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(500) DAYS OF SUMMER

(500) DAYS OF SUMMER

Regie Marc Webb
Kinostart 22.10.2009

Kritiken • (500) DAYS OF SUMMER

22. September 2009 | (500) DAYS OF SUMMER • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Robert Zimmermann ist begeistert. "Eine der großen Leistungen des Films jedoch ist, dass er die Balance zwischen Drama und Komödie zu halten versteht, ohne vordergründig zu werden oder destruktiv-pessimistische Haltungen anzunehmen. So nivelliert Webbs Erzählstil allzu große Hochgefühle oder aufkommende Schwermut mit Versatzstücken aus der Popkultur: etwa durch eine musicalartige Tanzeinlage, durch sorgfältig ausgewählte stimmungsvolle Songs oder durch Split-Screens, die den tatsächlichen Verlauf einer Episode neben den von Tom gewünschten stellen. Und so finden sich auch originelle Anspielungen auf die Nouvelle Vague sowie eine kleine, wunderschöne Referenz an KRIEG DER STERNE (1977)."

22. Oktober 2009 | (500) DAYS OF SUMMER • Kritik • Berliner Zeitung

Philipp Bühler denkt bei dem Film an Woody Allen. "Marc Webb mag sich bisher nur als Regisseur von Musikvideos einen Namen gemacht haben, aber er kennt seinen Kanon. DIE REIFEPRÜFUNG gehört auch dazu, mit dem Kollegen Wes Anderson teilt Marc Webb einen gut zitierfähigen Kult-Kosmos. Wir bewegen uns in der Welt der Indie-Kultur, deren Paradox seit jeher darin liegt, das Leiden an der eigenen Selbstbezüglichkeit zur Kunst erhoben zu haben. Schon Woody Allen wusste, dass ihm Ingmar Bergman bei Diane Keaton überhaupt nicht weiterhilft."

22. Oktober 2009 | (500) DAYS OF SUMMER • Kritik • Der Tagesspiegel

Erfrischend findet Juliane Primus den Film. "Regisseur Marc Webb, der bereits mehrere MTV-Video-Awards gewann, wirbelt das Drehbuch ordentlich durcheinander und bringt damit die Hormonschwankungen schön auf den Punkt. Kompatibilität zweier Menschen, die als Traumpaar gelten, ist in dieser Liebeskomödie nicht so selbstverständlich, wie es uns all die Sandras, Julias und Camerons zu gern auf der Kinoleinwand glauben lassen. Und doch findet dieser Film einen Ton, der keineswegs eine Herbst-Winterdepression auslöst, sondern Hoffnung auf ungeahnte Endorphinquellen weckt."

22. Oktober 2009 | (500) DAYS OF SUMMER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Michael Kohler entdeckt die Pointe dieser Geschichte. Sie "liegt darin, dass die Autoren ständig die Kalenderblätter hin- und herblättern und zeitlich weit auseinanderliegende Hoch- und Tiefpunkte in Toms Liebesleben immer wieder aufeinanderprallen. Manchmal vergessen sie über dem schlauen Konzept, dass sie von verletzten Gefühlen erzählen, doch meist finden sie schon beim nächsten Zeitsprung wieder in die Spur."

22. Oktober 2009 | (500) DAYS OF SUMMER • Kritik • Junge Welt

Anja Trebbin ist durchaus angetan. "Marc Webb, der bisher vor allem Musikvideos drehte, läßt es sich auch nicht nehmen, einen Höhepunkt im Film mit einer Musical-Einlage zu feiern. Kann man albern finden, hat aber durchaus Funktion: Hierdurch kommt Mehrstimmigkeit ins Spiel. Toms erster Erfolg bei Summer wird nicht nur von ihm selbst reflektiert, sondern auch von seiner Umwelt. Das lockert sein von Beginn an als erfolglos gekennzeichnetes Unternehmen auf, der Film entkommt so ebenfalls dramatischen Mustern."

22. Oktober 2009 | (500) DAYS OF SUMMER • Kritik • Der Spiegel

Für Birgit Glombitza schafft der Film das Kunststück, gleichzeitig romantisch, witzig und morbide zu sein. "(500) Days of Summer, der die Perspektive des erst katatonischen, dann euphorischen, schließlich verzweifelten Tom nie verlässt, beginnt erzählerisch, als bereits alles vorbei ist. Das Glück einer gemeinsam durchschluchzten Karaoke-Nacht, das Hüh-und-Hott bei der Frage, wer nun beim wem wie schläft, das wüste Geknutsche am Kopierer und schließlich der ganze lustvolle Sid-Vicious-and Nancy-Wahnsinn, wie die beiden ihre ersten und letzten Streit nennen."

