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SOUL KITCHEN

SOUL KITCHEN

Regie Fatih Akin
Kinostart 24.12.2009

Kritiken • SOUL KITCHEN

12. November 2009 | SOUL KITCHEN • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Maurice Lahde ist irgendwie enttäuscht. Als Zuschauer muss er die Regler mit dem Film synchron hochdrehens, "um nicht hinausgeworfen zu werden. Um nicht irgendwann jedes Element – bis hin zum Soundtrack und den in stylisher Schrift dargebotenen Credits – als Ausrufezeichen und Ankumpelung zu empfinden. Der kritische Punkt ist hier vielleicht erreicht, wenn Koch Shayn der Nachspeise ein Aphrodisiakum beimengt und Zinos’ Abschiedsparty zum Rudelvögeln ausartet. Nicht, weil die Szene klamottig und schlüpfrig ist – dagegen wäre nichts zu sagen –, sondern weil sie ihr das selbstzweckhafte Etikett "Ich darf das, also mach ich das" so offensichtlich anhängt."

23. Dezember 2009 | SOUL KITCHEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Jan Schulz-Ojala will der Film allen Spaß machen. "SOUL KITCHEN (SOUL KITCHEN Trailer) ist eine immer wieder wunderbar an- und aufrührende, meistens aber extrem lustige Achterbahnfahrt durch das Kino überhaupt, mit irre viel toller Musik von Hans Albers über Uraltsoul bis Jan Delay, ein Weihnachtsfilm für Weihnachtshasser, ein Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Winterfilm für alle, die alle Lebensjahreszeiten lieben und, bevor's jetzt gleich zu feierlich wird, eine brüllend laute Schmerzensklamotte. Mein Gott, was wird gebrüllt in SOUL KITCHEN (SOUL KITCHEN Trailer)!"

23. Dezember 2009 | SOUL KITCHEN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Genuss ohne Reue sah Daniel Kothenschulte hier. "Gegenüber SOUL KITCHEN (SOUL KITCHEN Trailer) verhalten sich die meisten Komödien, die man derzeit sehen kann, wie Fast Food. Doch wie in der Kochkunst verbergen sich hinter echten Gaumenfreuden oft komplexe Kompositionen. Man addiert nicht einfach verlässliche Zutaten, sondern arbeitet mit gegenläufigen Reizen, Geschmacksnerven lieben den Kontrapunkt. Fatih Akins kunstvolles Drehbuch beantwortet dieses permanente "Ja-Nein-Ja-Nein" mit einer komödiantischen Achterbahnfahrt voll hinreißender Abwechslungen."

22. Dezember 2009 | SOUL KITCHEN • Kritik • Die Tageszeitung

Die Musik ist schiere Gegenwart und schön noch dazu, lobt Dietrich Kuhlbrodt. "Ich bin in diesen Film reingeraten und jetzt irgendwie Gast in der Soul Kitchen, als ob das mein zweites Zuhaus wär. Schlecht für einen Kritiker. Kollegen haben mich schon früher darauf aufmerksam gemacht, dass man seine Glaubwürdigkeit verliert, wenn man nicht auch was Negatives schreibt. Etwas genügt. Also dann. Ich versuchs. Äh, hm, kommt aber nichts. Tut mir leid."

20. Dezember 2009 | SOUL KITCHEN • Kritik • br.online

Margret Koehler entdeckt die Liebe zum Lokalkolorit und der Soundtrack ist bestes Seelenfutter. "Der Soundtrack, zu dem sich die Schauspieler ihren Lieblings-Soul-Sound aussuchten, verstärkt die intime Atmosphäre und reißt mit. Wenn Hans Albers vom "Letzten Hemd" singt, der Schnee beim Dinner for Two am Heiligabend leise rieselt, dann ist Regisseur Fatih Akin mit seinem leichten und komischen Feelgood-Movie ohne überflüssigen Edelschnickschnack ganz nah an Genuss und (Heimat)Gefühl. SOUL KITCHEN (SOUL KITCHEN Trailer) serviert bestes Futter für die Seele – scharf und schmackhaft."

