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A SINGLE MAN

A SINGLE MAN

Regie Tom Ford
Kinostart 08.04.2010
Genre Drama, Melodram

Kritiken • A SINGLE MAN

22. Februar 2010 | A SINGLE MAN • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Felix von Boehm ist enttäuscht. Die Filmemacher sparen "nicht an gefühlsschwangerer Musik, weichgespülten Großaufnahmen von blauen Knabenaugen und roten Frauenlippen und bunt gefärbten Rückblenden, in denen der adonisgleiche Jim im knappen Matrosenhemd am Tresen einer kalifornischen Bar steht oder ganz ohne Hemd zurückgestreckt auf Felsenklippen schläft. Bei aller fotografischen Pointiertheit und der recherchierten Arbeit des Kostüm- und Ausstattungsdepartments bleiben diese gemäldegleichen Bilder leer und bedeutungslos, denn die Geschichte, die A SINGLE MAN (A SINGLE MAN Trailer) eigentlich erzählen könnte, gerät darüber in Vergessenheit."

22. Dezember 2010 | A SINGLE MAN • Kritik • wieistderfilm.de

"A SINGLE MAN (A SINGLE MAN Trailer) ist melancholisch, schön und traurig. Im Grunde genommen ist da kaum eine wirkliche Handlung; man taucht einfach nur in die tragische Gefühlswelt der Hauptfigur ein, und das obwohl gerade diese sehr verschlossen ist. Darin liegt auch die Magie des Films. Ein hübsches Experiment. Man muss nur noch für sich selbst herausfinden, ob Tom Fords Ästhetisierung des Stoffs einen komplett in den Bann zieht oder eher einen unangenehmen Beigeschmack hinterlässt."

09. April 2010 | A SINGLE MAN • Kritik • Der Spiegel

Urs Jenny entdeckt Vorbilder. "Natürlich weist Tom Fords betont subjektiver, assoziativer Erzählstil auf die beiden Filmemacher seiner Generation hin, deren Ästhetik sich selbst gern auf jene Melodramen bezieht: Pedro Almodóvar und Wong Kar-wai. Tom Ford ist (zusammen mit seinem Kameramann Eduard Grau) etwas zu stolz auf den Einfall, synchron mit der Gemütsverfassung des Helden die Farbigkeit der Bilder zu variieren: bald auf Grau-in-grau heruntergedimmt, bald knallbunt erblühend. A SINGLE MAN (A SINGLE MAN Trailer) ist sehr schön, doch manchmal wird Tableau um Tableau mit so schönheitssüchtigem Perfektionismus zelebriert, dass der Film zum Werbefoto für sich selbst erstarrt."

08. April 2010 | A SINGLE MAN • Kritik • Der Tagesspiegel

Sebastian Handke hat sich von A SINGLE MAN (A SINGLE MAN Trailer) überzeugen lassen. "Tom Ford dehnt und rafft die Zeit, verweilt in Augenblicken und Eindrücken, setzt alles so zusammen, dass sich ein fast hypnotischer flow einstellt ... Es gibt Szenen, da geht Tom Fords Wille zum Arrangement mit ihm durch. Eine Schwarz-Weiß-Rückblende etwa, Jim und George gemeinsam am Strand, gefällt sich sehr in ihrer Werbeästhetik, fällt aber unschön aus dem Fluss der Bilder heraus. Solche Brüche, wenn das Kunstvolle ins Geschmäcklerische kippt, sind die größte Gefahr des Films. Zum Glück gibt es davon nur wenige, und sie fallen kaum ins Gewicht."

08. April 2010 | A SINGLE MAN • Kritik • Der Freitag

Für Matthias Dell ist der Film ein schöner. "Nicht sonderlich überraschend legt Tom Ford streng Wert auf eine Dekoration, die den formvollendeten Chic der frühen sechziger Jahre strahlen lässt wie in einem Kostümfilm (Ausstattung: Amy Wells, die für die Serie Mad Men gearbeitet hat). Die Präzision, mit der A SINGLE MAN (A SINGLE MAN Trailer) seine Zeit entwirft, reicht bis zu dem erblindenden Spiegel im Haus von Charley. In einer Welt, die vom Sehen und Gesehenwerden handelt – das Motiv des Auges bis hin zum Breitwandplakat für Alfred Hitchcocks PSYCHO zieht sich durch den Film –, braucht es kein Gegenüber mehr."

08. April 2010 | A SINGLE MAN • Kritik • Die Zeit

Anke Leweke ist begeistert. "Man muss sich anschauen, wie Colin Firth diesen Helden mit britischem Minimalismus spielt. Je unbewegter seine Züge, desto beredter werden seine Augen. Manchmal scheinen sie nur noch nach innen zu blicken und den Geliebten zu sehen. Wir werden Zeugen einer schauspielerischen Quadratur des Kreises: einer Anwesenheit, die eine fast physisch erfahrbare Abwesenheit verkörpert. Und so ist A SINGLE MAN (A SINGLE MAN Trailer) bei aller Trauer eben doch auch und vor allem ein Film über die schmerzliche Schönheit der Liebe."

08. April 2010 | A SINGLE MAN • Kritik • perlentaucher.de

Ekkehard Knörer kann dem Film nicht viel abgewinnen. "Zu behaupten, dass A SINGLE MAN (A SINGLE MAN Trailer) ein Ausstattungsfilm sei, wäre eine kolossale Untertreibung. Man würde sich, sieht man dieses Machwerk, nicht wundern, hätte Tom Ford höchstpersönlich jeden einzelnen Grashalm in einem nach langem Hin und Her endlich gewählten Grünton von Hand angemalt. Der Vorwurf ist arg naheliegend, es hilft aber nichts: A SINGLE MAN (A SINGLE MAN Trailer) ist schlicht und einfach zu Tode designt."

