| Regie | Robert Schwentke |
| Kinostart | 17.09.2009 |
Nino Klingler findet's reichlich konventionell und fad: "Und doch verlässt man zuletzt den Film zweifelnd und unzufrieden. Denn auf die Frage, welches emotionale Bindemittel die Fragmente aus Zeit und Leben und damit die beiden Personen Clare und Henry aneinanderfügen mag, fällt dem Skeptiker als Antwort doch nur ein fundamentaler Schicksalsglaube ein."
Als klasse Film-Adaption bezeichnet Peter Uehling den Film. "Robert Schwentkes Verfilmung des Romans ist zurückhaltend - und darin fabelhaft. Sie akzeptiert die Ungereimtheiten der Vorlage, drechselt aus ihnen keine Schauwerte, sondern lässt sie eher beiläufig geschehen. Der emotionale Kern des Buchs scheint so unbeschadet für die Leinwand gerettet. Aber verschwindet nicht die Originalität der Vorlage? Kommt mehr heraus als eine weitere Liebesgeschichte? Ein wenig mehr schon."
Es beginnt als romantische Mystery-Komödie und kippt in ein langweiliges Liebesdrama, kritisiert Martin Schwickert. "Die Materie ist und bleibt auch während der 137 Filmminuten, die sich locker auf eine gefühlte Länge von drei Stunden aufrunden lassen, eher verwirrend als komplex. Schon bald kippt das, was als romantische Mystery-Komödie beginnt, in ein rührseliges Liebesdrama. Denn irgendwann fällt Clare auf, dass ihr Ehemann in keiner Reinkarnationsform älter als 43 Jahre war und Henry mit Sorgenfalten auf der Stirn allen Debatten um Kinderwunsch und Zukunftsplanung ausweicht. Wohl dem, der vor dem Kinobesuch noch eine Packung Taschentücher eingesteckt hat."
Der Film überhebt sich laut Jens Hinrichsen. "Die Quadratur des Kreises wird damit perfekt, dass im Film trotz der permanenten Sprünge – aus rein "ästhetischen" Erwägungen – auf den Winter der Frühling folgt, der Sommer, der Herbst und wieder der Winter, nur eben in ganz verschiedenen Jahren. Das Resultat dieses wahrhaft nervtötenden Perfektionismus ist ein bohrend langweiliger Film (mit einem soliden Eric Bana und einer unendliche Zuversicht ausstrahlenden Rachel McAdams). Wie in alten Hollywood-Schicksalsdramen ist jede Wendung vorhersehbar, was den Film so mühsam wie eine Stadttheateraufführung von "Parsifal" macht, in dem auch das Irren durch Zeit und Raum thematisiert wird. Freilich ist Wagners Musik tausendmal besser als der uninspirierte Soundtrack von Mychael Danna."
Laut Gebhard Hölzl setzt der Regisseur auf große Emotionen. "Zudem geht der Filmemacher sehr sparsam mit Spezialeffekten um. So wird Eric Bana bei seinen Zeitsprüngen entweder wie von Geisterhand "ausradiert" oder verschwindet im Off, und es bleiben lediglich seine Kleider zurück (auf seinen Trips kann er nämlich nichts mitnehmen). Dadurch entstehen zuweilen auch komische Momente, zum Beispiel wenn der junge Henry ausgerechnet am Hochzeitstag eine seiner Spontan-Reisen unternimmt und wenig später wesentlich älter und mit graumeliertem Haar an den erstaunten Gästen vorbei zum Traualtar schreitet."
Linksammlung zum Film.