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LEBANON

LEBANON

Regie Samuel Maoz
Kinostart 14.10.2010
Genre Drama

Kritiken • LEBANON

04. Juli 2010 | LEBANON • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Birte Lüdeking könnte dem Regisseur "vorwerfen, dass er seine Protagonisten zu sehr als Opfer eines Ausnahmezustandes zeichnet, in dem sie wie die libanesische Zivilbevölkerung schlichtweg ums Überleben kämpfen müssen und ihnen kaum Entscheidungsfreiheit zugesprochen wird. Der Regisseur und Drehbuchautor zeigt sich mit dem Leid vor und hinter dem Zielfernrohr gleichermaßen solidarisch und drückt sich damit um eine klare Haltung. Sein Film erzählt ein ebenso universelles wie unspezifisches Drama, das genauso gut im Irak wie im Libanon spielen könnte."

15. Dezember 2010 | LEBANON • Kritik • wieistderfilm.de

"Es gibt starke Momente – darunter die von einem der Soldaten erzählte Kindheitsanekdote, obwohl diese eigentlich nichts mit dem Krieg zu tun hat, oder auch das schöne Schlussbild – nur mangelt es letztendlich doch ein wenig an der gewünschten Intensität. Der Regisseur und Autor verarbeitet mit LEBANON (LEBANON Trailer) seine eigenen Kriegserfahrungen und schafft damit eine Schwester für WALTZ WITH BASHIR (WALTZ WITH BASHIR Trailer) (2008), der das gleiche Thema ebenfalls auf ausgefallene Weise aufgreift. Aber für das Publikum funktioniert der Kriegsfilm als Kammerspiel nur bedingt – schließlich ist man vor dem erschütternden Hauptgeschehen gepanzert."

13. Oktober 2010 | LEBANON • Kritik • kultiversum.de

Kein anderer Film bietet eine so intensive Nahkriegs-Erfahrung, findet Oliver Heilwagen. "LEBANON (LEBANON Trailer) ist jedoch kein Kriegsfilm, sondern ein Psychothriller. Dem Regisseur geht es nicht um den israelisch-arabischen Konflikt, sondern um die Gruppendynamik im Stahlsarg. Um den Dauerstress ständiger Todesgefahr, die junge Rekruten binnen weniger Stunden um Jahre altern lässt. Das zeigt Samuel Maoz so nah wie möglich: Dreck, Hitze und Qual werden fast physisch spürbar."

12. Oktober 2010 | LEBANON • Kritik • film-dienst

Michael Kohler sah ein existenzialistisches Drama über die psychologischen Auswirkungen des Kriegs. "Der klaustrophobische Zustand raubt dem Geschehen alles Heroische. Spätestens wenn der israelische Kommandant, am Anfang beinahe noch eine John Wayne-Figur, seine Männer in die Irre führt, ist Konfusion das Leitmotiv des Films. Am deutlichsten wird dies beim Blick durchs Zielfernrohr, der die Welt in Gut und Böse teilt, ohne diese auch nur annähernd zu erfassen. Samuel Maoz benutzt das Visier wie eine Kamera, er schwenkt und zoomt und stilisiert die Handlung zuweilen in Stummfilm-Manier. Die Sterbenden und Verzweifelten schreien ihren Schmerz tonlos heraus – im Gefängnis seines Panzers hört der Filmemacher ihn trotzdem widerhallen."

08. Oktober 2010 | LEBANON • Kritik • bummelkino.de

Der Regisseur "zeigt den brutalen Kriegsalltag aus einer ungewöhnlichen Perspektive mit all dem unfassbaren Leid fern jeder Tagesschau- oder CNN-Berichterstattung. Mithilfe des subjektiven Blickwinkels erzeugt der Filmemacher so eine intime bis beklemmende Atmosphäre und zeichnet eine kleine Charakterstudie, die an Wolfgang Petersens DAS BOOT erinnert. Das bedrückende Panzerleben in LEBANON (LEBANON Trailer) ist ein ähnlich faszinierendes Kriegskammerspiel."

30. September 2010 | LEBANON • Kritik • negativ-film.de

Ciprian David entdeckt allgemeingültige Aussagen. "Samuel Maoz verzichtet mit LEBANON (LEBANON Trailer) bewusst auf eine Politisierung des Krieges, zugunsten der Erschaffung einer hautnahen, bedrückenden, gleichzeitig realistischen wie stilisierten Darstellung des Krieges. Soldaten und Zivilisten werden in seinem Werk gleichermaßen zu Opfern, das erschaffene Gesamtbild universell, das Spezielle zum momentanen, übertragbaren Erlebnis. Eine Synthese des Kriegsfilms bleibt unterm Strich übrig. Vielleicht eben damit sichert sich LEBANON (LEBANON Trailer) eine ehrenhafte Position unter den Filmen, mit denen er sich thematisch in Verbindung bringen lässt."

01. März 2010 | LEBANON • Kritik • Lebanon

Überblick zum Film auf moviepilot.de

09. September 2009 | LEBANON • Kritik • Kölner Stadtanzeiger

Frank Olbert ist des Lobes voll. LEBANON (LEBANON Trailer) "darf aus mehreren Gründen für sich beanspruchen, aus dem Programm am Lido mit gewaltiger Souveränität herauszuragen. Er ist das Dokument einer Traumaverarbeitung, denn über zwei Jahrzehnte hinweg hielt der Regisseur seine Erlebnisse beim ersten Libanon-Feldzug Israels sogar vor sich selbst verschlossen - bei den Dreharbeiten schwoll einer seiner Füße an und entließ blutige Schrapnell-Splitter, wie als physisches Zeichen für Samuel Moaz' Entschlossenheit, nun alles, aber auch wirklich alles herauszulassen."

09. September 2009 | LEBANON • Kritik • film-dienst

Felicitas Kleiner hat sich nicht ganz überzeugen lassen. "Als eindrucksvoller (Anti-)Kriegsfilm, der das Entsetzen der Kriegserfahrung kondensiert, ist LEBANON (LEBANON Trailer) höchst effektiv; allerdings hinterlässt er, wenn man die Unmittelbarkeit der Erfahrung abgeschüttelt hat, doch einen leicht schalen Nachgeschmack: Allzu dezidiert wird hier um so etwas wie eine Apotheose für die traumatisierten Soldaten gerungen, werden alle politischen Kontexte und Schuldfragen drumherum ausgeblendet. So menschlich nachvollziehbar das in Hinblick auf die Vita des Filmemachers ist, kommt man doch nicht umhin, die Einseitigkeit dieser Darstellung des politisch sensiblen Themas zu bemerken."

09. September 2009 | LEBANON • Kritik • Der Standard

Dominik Kamalzadeh ist angetan. "Die konzeptuelle Idee erweist sich als äußerst effektvolles Mittel, die Unwägbarkeiten des Krieges zu thematisieren (und dabei geradezu physisch zu vermitteln). Jede Krisensituation verlangt eine Vielzahl von Entscheidungen, aus denen unmittelbar auch moralische Dilemmata erwachsen. Die jungen, unerfahrenen Soldaten sind dieser Belastungsprobe kaum gewachsen, was unter ihnen Friktionen hervorruft. Samuel Moaz inszeniert den Krieg als klaustrophobisches Kammerspiel, das sich in der zweiten Hälfte ein wenig in den Konventionen des Psychodramas verliert, aber dennoch zu den aussichtsreicheren Preisanwärtern gehören dürfte."

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