Inhalt • TANNÖD
Abgelegen im blauschwarzen Tannenwald liegt er, der Mordhof. Hier wurde die gesamte Familie Danner brutal mit der Spitzhacke erschlagen, auch die Kinder und die neue Magd. Niemand im Dorf hat von der grausamen Tat etwas mitbekommen. Wundern tut es aber keinen, war doch der alte Danner (Vitus Zeplichal) ein alter Tyrann und Geizhals, der es sich mit jedem in der Umgebung verscherzt hatte. Seine frömmelnde Frau (Lisa Kreuzer) sprach mit niemandem, und die Kinder seiner Tochter Barbara (Brigitte Hobmeier) sollen auch von ihm gewesen sein.
Kritik • TANNÖD • 19. November 2009 • Der Westen
Weniger Gespür zeigt die Regisseurin mit der Charakterisierung der Menschen, kritisiert Arnold Hohmann. "Die Verachtung, die die Regisseurin diesem Menschen entgegenbringt, färbt auch auf ihre Haltung den Dorfbewohnern gegenüber ab. Sie nimmt sich nicht einmal Zeit, ein Gefühl für die 50er-Jahre aufkommen zu lassen, so sehr ist sie mit dem Denunzieren der Menschen beschäftigt. Dumpf erscheinen sie, stets gewaltbereit, auf eine aggressive Art verschwiegen. Das Lebensumfeld der Dörfler erscheint als Horrorraum, in dem der heuchlerische katholische Geistliche wie der leibhaftige Gottseibeiuns plötzlich im Wald erscheint. Verständnis für den Missbrauch 15-jähriger Töchter hat er noch dazu: "Vor Gottes Augen ist das alt genug.""