im Neuen alt ist"."

10. Februar 2009 | DIE KOREANISCHE HOCHZEITSTRUHE • Kritik • Berlinale

Datenblatt zum Film.

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