20. Dezember 2009 | SOUL KITCHEN • Kritik • epd-film

Kai Mihm schaut auf den Koch. "Einem guten Jazzer oder einem Schauspieler gleich ist Shayn ein Meister der Improvisation; er experimentiert mit hergebrachten Formen, verabscheut Augenwischerei und zielt mit seiner Kunst auf die Magengrube ebenso wie aufs Herz – eine Haltung, die auch Fatih Akins Philosophie des Filmemachens beschreiben könnte: SOUL KITCHEN (SOUL KITCHEN Trailer) wirkt trotz mancher Überdrehtheit in keinem Moment aufgesetzt, und der stellenweise slapstickhafte Humor nie bemüht; Fatih Akin gibt keine seiner Figuren je der Lächerlichkeit preis und versteht es, selbst den verrücktesten Situationen eine emotionale Bodenhaftung zu geben, die seine Geschichte davor bewahrt, in einer reinen "Komödienwelt" zu spielen."

20. Dezember 2009 | SOUL KITCHEN • Kritik • film-dienst

Horst Peter Koll ist begeistert. "Souverän und mit untrüglichem Gespür für erzählte Zeit, für Tempo wie für Ruhe, treibt Fatih Akin das filmische Spiel kraftvoll und ausgelassen voran und geleitet durch die Höhen und Tiefen im Leben seiner mitunter selbstverliebten, jammernden und klagenden, sich streitenden und sich versöhnenden Protagonisten, die immer wieder aufstehen, wenn sie am Boden liegen. Das spiegelt, bei aller kinoimmanenten Verrücktheit, hinter den Bildern auch Fatih Akins "basisdemokratische" Grundhaltung, sein Vertrauen in Toleranz und harmonisches Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Rasse und Milieus. Während sich "da draußen" die urbane Geografie unaufhaltsam verändert und soziale Umstrukturierungsprozesse ganze Stadtteile "veredeln", in Wirklichkeit aber die Bevölkerung verändern, setzt Akin auf Refugien wie Freundschaft und Integrität, auf innere "Heimat" als wärmendes Auffangbecken."

20. Dezember 2009 | SOUL KITCHEN • Kritik • schnitt.de

Marieke Steinhoff kann den Film nur empfehlen. "Die Überzeichnungen funktionieren nicht immer, und einige narrative Wendungen sind durchaus vorhersehbar, aber was soll's: Der Soundtrack läßt die Füße wippen, die Kamera umtanzt elegant und dynamisch das hektische Treiben des größtenteils hervorragenden Ensembles, der Schnitt heizt im Rhythmus der Soulmusik das Tempo an, und so funktioniert der Film trotz einiger dramaturgischer Schwächen als schnelle, coole und witzige Komödie, die sich nicht um politische Korrektheit oder intellektuellen Anspruch schert, sondern einlädt zum Mitfeiern und Mitlieben."

11. Dezember 2009 | SOUL KITCHEN • Kritik • Der Spiegel

Der weite Weg eines Einwandererkindes aus Hamburg-Altona in die Glitzerwelt des Erfolgs: Der türkischstämmige Regisseur Fatih Akin rechtfertigt mit seinem neuen Film SOUL KITCHEN (SOUL KITCHEN Trailer) endgültig seinen Ruf als einer der besten Cineasten Deutschlands. Claudia Voigt porträtiert den Filmemacher.

02. Dezember 2009 | SOUL KITCHEN • Kritik • ray-magazin

Fatih Akins Gastrokomödie besticht weniger durch ihre Rezeptur als durch ihr Personal, meint Roman Scheiber. "Führt man sich Fatih Akins gemessen inszeniertes Drama AUF DER ANDEREN SEITE (AUF DER ANDEREN SEITE Trailer) vor Augen, überrascht der wackelige, mitunter auch flapsige Stil von SOUL KITCHEN (SOUL KITCHEN Trailer). Eher als an einen "frechen, schmutzigen Heimatfilm" (Producer's Note) fühlt man sich an die Kungfu-Komödie KEBAB CONNECTION erinnert, für die Fatih Akin das Drehbuch schrieb und die ebenfalls in Hamburg spielt — wenngleich deutlich temporeicher."

01. Dezember 2009 | SOUL KITCHEN • Kritik • programmkino.de

Einmal mehr scheint es Michael Meyns, "dass Fatih Akin exzessives rumgebrülle mit Emotion verwechselt. Kaum eine ruhige Minute gibt es, kaum ein Moment des Innehalten: Es wird sich angeschrieen, gegrölt, emphatisch gestritten. Auf Dauer ist diese Eintönigkeit etwas enervierend, vor allem überschattet sie die interessanten Aspekte des Films: Die Atmosphäre, die Fatih Akin auch hier wieder überzeugend zeichnet, die sympathischen Schauspieler, etliche teils winzig kleine Gastautritte bekannter Hamburger Schauspieler, vor allem aber einen mitreißenden Soundtrack."

