| Regie | David Pastor |
| Alex Pastor | |
| Kinostart | 01.10.2009 |
Für Birgit Glombitza passt das alles gut zusammen. " Todesangst und Endzeitstimmung sind seit jeher die romantischen Abgründe der Adoleszenz. Die Vorstellung, dass man einsam und unverstanden in einer öden Welt lebt, die allenfalls noch von begriffsstutzigen Zombies und natürlich den eigenen untoten Eltern bevölkert wird, gehört zum Heranwachsen wie Pickelstift, Camus und düstere Musik. Das Kino liebt nichts so sehr, wie dieser morbiden Mystik seiner wichtigsten Zielgruppe die schillerndsten Projektionen zu liefern. In CARRIERS (
) verschränkt es diese Untergangslust geschickt mit der Sehnsucht nach der ersten großen Liebe zu einem unauflösbaren Widerspruch."
Laut Jörg Gerle scheint die Produktion "beseelt zu sein von einer fahrlässigen Naivität, die fatal an die Atomschutzfilme der 1950er-Jahre erinnert. Über diesen Umweg generiert Carriers (
) zumindest eine gewisse unfreiwillige Komik. Doch so ernst, wie es den Machern seinerzeit mit ihren "Aufklärungsfilmen" war, nehmen es die Carriers (
)-Akteuere auch. Wären die Protagonisten wenigstens nur ansatzweise sympathisch oder deren Darsteller talentiert, hätte man über den Weg des Schauspiels auf einige Spannungsmomente hoffen können. Doch so bleibt Carriers (
) nur ein schlimmer Unterhaltungsfilm, der sein Thema komplett verschenkt."
"Der Anteil an Gruseleffekten, Blut und wilden Actionszenen ist in Carriers (
) angenehm niedrig ausgefallen.." schreibt Gregor Wossilus: "Gut so, denn schließlich geht es in Carriers (
) um Menschen, nicht um Katastrophen. Den Gebrüdern Pastor ist Film gelungen, der durch seine reduzierte, realistische und unangenehme Glaubwürdigkeit nach 90 Minuten jedem unweigerlich unter die Haut kriecht. Ein echter Höhepunkt des Thrillerkinos, keine Frage."
Wie Nils Bothmann findet, verweigert der Film "dem Zuschauer trotz klassischer Schockmomente und der horrorfilmtypischen Nutzung der Bildverengung als Stilmittel den oberflächlichen Genrespaß, anstelle von Horror, Blut und Action gibt es hier lediglich die äußere wie innere Reise der Protagonisten bis zum bitteren Ende zu beobachten. Nun mag man dabei kritisieren, daß Carriers (
) teilweise eher Gedankenspiel als klassisch aufgebauter Film ist, doch selbst wenn: Eine ausgesprochen lohnenswerte Erfahrung für jeden Freund nachdenklicher Endzeitstoffe ist das Ergebnis allemal."