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THE ROAD

THE ROAD

Regie John Hillcoat
Kinostart 07.10.2010
Genre Science Fiction, Drama

Kritiken • THE ROAD

17. September 2010 | THE ROAD • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Robert Zimmermann ist überaus angetan. "Dass THE ROAD (THE ROAD Trailer) als Kammerspiel zwischen Vater und Sohn so dicht und so überzeugend funktioniert, verdankt der Film zu einem großen Teil der enormen schauspielerischen Leistung von Viggo Mortensen, dem die Gratwanderung zwischen Verzweiflung, Selbstaufgabe, Mobilisierung und Verteidigung des Menschlichen derart überzeugend gelingt, dass sein psychischer Ausnahmezustand für den Zuschauer geradezu physisch spürbar wird."

12. Oktober 2010 | THE ROAD • Kritik • wieistderfilm.de

"So gibt es ein paar Eindrücke aus der bunteren Zeit vor dem Weltuntergang und man kann einige Szenen mit Charlize Theron genießen, das wohl einzige Schöne im Film. Doch da die Geschichte sich konsequent einer Erklärung der apokalyptischen Ereignisse verweigert, sind diese ganzen Andeutungen sogar eher unsympathisch, denn wer A sagt, soll auch B sagen. Weniger diskutabel ist immerhin die Musik von Nick Cave und Warren Ellis, die einen zum Setting passenden Ton zwischen Zurückhaltung und Emotionalität trifft."

07. Oktober 2010 | THE ROAD • Kritik • Die Tageszeitung

Andreas Busche lobt den Regisseur, aber wenn er "dennoch nicht zum Herzen des Romans vorstößt, so mag das daran liegen, dass er sich etwas zu sklavisch an die Vorlage hält. McCarthys Prosa besitzt eine eigene filmische Qualität, die Dichte seiner mythisch aufgeladenen Sprache ist besonders anfällig für die Vereindeutigung des Filmbildes. Was im Roman gravitätisch anmutet, sieht im Kino schlimmstenfalls pittoresk aus. THE ROAD (THE ROAD Trailer) kann diese gefühlte Leere bis zum Schluss nicht kompensieren. Ob es an der Ausweglosigkeit der Geschichte liegt oder der peniblen Werktreue Hillcoats, lässt sich mit letzter Gewissheit nicht sagen."

07. Oktober 2010 | THE ROAD • Kritik • Frankfurter Rundschau

Im Herzen des Films, der Vater-Sohn-Geschichte, brennt die Flamme hell und klar – trotz oder gerade wegen ihrer einfach gestrickten Sentimentalität, schreibt Michael Kohler. "Bei den "großen" Szenen ist John Hillcoat immer ein bisschen hinten dran: den Begegnungen mit den Menschenfressern fehlt das Pathos des Entsetzens, und die Abgründe, in die Vater und Sohn in einem von Kannibalen bewohnten Landhaus hinabsteigen, müssten einem eigentlich noch nach dem Abspann in den Gliedern hängen. Gelungener sind die kleinen Momente: Wenn sich die Wanderer in Totendecken wickeln, um nicht zu erfrieren, oder Viggo Mortensen aus reinem Selbsterhaltungstrieb den Ehering vom Finger streift."

07. Oktober 2010 | THE ROAD • Kritik • perlentaucher.de

Nikolaus Perneczky sah mit THE ROAD (THE ROAD Trailer) "eine zweischneidige Angelegenheit: Zugleich polierter, mit konservativer Sorgfalt ausgeführter Hollywoodfilm und Kampfplatz widerstrebender Gestaltungsebenen, auf dem Ausstattung und Schauspiel, Welt und Narration, Bilder und Töne einander als unversöhnliche Feinde gegenüberstehen - da kann John Hillcoats Hofmusiker Nick Cave so viele Streicher drüberschmieren, wie er will."