07. April 2010 | A SINGLE MAN • Kritik • Die Tageszeitung

Exzess und Ermüdung sind oft nur eine Einstellung weit voneinander entfernt in Tom Fords Regiedebüt A SINGLE MAN (A SINGLE MAN Trailer), schreibt Andreas Busche. "Der Film ist überwiegend in desaturierten Farben gehalten, eine schöne Metapher für die emotionale Ermattung Georges. In vereinzelten Momenten von Leidenschaft nehmen die Farben aber eine Technicolor-artige Sättigung an, und das hat dann nicht nur etwas Rauschhaftes. Es ist auch beruhigend zu sehen, dass George im Kontakt mit seinen Mitmenschen, meist jungen Burschen mit Alabasterkörpern, immer noch zu solchen Gefühlsregungen fähig ist."

07. April 2010 | A SINGLE MAN • Kritik • Der Tagesspiegel

Sebastian Handke ist begeistert. A SINGLE MAN (A SINGLE MAN Trailer) "erschöpft sich nicht in Stil und Stimmung. So schön die Bilder auch sind, so konzentriert und elegant, ja fast streng ist dieser delikate Film als Ganzes. Jede Begegnung hat ihre Bedeutung, jedes Wort seinen Platz, jede Rückblende ihren Anlass und ihre Bestimmung. Sechs Monate habe man allein mit dem Schneiden des Filmes verbracht, sagt der Regisseur, der auch das Drehbuch schrieb. Man sieht es."

07. April 2010 | A SINGLE MAN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Tom Fords Farbdramaturgie mag laut Michael Kohler "etwas banal sein, doch sie besitzt die Überzeugungskraft der reinen Oberfläche. George wärmt sich am Feuer der eigenen Sichtbarkeit, das einer seiner Studenten in ihm entfacht, wobei noch einmal deutlich wird, wie sehr George die Schönheit als sichere Zuflucht vor der Trostlosigkeit der Welt braucht. Mit dem britischen Schauspieler Colin Firth hat Tom Ford zudem den denkbar besten George-Darsteller gefunden. Man würde nicht vielen Schauspielern abnehmen, dass ihre von Trauer überschattete Existenz allein von einem kunstvoll gebundenen Windsorknoten zusammengehalten wird."

11. Februar 2010 | A SINGLE MAN • Kritik • nzz.ch

Susanne Ostwald ist beeindruckt von Tom Fords Filmdebüt. "Doch wer kühlen Oberflächenglanz erwartet hat, sieht sich nun mit seinem Débutfilm A SINGLE MAN (A SINGLE MAN Trailer) einem komplexen und zutiefst berührenden Drama gegenüber, das von erstaunlicher Souveränität und Geschlossenheit ist. Und so wurde auch Fords Film verdientermassen in Venedig prämiert: Sein Hauptdarsteller Colin Firth wurde als bester Schauspieler ausgezeichnet und ist auch für einen Oscar nominiert."

09. Februar 2010 | A SINGLE MAN • Kritik • Der Tagesanzeiger

Der Modemacher Tom Ford kredenzt mit seinem Debütfilm A SINGLE MAN (A SINGLE MAN Trailer) wunderschönes schwules Retrokino zum Durchweinen – mit einem überragenden Colin Firth in der Hauptrolle, wie Simone Meier begeistert schreibt. Dies ist "eine grosse, ernste, tragisch zerrüttete und doch auch frivole Rolle. Eine, die von Colin Firth zuweilen eine solche Härte gegen sein weit weicheres altes Leinwand-Ich verlangt, dass man sein Gesicht gar nicht wiedererkennt. So gross ist das, dass einem allein schon Colin Firth' Spiel vor Staunen das Wasser in die Augen treibt, von der Geschichte ganz zu schweigen."

11. September 2009 | A SINGLE MAN • Kritik • cineman.de

"Um die innere Leblosigkeit im Gegensatz zur zwischendurch neu entflammenden Lebensfreude der Hauptfigur George sichtbar zu machen, arbeitet Tom Ford mit Farben und Licht. So ist ein ganz klarer Kontrast zwischen den beiden Gefühlslagen auszumachen. Ist im deprimierten Gemütszustand alles schlicht in Braun, Grau und Weiss gehalten, wird in den positiven Momenten alles etwas farbiger, lebendiger. Dies kann mit der Zeit als nervig empfunden werden, denn besonders zu Beginn des Films hat man das Gefühl, dass vielleicht mit der Filmkopie etwas nicht stimmen könnte. Einige Rückblenden sind in Schwarzweiss und erinnern (ob unbeabsichtigt oder nicht) an eine frühere Campari-Werbung."

11. September 2009 | A SINGLE MAN • Kritik • outnow.ch

"Vor allem die jüngeren Darsteller sehen allesamt wie Models aus und sind auch so gestylt, als würden sie für eine bestimmte Hosen- oder Haarspraymarke werben. Was aber nicht bedeuten soll, dass sie nicht glaubwürdig rüberkommen. Allen voran jedoch glänzt Colin Firth in der Rolle des homosexuellen Professors. Fazit: Wer Colin Firth mag und sich mal ansehen will, was ein Modedesigner in seinem Erstling auf die Grossleinwand bringt, ist mit A SINGLE MAN (A SINGLE MAN Trailer) gut bedient."

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