| Regie | Dito Montiel |
| Kinostart | 10.09.2009 |
Rochus Wolff hätte mehr erwartet. "Letztlich scheitert Fighting (
) daran, dass er trotz aller Bemühungen in dieser Richtung und aller Abkehr von genretypischer Action seine Figuren und ihre Beziehungen zueinander nicht überzeugend und konsequent entwickeln kann. Selbst Shawns letzter Gegner, Evan Hailey (Brian J. White), mit dem ihn eine traumatische Vergangenheit verbinden soll, kann in der Funktion als Nemesis nicht überzeugen; immerhin widersteht White erfolgreich der Versuchung, Hailey als reines Abziehbild des Bösen zu zeigen. So platt ist Fighting (
) dann eben doch in keinem Moment."
Nils Bothmann ist komplett enttäuscht. "Leider will der unheimlich schlecht geschriebene Film anstelle eines Prügelfilms anscheinend ein Drama sein, und da hapert es dann an allen Ecken und Enden. Dialoge auf Grundschulniveau nehmen hier jeden Anflug von Ernst, Plotlöcher tun sich bei jeder Gelegenheit auf: Mit nur lediglich zwei knapp gewonnenen und einem abgebrochenen Kampf steigt der Held direkt zum größten Champion des New Yorker Straßenkampfes auf, zu Beginn des Films hat er noch eine Wohnung, um dann ohne weitere Erklärung ein paar Szenen später obdachlos zu sein."
Alexandra Seitz kümmert es wenig, dass "Channing Tatum in der Rolle Seans schauspielerisch etwas zu wünschen übrig lässt? Dafür agiert er umso überzeugender in den Kampfsequenzen, die sich wohltuend von den zur Regel gewordenen, hässlich unübersichtlichen Schnitt-Gemetzeln abheben. Und ohnehin strahlt im Herzen dieses Films Terrence Dashon Howards wahrhaft inspirierte Darstellung des Harvey Boarden als eines tapfer gegen alle Widrigkeiten an seiner Würde, an seiner Menschlichkeit und an seinem Aktenkoffer festhaltenden kleinen Mannes, der einstmals große Träume hegte. Eigentlich wäre ihm und den anderen Verlierern, denen die Metropole die provinziellen Hoffnungen zerstörte, der Ritt in den Sonnenuntergang durchaus zu gönnen."
Linksammlung zum Film.