BAD LIEUTENANT - COP OHNE GEWISSEN

film-zeit Film: BAD LIEUTENANT - COP OHNE GEWISSEN
Regie Werner Herzog
Kinostart 25.02.2010
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Inhalt • BAD LIEUTENANT - COP OHNE GEWISSEN

Als einer der Besten im Dezernat wird Terence McDonagh mit der Aufklärung eines Massakers an einer afrikanischen Einwandererfamilie beauftragt. Der Botenjunge Daryl ist der einzige Augenzeuge des brutalen Mordes. Er ist bereit, gegen den Drogendealer Big Fate auszusagen. Terence, der ab sofort für die Sicherheit von Daryl verantwortlich ist, gerät immer mehr in einen Sog aus Drogen und Korruption ...

Kritiken • BAD LIEUTENANT - COP OHNE GEWISSEN

17. November 2009 | Kritik • Partner von film-zeit

Lukas Foerster lobt den Regisseur. "Tatsächlich wirkt das Ergebnis so, als hätte Werner Herzog nur darauf gewartet, einmal einen echten Hollywood-Mainstreamfilm drehen zu können – noch der Vietnam-Film RESCUE DAWN (2006) war, Christian Bale hin oder her, in erster Linie eine Variation der Dschungel-Eskapaden des Regisseurs mit Klaus Kinski aus den 70er und 80er Jahren. Wie eine bloß routinierte Auftragsarbeit sieht BAD LIEUTENANT - COP OHNE GEWISSEN (film-zeit Trailer: BAD LIEUTENANT - COP OHNE GEWISSEN) dabei in keiner Minute aus. Mit viel Verve geht Werner Herzog an die Arbeit, der Film eilt flüssig von Schauplatz zu Schauplatz, Nicolas Cage von Drogenrausch zu Drogenrausch und von Grimasse zu Grimasse, begleitet wird beides von energetischer Musik."

24. Februar 2010 | Kritik •

Großartig und überraschend findet Peter Uehling den Film. Er lobt den Regisseur, wie "mit dem Vokabular des Polizeithrillers umgeht. Wie er Tempo macht, wie er Action-Szenen auflöst, wie er die Szenerien fotografiert - das alles ist stets nah an den Vorbildern, hat aber doch immer einen eigenen Charakter. Wunderlich verbinden sich die Klischees vom heruntergekommenen Cop mit Werner Herzogs Interesse, diesem Charakter bis in die letzten Windungen und Widersprüche zu folgen. Als alle Handlungsstränge schnurstracks Richtung Abgrund weisen, mündet der Film gewaltsam in ein forciertes Happy End - mit dem sich der Regisseur souverän vom Genre distanziert."

24. Februar 2010 | Kritik •

Ein Geschenk ist der Film für Peter Körte. "Vielleicht sind die Kraft und der schwarze Humor seines BAD LIEUTENANT - COP OHNE GEWISSEN (film-zeit Trailer: BAD LIEUTENANT - COP OHNE GEWISSEN), die kleineren Abseitigkeiten und das halsbrecherische Balancieren am Abgrund, das Resultat einer eigentümlichen Doppelbewegung: Werner Herzogs Aufwind trifft zusammen mit dem Abwind seines Hauptdarstellers Nicolas Cage. Im wahren Leben bankrott, im Kino schwer angezählt, ist Nicolas Cage mit Werner Herzog eine Arbeitsverbindung eingegangen, die simultan zeigt, welch großer Schauspieler der eine und welch großer Regisseur der andere ist."

24. Februar 2010 | Kritik •

Tobias Kniebe stellt sich Fragen. "Wenn Werner Herzog in diesem Stoff nicht seinen großen amerikanischen Dschungelfilm gesehen hat, mit Fressen und Gefressenwerden und dem gnadenlosen Überleben der Fittesten, mit einem geradezu höhnischen Fazit all der Bush- und Krisenjahre, aus denen eben doch nur die dreistesten Egomanen gestärkt hervorgegangen sind, was hat er dann gesehen? Dann hat er wohl ein für allemal beschlossen, alle Erklärungen seinen Freunden vom Regietheater zu überlassen und ansonsten seinen Spaß zu haben. Und ja, Spaß hat er."