07. Oktober 2010 | THE ROAD • Kritik • Der Spiegel

Apokalypse mau ist die Romanverfilmung für Daniel Sander. Das Filmteam versucht "versucht, so nah wie möglich am Buch dran zu bleiben und doch ein bisschen weniger grausam zu wirken, dem Zuschauer nicht ganz so viel zuzumuten. Einige der besonders grimmigen Szenen aus dem Buch werden im Film nur angedeutet, wofür man durchaus dankbar sein kann: Es ist eine Sache, von den am Wegesrand entdeckten Überresten eines gerösteten Kleinkinds zu lesen, aber eine andere, es in Großaufnahme vor Augen geführt zu bekommen. Die etwas bunteren Sequenzen (also die Rückblenden, in denen auch die Ehefrau auftaucht, hier in Gestalt von Charlize Theron) werden dagegen so lang wie möglich ausgespielt, was willkommene Ablenkung schafft, aber die Geschichte nicht gerade voran bringt."

06. Oktober 2010 | THE ROAD • Kritik • Berliner Zeitung

Hier lässt sich der Weltuntergang ohne schlechtes Voyeurismus-Gewissen schwelgerisch genießen, meint Sabine Vogel. "Die Bösen sind die anderen, die jene ominöse Katastrophe überlebt haben. Sie rasen in archaischen Madmax-Lastwagen durch die verwüstete Gegend; sie haben Waffen und Tätowierungen, sind zu Kannibalen und Barbaren verroht. Ausgehungerte, selbst vor Angst deformierte Monster, die Babys am Spieß grillen. Das ist manchmal schon ein wenig übertrieben spannend. Aber "Horror ist Stoizismus mit Geschmack am Spektakel", schrieb Michael Chabon schon über McCarthys Endzeit-Abenteuerroman."

06. Oktober 2010 | THE ROAD • Kritik • schnitt.de

Gefälliges Popcorn-Kino wird John Hillcoat wohl nie produzieren – und das ist auch gut so, findet Patrick Hilpisch. THE ROAD (THE ROAD Trailer) "hinterläßt ein durchdringendes Gefühl von Unbehagen. Die inszenatorische Wucht, mit der John Hillcoat Ausweglosigkeit und Ratlosigkeit auf die Leinwand wirft, erinnert an die Dystopien des New Hollywood. Ebenso wie die entsprechenden Regisseure in den 1970er Jahren, bietet John Hillcoat durch seinen Umgang mit dem Genre und seine unbedingte Konzentration auf unbequeme Wahrheiten eine dringend notwendige Alternative zum derzeitigen Sci-Fi-Kino Hollywoods an. Anstatt auf oberflächliches Spektakel und Effekte setzt der Regisseur auf tiefgreifende Emotion und Atmosphäre – und reiht auf diese Weise eine werkgetreue und brillante Adaption eines Klassikers der modernen amerikanischen Literatur in seine Filmographie ein."

01. Februar 2010 | THE ROAD • Kritik • The Road

Überblick zum Film auf moviepilot.de

07. Januar 2010 | THE ROAD • Kritik • Der Tagesspiegel

Christiane Peitz stellt fest: "Wer den Roman nicht gelesen hat, den lässt der Film seltsam gleichgültig. Wer ihn gelesen hat, kann ihn im Kino nicht vergessen. Die Erinnerung an die Lektüre überlagert die Bilder, anders als bei NO COUNTRY FOR OLD MEN (NO COUNTRY FOR OLD MEN Trailer), der oscarprämierten McCarthy-Verfilmung der Coen-Brüder von 2007. John Hillcoats Ehrfurcht vor der Vorlage ist groß, zu groß. Gute Literaturverfilmungen setzen ihren Vorlagen eine eigene Bildgewalt entgegen, messen ihre Kräfte an denen der Worte. Ohne Respektlosigkeit ist das nicht zu haben."

05. September 2009 | THE ROAD • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal hätte mehr erwartet: Der Regisseuri beschädigt seine Adaption des Romans durch Kitsch. "Bei postapokalyptischen Stoffen gerät die Sinnfrage an ihre Grenzen. Das hält John Hillcoat nicht aus; sein Kind darf nicht in die Ungewissheit gehen. Ähnlich wie Werner Herzog opfert auch John Hillcoat das metaphysische Obdach seiner Figuren."

