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GANGS

GANGS

Regie Rainer Matsutani
Kinostart 01.10.2009

Kritiken • GANGS

12. August 2009 | GANGS • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Als "eigentümlich künstliche Inszenierung" bezeichnet Nino Klingler den Film und merkt an: "Denn wo man auch ansetzt, stößt man auf ein unerquickliches Gemisch aus schlecht geklauten Versatzstücken der amerikanischen Populärkultur und deren wirkungslosem Verpflanzen in deutsche Szenarien."

01. Oktober 2009 | GANGS • Kritik • Der Tagesspiegel

Die Kinder wirken verkleidet und fehl am Platz, kritisiert Maris Hubschmid. "Um die Darsteller, die überwiegend der Besetzung von DIE WILDEN KERLE 1–5 entsprungen sind, in das Milieu gewalttätiger Straßenbanden zu verpflanzen, verpasst Regisseur Rainer Matsutani ihnen wuchtige Gangsteroutfits, Lederjacken und Silberketten. Die Kinder wirken verkleidet und fehl am Platz. Verloren in einem blassen Patchworkfilm, irgendwo zwischen WEST SIDE STORY und PÜNKTCHEN UND ANTON."

01. Oktober 2009 | GANGS • Kritik • Stuttgarter Zeitung

Iris Benker hat Berlin nicht wiedererkannt. "Nicht die sozialen Brennpunkte der Plattenbauten und Asphaltwüsten stehen hier im Vordergrund, sondern ein unrealistisches, romantisch verklärtes Bild der Großstadt. In einem glatten und uneigenständigen Musikvideostil avanciert die Liebesgeschichte - in "Bravo"- Foto-Lovestory Manier - zum Hauptthema und blendet so alle ernsthaften Konflikte aus. Zwar zitiert GANGS (GANGS Trailer) viel und gerne seine großen Vorbilder, bleibt dabei jedoch nur ein schlechtes Plagiat."

01. Oktober 2009 | GANGS • Kritik • Kölner Stadtanzeiger

Wie Michael Ranze entdeckt, werden hier kritiklos die Versatzstücke des Genres geklaut. "Da gibt es die übertriebenen Brüderbande, den brutalen, weiß gekleideten und tätowierten Gegenspieler, den Traum von Reichtum und Anerkennung. Die jugendlichen Delinquenten sind viel zu jung für ihre Straftaten: Geldkurier-Überfall, Waffenbesitz, brutale Gewalt, die schließlich auf der Intensivstation endet. Angesichts der aktuellen Diskussionen um Jugendgewalt muss man sich schon wundern, wie unreflektiert hier einem toughen Männlichkeitsbild gehuldigt wird."

29. September 2009 | GANGS • Kritik • br-online.de

Margret Koehler sah eine Coming-of-Age-Studie ohne lästige Ideologien. "Die Gang funktioniert als Ersatzfamilie und grenzt sich durch Kleider- und Sprachcodes ab, ist mehr als nur eine Clique für die Freizeit. Ohne lästige Ideologie zeigt Regisseur Rainer Matsutani soziale Gegensätze auch in kleinen Dingen, wenn Sofie zum ersten Mal in ihrem Leben einen Döner futtert, ohne auf ihre Tanzfigur zu achten. Wenn sie das Leben mittendrin jetzt genießen und nicht für eine ferne Karriere ihre Jugend opfern will, sich vom braven Töchterlein zum aufmüpfigen Mädchen wandelt. Oder wenn der Junge aus bildungsfernen Schichten Gefallen an einem Buch findet. Jungsein als Chance."

20. September 2009 | GANGS • Kritik • film-dienst 20/2009

Ulrich Kriest kann dem Ganzen nicht vie abgewinnen. "Als reines Fantasieprodukt ist GANGS (GANGS Trailer) frei von jeder Verortung im Sozialen, wirkt wie ein Musical ohne Musik und Rhythmus. Bezeichnend, dass von einem dramaturgisch bedeutsamen Buch, dass zwischen Flo, Sofie und Chris umhergereicht wird, nur der Titel "Unterwegs" wiederholt ins Bild gerückt wird, aber weder der Name des Autors Jack Kerouac genannt noch sonst ein Wort über den Inhalt gewechselt wird. Stereotypen und Genre-Zitate werden derart unverfroren auf falsche Posen und hilflose Dialog-Plattitüden gehäuft, dass man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, hier wollten alle Beteiligten ihrer Verachtung der jugendlichen Zielgruppe Ausdruck verleihen. Frei nach dem Motto: Wer so blöd ist, dass er sein Taschengeld für GANGS (GANGS Trailer) ausgibt, hat nichts Besseres verdient."

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