01. Dezember 2009 | SOUL KITCHEN • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel findet Kritikpunkte. "Thematisch ist das ein wenig zu beliebig ausgefallen – allerdings ist Fatih Akin ein zu guter Inszenierer, als dass SOUL KITCHEN (SOUL KITCHEN Trailer) nicht doch für ein verhältnismäßig großes Publikum ein ansprechender Film mit einer beachtlichen Darstellerriege geworden wäre. Und einen Preis gab es in Venedig auch schon."

24. September 2009 | SOUL KITCHEN • Kritik • Die Tageszeitung

Für Klaus Irler ist SOUL KITCHEN (SOUL KITCHEN Trailer) "ein Hamburg-Film, weil er in Hamburg-Wilhelmsburg spielt, weil er in Hamburg lebende Schauspieler wie Birol Ünel oder Demir Gökgöl versammelt und die Geschichte einige strukturelle Anknüpfungspunkte liefert."

12. September 2009 | SOUL KITCHEN • Kritik • kinofenster

"Auf einer ernsthafteren Ebene behandelt der Film das Thema der "Gentrifizierung", also der sozialen Umstrukturierung eines Stadtteils. Im Rahmen von Stadtaufwertung und Immobilienspekulation sind die sozialen Biotope in Vierteln, in denen überwiegend Migranten/innen und Künstler/innen leben, immer häufiger bedroht. Der Film lädt ein zur Diskussion über solche Entwicklungen, obwohl oder gerade weil er diese eher frech-ironisch als sozialkritisch beleuchtet. Im Mittelpunkt stehen allerdings die sozialen Werte von freundschaftlichem und familiärem Zusammenhalt, die nicht zuletzt Heimat definieren."

11. September 2009 | SOUL KITCHEN • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal hat Tränen gelacht. "Fatih Akin inszeniert das alles als großes, buntes, swingendes Durcheinander voller Temperamentsausbrüche. Wie sein großer Berlinale-Sieger, das Drama, GEGEN DIE WAND, berstet auch die Komödie SOUL KITCHEN (SOUL KITCHEN Trailer) vor Energie. In Zeiten der Krise ist das zunächst ermutigend: Fatih Akins Filme sagen, dass man keine Angst zu haben braucht vor dem Leben, auch wenn vieles aus dem Ruder läuft. Und im Falle von SOUL KITCHEN (SOUL KITCHEN Trailer) schreckt der deutsch-türkische Regisseur vor rein gar nichts zurück. Ein kaputter Rücken macht zu schaffen? Knochenbrecher-Kemal hilft!"

11. September 2009 | SOUL KITCHEN • Kritik • Die Tageszeitung

Cristina Nord sah die Filmvariante zu den TV-Kochshows. "Fatih Akin inszeniert den Wechsel von Party und Kater, von Chaos und sich wieder einstellender Ordnung hart am Rand der Klamotte. Wenn es im Gebälk der Erzählung knirscht, hilft ihm der Soundtrack weiter. Dazu tragen neben anderen Quincy Jones, Kool & The Gang und Mongo Santamaria bei. Die Figuren zeichnet der Regisseur so schematisch, dass sie ausreichend komödiantischen Mehrwert abwerfen, aber nicht vollständig im Klischee erstarren. Manche Pointen sind bewundernswerter Nonsense, manche vorhersehbar."

11. September 2009 | SOUL KITCHEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Holzhämmer und Knochenbrecher hat Christina Tilmann ausgemacht. "Leise Töne sind Fatih Akins Sache nicht, auch wenn es zarte Liebesszenen gibt in SOUL KITCHEN (SOUL KITCHEN Trailer), Sehnsuchtsmomente, Romantik durchaus, bei den Enten an der Alster und über den Dächern der Speicherstadt. Es ist eine große Zärtlichkeit, die den in Hamburg aufgewachsenen Regisseur treibt: Er sei seiner Heimatstadt noch einen Film schuldig gewesen, erklärt Akin, und es ist, bei allen komödiantischen Anteilen, ein leicht melancholischer Abschiedsblick geworden."

01. August 2009 | SOUL KITCHEN • Kritik • filmz.de

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