05. September 2009 | THE ROAD • Kritik • Die Presse

Christoph Huber ist begeistert. "Hauptsächlich aber gerät das Duo in Gefahrensituationen: Misstrauen und Gewalt regieren, unaussprechliche Schrecken begleiten ihren Weg – der Nahrungsmangel führt zu Kannibalismus, in einem scheinbar verlassenen Haus findet sich eine regelrechte Menschenfleischfabrik im Keller. Das Gegenstück dazu sind bewegende intime Momente der Nähe zwischen Vater und Sohn, in denen dieselben Fragen positiver gestellt werden: Was ist Humanität im Angesicht der totalen Katastrophe? John Hillcoats bemerkenswert bebilderter, grandios gespielter Film spielt die Frage mit erstaunlicher Konsequenz durch, auch wenn sein vom Roman abweichender Schluss mancherorts kritisiert wurde."

04. September 2009 | THE ROAD • Kritik • Die Tageszeitung

Cristina Nord konnte kaum hingucken. Der Film geht "insgesamt recht sparsam vor, Gore-Effekte werden verhalten eingesetzt. So viel Spannung sich in einzelnen Verfolgungsszenen auch aufbauen mag, so ist die Grundhaltung von THE ROAD (THE ROAD Trailer) doch eher ruhig, gedämpft wie die Farbpalette. Dieser Mangel an Zuspitzung und Dramatik lässt Raum für fundamentale Reflexionen: Was macht das Leben, was macht einen Menschen aus? Wie viel Widrigkeiten lassen sich aushalten? Und wie ist es, in einer so feindlichen Welt aufzuwachsen?"

04. September 2009 | THE ROAD • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte hat sich nicht ganz überzeugen lassen. "Vor allem Hauptdarsteller Viggo Mortensen trägt den Film in der wohl besten Leistung seiner Karriere, doch die moralische Aussage wirkt zusehends aufdringlich. Immer wieder buhlt der Film um Anteilnahme. Der Hauptverantwortliche dabei ist Nick Cave: Seine Filmmusik erinnert an die endlosen harmoniesüchtigen Meditationen der Taizé-Kirche."

04. September 2009 | THE ROAD • Kritik • Der Standard

Dominik Kamalzadeh ist begeistert von dem Film. Dem Regisseur "gelingt es, die fragile Balance der Romanvorlage, die sich zwischen Stillstand und eruptiven Ausbrüchen bewegt, sehr überzeugend auf die Leinwand zu übertragen. Der Film muss sich nicht zwischen einem Überlebensdrama und der Erzählung von metaphysischer Not entscheiden, er darf beides zugleich sein. Episodisch schreitet die Handlung voran, verdichtet sich in Gefahrensituationen und findet vor allem im Zusammenspiel von Vater und Sohn Momente bebender Zärtlichkeit - ohne sich aber im Pathos zu verlieren. Am Ende dieses lichtarmen, monochrom grauen Films - nur wenige traumähnliche Flashbacks sind in Farben gehalten -, hat man seine Wahrnehmung ganz auf Endzeit umgestellt."

04. September 2009 | THE ROAD • Kritik • Nordkurier

Barbara Schweizerhof kann THE ROAD (THE ROAD Trailer) nicht viel abgewinnen. Der Zuschauer weiß "in jedem Moment genau, was er zu empfinden hat: Furcht und Schrecken angesichts der fragilen Natur des Menschen. Auch dieses Katastrophenszenario hat man im Kino schon zu oft gesehen, als dass man sich darüber noch richtig erschrecken könnte."

04. September 2009 | THE ROAD • Kritik • film-dienst

Laut Felicitas Kleiner stellt sich in THE ROAD (THE ROAD Trailer) die Frage, "was Menschsein ausmacht oder ausmachen sollte. Hierin bleibt John Hillcoat sich auch in einem Genrefilm treu, der (vor allem am Ende) durchaus hollywood-affiner ist als The Proposition. Der Film lebt nicht zuletzt von der erschreckenden grausigen Beiläufigkeit, mit der er sein Schreckensszenario erkundet: ohne seine Gräuel auszuschlachten und Gefahrensituationen bis zum äußersten Thrill auszureizen, aber auch ohne dem Zuschauer oder den Figuren (über weite Strecken) eine Hoffnung, ein Ziel, eine Aussicht zu eröffnen, die beim Durchstehen der Nöte helfen könnte."

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