23. Februar 2010 | Kritik •

Nur ein Besessener wie Werner Herzog ist in der Lage einen schon lange unkontrollierbaren Star wie Nicolas Cage sinnvoll einzusetzen, behauptet Zoran Gojic. Er "spielt wie eine entfesselte Naturgewalt in heruntergekommender Menschengestalt – und: es funktioniert perfekt. Es scheint fast, als habe Werner Herzog einen würdigen Nachfolger für seinen Lieblingsirren Klaus Kinski gefunden. Besser als Nicolas Cage hätte das der Quartals-Tollwütige Klaus Kinski auch nicht hinbekommen. Die anderen Schauspieler - darunter Eva Mendes - müssen sich damit abfinden, dass dieser Film dem einstigen Star aus WILD AT HEART gehört, der in Zukunft nur noch mit Werner Herzog arbeiten sollte, wenn er seine, sich im Sinkflug befindliche, Karriere retten will."

22. Februar 2010 | Kritik •

Nicolas Cage brilliert extravagant in Werner Herzogs irrwitzigem Remake eines Kultkrimis: Drogenwahn, Erlösung und träumende Fische gibt es in BAD LIEUTENANT - COP OHNE GEWISSEN (film-zeit Trailer: BAD LIEUTENANT - COP OHNE GEWISSEN) zu sehen und Christoph Huber ist begeistert. "Sein spezieller Hang zur stummfilmhaften Extravaganz passt perfekt zu Werner Herzogs charakteristischem Irrwitz. Gemeinsam sprengen sie die Grenzen der Krimikonvention, übertreiben erst genussvoll Klischees, dann wuchern absurde Details und verblüffen seltsame Schlenker."

16. Februar 2010 | Kritik •

Authentische Figuren in einem inkonsequenten Remake sah Wolfgang Zehentmeier. Besonders die letzten zehn Minuten wirken "wie aus einem anderen Film, fast so als ob jemand sein Veto eingelegt und Werner Herzog eine 180-Grad-Drehung verordnet hätte. Das aber zerstört die beklemmende Wirkung der 112 Minuten zuvor vollkommen. Der Bad Lieutenant wird auf der Leinwand zum Good Captain befördert. Doch gerade das degradiert Geschichte und Film zur völligen Lachnummer. Da kann auch die Schluss-Szene, die ein offenes Ende suggerieren will, nichts mehr retten."

02. Februar 2010 | Kritik •

Werner Herzog gelingt mit diesem Neo-Noir eine in jeder Hinsicht eigenständige und überraschende Variation auf ein Genrethema, lobt Marcus Stiglegger. Das Remake mag "mit einem albernen B-Picture-Titel gestraft sein, der Film aber gehört zu den geschlossensten und stärksten Werken, die uns Werner Herzog, eine Legende des neuen deutschen Films der Siebziger, seit Jahren hinterlassen hat. ­Bevölkert von bizarren und originellen Charakteren, getragen von Peter Zeitlingers monochromen Bildern, die alles Pittoreske vermeiden, untermalt von einem geheimnisvollen Folk-Soundtrack, in dem die Klangfetzen eines Noir-Saxofons von ferne klagen. Ein düsterer Film mit grimmigem Humor und einem Schimmer Hoffnung am Ende."

02. Februar 2010 | Kritik •

Marcus Wessel ist angetan. "Statt auf Suspense und Action vertraut Regie-Veteran Werner Herzog einer für die Sehgewohnheiten des Mainstreams sicherlich nicht immer leicht zugänglichen Mischung aus Sarkasmus und grotesken Brüchen in Ton und Atmosphäre. Gerade die letzte Viertelstunde arbeitet auf ein bemerkenswert mutiges Ende hin, das sich über die oftmals moralinsauren Gesetzmäßigkeiten des Thrillers mit sichtlicher Freude hinwegsetzt."

01. Februar 2010 | Kritik •

Überblick zum Film auf moviepilot.de

07. September 2009 | Kritik •

Christoph Huber ist begeistert. Der Film "beginnt hingegen als scheinbar konventioneller Krimi um einen Polizisten, der sich vor Hurrikan-Katrina-Hintergrund im Drogenwahn verliert. Schnell häufen sich heiter-absurde Merkwürdigkeiten wie Spezialaufnahmen von Echsen oder der Cajun-Breakdance eines Geists neben seiner Leiche: eine Einstimmung für die Schlusspointe(n), wenn Werner Herzog (genial) einfach alle Erwartungen auf den Kopf stellt – und der Held sich die Frage stellt, ob Fische träumen."