20. Oktober 2009 | (500) DAYS OF SUMMER • Kritik • film-dienst

Katharina Zeckau schreibt über die Musik. Sie ist "so etwas wie die dritte Hauptrolle und trägt damit der Tatsache Rechnung, dass jede Liebesgeschichte ihren ganz eigenen Soundtrack hat. Fein ausgewählte Songs von Hall & Oates, Regina Spektor oder Simon & Garfunkel kommentieren und unterstreichen das Geschehen nicht nur, sondern sind auch innerhalb des Plots von dramaturgischer Relevanz: So lernen sich Tom und Summer über ihre gemeinsame Liebe zu The Smiths kennen oder streiten darüber, wer ihnen der liebste Beatle ist. Und am Ende? Ist dieser bei aller Dramatik wunderbar leichtfüßige Film wieder bei Tag 0 angekommen, alle Zeichen stehen auf Anfang. Ob Tom nun sein Glück finden wird, bleibt freilich der Interpretation des Zuschauers überlassen."

20. Oktober 2009 | (500) DAYS OF SUMMER • Kritik • br-online.de

Gebhard Hölzl sah eine unkonventionell erzählte Liebesgeschichte. Der Film springt "durch Zeit und Raum, die Tage vergehen wie im Fluge - nur nicht linear. Das macht es etwas schwierig, der Geschichte zu folgen, spiegelt aber perfekt das Gefühlschaos der Protagonisten wider. Und dieses Auf und Ab der Beziehung findet auch in verschiedensten Bildern seine Entsprechung. In einem Springbrunnen, dessen Fontänen geradezu explodieren, als Tom an ihm vorbeigeht, in einer Bollywood-Musical-Einlage oder einer animierten Sequenz, in der Los Angeles zur schwarzweißen Skizze mutiert. Bleibt die Frage, ob diese Liebe Bestand haben wird. Wer weiß."

20. Oktober 2009 | (500) DAYS OF SUMMER • Kritik • br-online.de

Walli Müller ist begeistert. "Wie soll eine junge Generation an die Liebe glauben, wenn alle Eltern geschieden sind? Regisseur Marc Webb lässt seine Heldin mal nicht nach der großen Liebe suchen, sondern sie verweigern. Eine hip inszenierte, (bis kurz vor Schluss) erfrischend unsentimentale Komödie, die gute Laune macht."

20. Oktober 2009 | (500) DAYS OF SUMMER • Kritik • schnitt.de

Dietrich Brüggemann hat dann doch etwas zu kritisieren. "Für einen Film, der so grundsätzlich ehrlich an seine Zuschauer herantritt, ist es da schon wieder schade, daß er immer eine Spur zu schön aussieht. Die Protagonisten leben in einer gutaussehenden Taschen-Bildband-Welt und wohnen in umwerfend schönen Wohnungen. Und so ehrlich der Film das Liebesleben seiner Menschen schildert, so schludrig geht er mit dem anderen Aspekt um, der für unsere Generation charakteristisch ist, nämlich dem Pflegen ausgedehnter und inniger Freundeskreise. Der Held hat seine lustigen Sidekicks, die er anzapft, wenn er sie braucht, ansonsten ist er Solist. Egal, der Film macht trotzdem in jedem Moment Spaß, was nicht nur an den emotionalen Qualitäten liegt, sondern auch an einer sehr eigensinnigen, reflektierten Erzählweise."

10. Oktober 2009 | (500) DAYS OF SUMMER • Kritik • programmkino.de

Luitgard Koch fühlte sich erinnert durch "die unsentimentale Tonart dieser bitter-süßen Anatomie einer Romanze sogar an den Kultfilm HARRY UND SALLY. Die Szene, in der Meg Ryan als Sally im Restaurant einen Orgasmus vortäuscht, bleibt natürlich trotzdem unübertroffen. Obwohl die Chemie zwischen den ideal besetzten Jungstars Joseph Gordon-Levitt und Zooey Deschanel bestens funktioniert. In einer Nebenrolle brilliert Chloe Moretz, als Toms 12jährige Schwester Rachel. Mit coolen Sprüchen profiliert sie sich überraschend als kluge Beziehungsberaterin."

06. August 2009 | (500) DAYS OF SUMMER • Kritik • sennhauser.ch

"Es sind vor allem die formalen Spielereien, vom Vor- und Rückwärtszählen der 500 Tage, über Splitscreens, welche "Realität" und "Erwartung" parallel zeigen, welche diesen Film zunächst lebendig, dann aber auch ein wenig anstrengend machen. Denn die Boy-meets-reluctant-Girl-Geschichte ist zwar nett, und zum Teil sogar im gesunderen Alter noch nachvollziehbar. Aber alles in allem ist das Grundproblem der enttäuschten Erwartung schnell einmal aufgebraucht. Wenn die (ziemlich unmotiviert eingesetzte) Erzählerstimme immer wieder mal überbrückt, werde ich den Verdacht nicht los, dass die Dramaturgie schon im Drehbuch Hänger hatte."

08. Juni 2009 | (500) DAYS OF SUMMER • Kritik • filmsprung.ch

Thomas Hunziker ist von der 1. bis zur letzten Sekunde des Films begeistert: (500) Days of Summer ist ein leidenschaftlich erzählter Liebesfilm über das Minenfeld der Beziehungen von der Blüte bis zur Welke.

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