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AWAY WE GO - AUF NACH IRGENDWO

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Regie Sam Mendes
Kinostart 15.10.2009

Kritiken • AWAY WE GO - AUF NACH IRGENDWO

15. September 2009 | AWAY WE GO - AUF NACH IRGENDWO • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Für Michael Kienzl leidet der Film darunter, "dass die Protagonisten im Vergleich zu den Nebenfiguren – egal ob es sich um die Karikaturen oder differenzierteren Charaktere handelt –, äußerst blass wirken und immer wieder drohen, in eine Statistenrolle abzudriften. Ihnen fehlt der Witz, die tragische Dimension, schlichtweg jegliche Ecken und Kanten, um wirklich interessant zu sein. Sie kleiden sich zwar ein bisschen alternativ und leben in wilder Ehe, letztlich sind sie aber nur ein gewöhnliches, etwas biederes Pärchen aus der amerikanischen Mittelschicht."

21. Oktober 2009 | AWAY WE GO - AUF NACH IRGENDWO • Kritik • film-dienst

Michael Ranze hat sich nicht ganz überzeugen lassen. "Aus jeder Episode gehen sie gestärkt hervor – was ihnen von amerikanischen Kritikern den Vorwurf eintrug, "selbstgefällige, überlegene und herablassende" Figuren zu sein. Das nimmt dem Film sehr viel von seiner Brisanz. Der Brite Sam Mendes, der sich seit seinem Regiedebüt AMERICAN BEAUTY mit dem Selbsthass der Amerikaner und der Hinterfragung bürgerlicher Lebensentwürfe beschäftigt, hat mit seinem neuen Film "nur" eine unterhaltsame Komödie inszeniert, die durch witzige "one-liner" und geschliffene Dialoge besticht. Fast fühlt man sich als Zuschauer wie jene Klienten, denen Burt am Telefon mit tiefer Stimme und jovialen Witzen den seriösen Mittfünfziger vorspielt: Das Eigentliche bleibt einem verborgen."

15. Oktober 2009 | AWAY WE GO - AUF NACH IRGENDWO • Kritik • Berliner Zeitung

Peter Uehling sah einen bemerkenswerten Film, der Witz und Ernsthaftigkeit leichthändig balanciert. Der Regisseur bringt "das Kunststück fertig, eine Komödie langsam zu erzählen. Witz bietet das Drehbuch des Bestseller-Autors Dave Eggers zur Genüge auf; die Inszenierung darf sich dann in eine reflexive Distanz begeben, ohne dass die Geschichte je erlahmt. Es ist die Distanz der Personen, aus der heraus erzählt wird. Burt und Verona wandeln am Rande der üblichen Mendes-Tragödien umher, besichtigen Lebensvorschläge und Rollenmodelle, die alle einen Haken haben und sie nicht davor bewahren werden, am Ende ihre eigenen Fehler zu machen. Aber wer sind sie überhaupt selbst?"

15. Oktober 2009 | AWAY WE GO - AUF NACH IRGENDWO • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Als leichtfüssiges, charmantes Feelgood-Movie bezeichnet Alexandra Stäheli den Film. "Dabei zeigt sich Sam Mendes in der Charakterisierung seiner Personen einmal mehr als sensibler Zeichner von plastischen Figuren, die von den Schauspielern – in einem durchaus eigenwilligen Casting – beschwingt und mit einem leisen Humor interpretiert werden. Vor allem die Musikerin Maya Rudolph, die in den USA mit Auftritten in der Comedy-Show "Saturday Night Live" bekannt wurde, vermag uns zusehends tiefer für die Figur der schwangeren Lebenskünstlerin einzunehmen."

15. Oktober 2009 | AWAY WE GO - AUF NACH IRGENDWO • Kritik • Die Tageszeitung

Laut Ines Kappert setzt der Regisseur auf "Punchlines und komplett durchkomponierte Bildeinstellungen. Vor allem Farbharmonien sind dem ehemaligen Theaterregisseur wichtig. Die Kleider der Protagonisten passen stets perfekt zu ihrem Auto, einem blauen Volvo, und alles gemeinsam zur Tönung des Himmels. ... Warum aber verfährt Mendes so ängstlich mit seinem ersten funktionierenden Paar? Warum dürfen diese sich bei aller Liebe nie streiten? Warum müssen alle anderen als traurige Idioten dargestellt werden, nur damit Burt und Sommersprosse Publikumslieblinge bleiben? Vielleicht hängt seine Ängstlichkeit damit zusammen, dass Paare, die im Umgang miteinander auf keine patriarchale Hierarchie zurückgreifen, die sich unaufgeregt auf Augenhöhe begegnen, eine Seltenheit sind."

