| Regie | Brandon Camp |
| Kinostart | 12.11.2009 |
Kathrin Häger ist durchaus angetan. "Erstaunlich unprätentiös gelingt es Aaron Eckhart, den oberflächlichen Glanz seiner Figur als allzu dünn aufgetragenen Lack über seelischen Untiefen sichtbar zu machen – was implizit den gesamten Film widerspiegelt. Die Liebe ereignet sich hier nicht in einer romantischen Komödie, sondern in einer tragischen Romanze. Eine Mauer aus Trauerarbeit und Loslassen, dringlicher Aktion statt destruktiver Reflexion schiebt sich zwischen Burke und Eloise in einem metaphorisch farbenfrohen Setting, das geradezu nach (Er-)Leben schreit. Auch wenn sich die Inszenierung bis zum wohlgefälligen Ende nicht vom Kitsch Hollywoodesker Erzähl-Traditionen lösen kann: Diese Suche nach dem Leben in der Beschäftigung mit dem Tod, das mühsame Greifen nach einem selbst vergewissernden "A-Okay!" berührt dennoch."
Carmen Böker lässt nicht viel Gutes an Jennifer Aniston. "Die Produktionsnotizen schildern sie als "unkonventionell" - worunter allerdings bloß zu verstehen ist, dass sie einen mintgrünen, klapprigen Hippie-Bus fährt, seltene Wörter hinter Bilderrahmen versteckt an die Wände schreibt und mit Männern desillusioniert unwirsch umgeht. Als sie beim Blumengesteckarrangieren im Hotel auf den Therapeuten Burke Ryan (Aaron Eckhart) trifft, stellt sie sich beispielsweise taub, weil das Ansuchen um ein Rendezvous so am leichtesten abzuschmettern ist."
"Die florale Romanze (Regie: Brandon Camp) laviert zwischen Komik und Ernst und hat die gefühlte Länge von wenigstens einem vollen Trauerjahr."
Ernsthaft überzeugt hat die Sache Bettina Schuler nicht. "LOVE HAPPENS (2009) (
) ist eine krude, unentschiedene Mischung aus einem Drama um einen vereinsamten alkoholkranken Witwer und aus einer unglaubwürdigen Liebesgeschichte zwischen einem erfolgreichen Beststeller-Autor und einer bodenständigen Floristin, die trotz des Drecks, den ihr Beruf nun mal so mit sich bringt, immer so aussieht als habe sie ihre Kleidung gerade eben erst aus der Reinigung abgeholt."
Glatt und durchweg unglaubwürdig erscheint für Marcus Wessel "das, was LOVE HAPPENS (2009) (
) zu erzählen hat. Wie eingangs erwähnt dürften selbst treue Jennifer Aniston-Fans nur wenig Gefallen an einer Geschichte finden, die ihr romantisches Potenzial zu keiner Zeit überzeugend ausspielt. Aaron Eckhart und Jennifer Aniston entwickeln zusammen keinerlei Esprit und ihren Dialogen merkt man viel zu oft an, dass sie Wort für Wort einstudiert sind. Zu allem Überfluss meint LOVE HAPPENS (2009) (
), altkluge Weisheiten über das Leben und den Tod verkünden zu müssen. "When life gives you lemons, you can either make a sour face or lemonade!" ist da bereits eine der besseren."
Plausibel findet Thomas Engel das Ganze. "Ein Drama, letztlich wie meistens eine Liebesgeschichte, unter der es jedoch zunächst wie beschrieben ganz schön brodelt. Aufgebaut und inszeniert ist das flüssig und so ziemlich ohne Mängel. Denn Hollywood lässt sich da nicht lumpen. Dem Ende zu werden allerdings die Tränendrüsen zu sehr beansprucht. Da muss man von übersteigerter Sentimentalität sprechen. Der Kitsch ist ebenfalls in gefährlicher Nähe. Sehr ansprechend dagegen die schauspielerischen Leistungen."
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