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BAARIA

BAARIA

Regie Giuseppe Tornatore
Kinostart 29.04.2010
Genre Drama

Kritiken • BAARIA

26. April 2010 | BAARIA • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Neben italienischer Familien- und Landesgeschichte ist BAARIA (BAARIA Trailer) zugleich ein bildgewaltiges Porträt landschaftlicher Schönheit, schreibt Jan van Helt. "Nie entfernt sich der Film von der nordsizilianischen Heimat des Regisseurs, und auch den Ort selbst taucht Giuseppe Tornatore in ein mildes Licht, verlegt die Handlung zumeist auf die ausgedehnte Hauptstraße und die charmante Piazza vor der Kirche. In BAARIA (BAARIA Trailer) verbinden sich diese lebhaften, oft hektischen Bilder mit den ruhigen und langen Einstellungen der malerischen Landschaft zu einer unwirklichen Komposition mediterranen Zaubers."

01. März 2010 | BAARIA • Kritik • Baarìa

Überblick zum Film auf moviepilot.de

04. September 2009 | BAARIA • Kritik • Frankfurter Rundschau

Die Nostalgie des Film gilt laut Daniel Kothenschulte "einem sonnigen Sizilien, in dem nur ganz entfernt einmal ein paar Mafia-Schüsse verhallen. Und sie gilt - Berlusconis marktbeherrschender Medusa-Filmkonzern hat ein großes Herz - sogar der kommunistischen Partei. Doch obwohl Politik die treibende Kraft im Leben des fünffachen Familienvaters Peppino im Nachkriegsitalien sein soll, kommen ihre Inhalte nicht vor. Dazu passt, dass Enno Morricone offenbar Schuberts Ave Maria nicht aus dem Ohr ging, als er den überzuckerten Soundtrack komponierte."

04. September 2009 | BAARIA • Kritik • Der Standard

Aufwändig-opulent nennt Dominik Kamalzadeh den Film. "Die Ode an die sizilianische Stadt Bagheria, die hier entlang der (Familien-)Chronik eines Hirten entworfen wird, rast hektisch polternd durch das 20.Jahrhundert, ohne eine dramatische Linie zu finden. Und so gerät der Film zunehmend zu einer Feier des prallen Lebens der Inselbewohner, dem weder die Verwerfungen der Mafia noch die der Geschichte etwas anhaben können."

04. September 2009 | BAARIA • Kritik • film-dienst

Wie Felicitas Kleiner feststellt, will der Film "zu viel erzählen: vom Faschismus und dem Krieg, vom kargen, handwerklich-bäuerlichen Leben, von Hunger und sozialer Ungerechtigkeit, vom Kommunismus, Familienbeziehungen, der Liebe, den Träumen und Enttäuschungen, von Sizilien, seiner Mentalität und seinen Mythen, schließlich auch noch vom Kino selbst. BAARIA (BAARIA Trailer) reißt, indem er das Leben von Vater, Sohn und Enkel einer Schäferfamilie von den 1930er-Jahren bis in die 1980er-Jahre Revue passieren lässt, all diese Themen an, bleibt aber überall nur an der Oberfläche und lässt zu viele Fäden der Erzählung lose im Ungefähren enden."

03. September 2009 | BAARIA • Kritik • Der Tagesspiegel

Ziemlich unpolitisch findet Christina Tillman den Film. "Mussolini und die Mafia, Studentenrevolte und der Kampf der Partita Communista gegen die Democrazia Cristiana, das ist genug politischer Stoff, wie ihn Filme wie LA MEGLIO GIOVENTU oder CENTO PASSI, GOMORRHA (GOMORRHA Trailer) oder IL DIVO in den letzten Jahren erfolgreich aufgegriffen und damit das italienische Kino aus der Bedeutungslosigkeit zurückgeholt haben. Dieser hier, der erste italienische Eröffnungsfilm in Venedig seit fast zwei Jahrzehnten, ist eher nostalgisch ausgefallen, der liebevoll-gemächliche Erinnerungsfilm eines Regisseurs, dessen Sache politischer Furor noch nie recht war."

03. September 2009 | BAARIA • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal ist enttäuscht. "Denn ungeachtet der politischen Kämpfe, die in diesem Film eher angedeutet als ausgefochten werden zwischen Kommunisten auf der einen und den Grundbesitzern und der Mafia auf der anderen Seite, wirkt es bei Guiseppe Tornatore nämlich ganz so, als könnte sich auch jemand wie Berlusconi auf diese Sicht verständigen: Ganz nett eigentlich, dieses italienische Volk. Bezaubernd schöne Menschen, so temperamentvoll und dabei so voller Gemeinschafts- und Familiengeist. Manchmal sind sie ein wenig eigen. Und dass sie sich gegenseitig die Köpfe einschlagen, gehört eben irgendwie dazu."

03. September 2009 | BAARIA • Kritik • Die Presse

Christoph Huber sah einen belanglosen Bilderbogen. "Es bleibt fauler Zauber. In nostalgischer Schwelgerei – selbst bittere Armut ist in goldglänzendes Licht getaucht – hat Guiseppe Tornatore vergessen, eine Geschichte zu erzählen. Stattdessen wird in Vignetten zu Ennio Morricones virtuos aufschäumender Orchestermusik ein Klischee ans andere gereiht: So hat man am Ende nicht das Gefühl, eine 50 Jahre umspannende Familienchronik gesehen zu haben, sondern 50 Trailer dafür."

03. September 2009 | BAARIA • Kritik • Die Tageszeitung

Christina Nord findet nicht viel Gutes an dem Film. "Magischer Realismus, Schelmenstück und Politchronik mischen sich zu einem süßlichen Spektakel, das möglicherweise die Honoratioren am gestrigen Eröffnungsabend beglückte, sonst aber nicht weiter der Rede wert ist. Dass BAARIA (BAARIA Trailer) einer von insgesamt vier italienischen Wettbewerbsbeiträgen ist, wird als ein strategischer Schachzug erachtet. Ist die italienische Filmindustrie erst einmal besänftigt, kann Marco Mueller machen, was er will."

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