05. September 2009 | Kritik •

Anke Westphal ist enttäuscht. Der Regisseur "hat seinen Helden auch des metaphysischen Obdachs beraubt, das Abel Ferrara seinem Cop wie dem Publikum zugestand. Werner Herzogs BAD LIEUTENANT - PORT OF CALL: NEW ORLEANS ist nur ein Junkie mit amtlichen Befugnissen, der zunehmend komischer dabei wirkt, wie er sich immer mehr in Schwierigkeiten bringt. Überall eröffnet er neue Fronten durch seine Unbeherrschtheit, doch am Ende löst sich das Ganze so unbedeutend auf wie in einer schwarzen Komödie. Das ist zu wenig für einen Regisseur wie Werner Herzog."

05. September 2009 | Kritik •

Es ist eine Paraderolle für Nicolas Cage, schreibt Christina Tillmann. Hier "stürzt er sich, wie schon in Leaving Las Vegas, in die Höllenfahrt eines Abhängigen, den verzweifelten Kampf gegen den Selbstverlust – einschließlich schlussendlicher Rettung durch die Prostituierte Frankie (Eva Mendes). Eine finstere Fahrt durch die menschliche Nacht, ein klassischer Genrefilm, dem Werner Herzog seinen unverkennbaren Stempel aufgedrückt hat, in der düsteren Sicht auf menschliche Abgründe, auf Verzweiflung und das, wozu sie den Menschen treibt."

05. September 2009 | Kritik •

Fulminant nennt Dominik Kamalzadeh das Remake. "Werner Herzog versetzt die Handlung in die vom Hurrikan "Katrina" verwüstete Stadt. Wie in einem dieser verworrenen Films noirs der 1940er ist die Lösung des Kriminalfalls fast Nebensache: Er dient mehr als Gitter, durch das man in die Katakomben der Drogenkriminalität hinabsteigt, die wie in der US-Serie The Wire die unterschiedlichsten Milieus durchdringt. Leguane und Alligatoren sind die einzig unbeteiligten Zeugen in diesem Sumpf. Den Part des moralisch kaum gefestigten Helden McDonagh (vormals Harvey Keitel) hat Nicolas Cage übernommen, der hier - entgegen allen Befürchtungen - eine der stärksten Performances seit langem abliefert."

04. September 2009 | Kritik •

Michael Althen stellt fest: Dies "ist natürlich schon ein Remake, insofern es die Situation des Helden kopiert, Teile der Geschichte und Szenen verwendet, aber es ist natürlich auch kein Remake, weil es mit dem Geist des Originals nichts zu tun hat. ... Trotzdem ist es ein ganz ordentlicher, atmosphärisch dichter, manchmal gar exzentrischer Polizeifilm, in dem Nicolas Cage eine Zeitlang der Herausforderung fast gewachsen ist - ehe dann doch alles zur Karikatur wird. Das, was Nicolas Cage spielt, und das, was Werner Herzog anstellt. Denn im Remake endet der Höllensturz jäh, und wie in einer Parodie auf die Zwänge Hollywoods wendet sich plötzlich alles zum Guten: Der Held löst den Fall, die Prostituierte wird schwanger, die Alkoholiker werden trocken . . . und alle Menschen werden Brüder."

04. September 2009 | Kritik •

Peter Zander empfiehlt dem Regisseur, das Werk einfach anders betiteln. "Dann würde es als achtbarer, wenn auch routiniert gedrehter Cop-Film durchgehen. So aber muss man es an Abel Ferrara messen, mit dem es wenig mehr gemein hat als den Titel und den Produzenten (Edward G. Pressman). Verglichen mit den Abgründen, die sich bei Abel Ferrara auftaten, operiert Werner Herzog nur im Souterrain. Und während Harvey Keitel sich seiner Figur damals schamlos auslieferte, unterwirft Nicolas Cage sie nur seinen darstellerischen Manierismen. Kaum zu erahnen, was Werner Herzog daran gereizt haben mag."

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