13. Oktober 2009 | AWAY WE GO - AUF NACH IRGENDWO • Kritik • br-online.de

Zoran Gojic ist begeistert. "Mit seinem fünften Kinofilm legt Sam Mendes sein bisher wohl schönstes Werk vor. Trotz des wunderbar verschrobenen Witzes gleitet der Film nie zur albernen Nummernrevue ab und Sam Mendes gelingt es bemerkenswert unaufgeregt zwischendrin große Augenblicke echter Tragik einzustreuen, ohne die Handlung zu sprengen. Ein empfehlenswerter Geheimtipp, nicht zuletzt wegen der noch vergleichsweise unbekannten Hauptdarsteller John Krasinski und Maya Rudolph, die hingebungsvoll spielen und es verdient hätten, öfter mit großen Rollen bedacht zu werden."

10. Oktober 2009 | AWAY WE GO - AUF NACH IRGENDWO • Kritik • br-online.de

Die Geschichte bleibt für Margret Koehler "hinter den Erwartungen zurück, auch wenn es manchmal wirklich witzig wird. Da werden Verona und Burt unter sphärischen Klängen von der "Cousine" empfangen, die ihr Baby und ihren vierjährigen Filius stillt, einen Kinderwagen als Teufelswerk betrachtet und deren Gatte auf einer riesigen Liegewiese dumme Psychosprüche von sich gibt. Und wenn Burt mit tiefer Stimme am Telefon mal wieder versucht, Geschäfte zu machen, hat das zwar Unterhaltungswert, nutzt sich aber durch Wiederholungen ab. Einige komische Szenen, kleine humoristische Höhepunkte und ein ironischer Blick auf den "American Way of Life" machen Spaß, ansonsten dominiert gepflegte Langeweile."

02. Oktober 2009 | AWAY WE GO - AUF NACH IRGENDWO • Kritik • epd-film

Anke Sterneborg entdeckt das Credo des Films: "Versprich mir, dass du niemals so und so und so wirst, lautet am Ende das Ehegelöbnis, das sich die beiden geben, ohne vor den Traualtar zu treten. Trotz drastischer Übertreibungen und überzogener Zuspitzungen nähert sich der Film seinen Helden mit menschlicher Wärme und zärtlichem Charme. Dazu gehört auch, dass Mendes bewusst nicht auf überlebensgroße Stars gesetzt hat, sondern mit der Saturday Night Live-Komikerin Maya Rudolph (die verblüffende Ähnlichkeit mit der jungen Barbra Streisand hat) und dem Office-Mitglied John Krasinski ganz irdische Menschenwesen besetzt hat. Und der schmeichelnde Soundtrack des Singer-Songwriters Alexi Murdoch verbreitet ein wenig mehr Zuversicht, als es die Bilder vermögen."

01. Oktober 2009 | AWAY WE GO - AUF NACH IRGENDWO • Kritik • moviepilot.de

Community-Bewertungen zum Film.

04. September 2009 | AWAY WE GO - AUF NACH IRGENDWO • Kritik • Programmkino.de

"Es gelingt Sam Mendes mit den beiden Hauptfiguren ein echter Glücksgriff." meint Norbert Raffelsiefen: "Wenn sich die beiden mit unerschütterlichem Vertrauen auf ihre gemeinsame Liebe einer scheinbar wahnwitzig gewordenen Welt stellen, dann wirkt der Film wie eine charmante Variante des Coen-Klassikers Fargo. Nur dass hier nicht Mord- und Totschlag das Paar enger zusammenschmieden, sondern die Auswüchse einer Gesellschaft, in der die Mitglieder auf der Suche nach Selbstverwirklichung ihre Mitte verloren haben.

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