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DER INFORMANT!

DER INFORMANT!

Regie Steven Soderbergh
Kinostart 05.11.2009

Kritiken • DER INFORMANT!

18. Oktober 2009 | DER INFORMANT! • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Für Jochen Werner realisiert sich das Werk des Steven Soderbergh in Fußnoten. "Im Grunde findet er eine durchaus angemessene, von allerlei Täuschungsmanövern geprägte Form für die Geschichte einer allmählich auseinanderfallenden Existenz in den Luftschlössern der Lügen und Halbwahrheiten seines Protagonisten. Somit stellt er letztlich, und hier entspricht er dem Werk des Filmemachers insgesamt, eine einigermaßen zwiespältige Angelegenheit dar: Einerseits bleibt er auch in immerhin 108 zwar durchweg amüsanten, jedoch letzten Endes auch einigermaßen beliebigen und gerade im Hinblick auf die politische Dimension des Stoffes niemals so wirklich bissigen Minuten durchaus gehaltlos, andererseits finden sich doch die Konflikte der ästhetischen Postmoderne nachhaltig in seine Oberflächlichkeit eingeprägt."

09. November 2009 | DER INFORMANT! • Kritik • telepolis.de

Als unfreiwillig absurd bezeichnet Rüdiger Suchsland die Komödie. "Auch wenn es vielleicht stimmt, dass man Steven Soderbergh kaum etwas übelnehmen kann, strapaziert er mit diesem Film die Nerven auch seiner echten Fans beträchtlich. Zuviel des Schmunzelhumors, zuviel des Stylings - vielleicht ist Steven Soderbergh ja am Ende doch nicht ganz so gut, wie man gern glauben würde. Oder vielleicht dreht er auch einfach zu schnell zu viele Filme. ... Alles, was einen schon immer an Steven Soderberghs Filme irritiert, mitunter gestört hat, alles was sie trotz ihres Können und gelegentlich aufblitzender Genialität dann auch wieder grundsätzlich langweilig und öde gemacht hat, liegt hier jedenfalls nun offen zutage: Steven Soderbergh will klug sein, ist aber auch ein wenig feige und relativiert sich darum immer selbst."

04. November 2009 | DER INFORMANT! • Kritik • Der Standard

Dominik Kamalzadeh ist durchaus angetan. "Trotz vieler abstruser Wendungen wahrt Steven Soderbergh auf bewundernswerte Weise Transparenz und arrangiert das komplexe Geschehen in flotter Tonlage. Bei aller Stilisierung und ironischer Distanznahme, die manch früherer sozialkritischer Arbeit des Regisseurs ihre Dringlichkeit nahm, bleibt der Mief der Flure der Unternehmenswelt hier ausgesprochen lebensecht - und Verbrechen auf irritierende Weise Teil unserer Normalität."

04. November 2009 | DER INFORMANT! • Kritik • Der Westen

Als gewiefter Buchhaltertyp hat Matt Damon Arnold Hohmann überzeugt; auch für den Regisseur Steven Soderbergh findet der Journalist nur lobende Worte. Seine "Art und Weise, seinen Helden schleichend zu demontieren, zeugt von brillanter Handhabung des Mediums Film. Hier wird auf Grundlage realer Ereignisse mit großem Vorsatz der amerikanische Traum vom tapferen Einzelgänger zerstört, der in diesem Fall eigentlich nur deshalb Kontakt zum FBI sucht, um Nebelkerzen für das eigene Fehlverhalten zu werfen. Selbst die häufig eingesetzte Erzählerstimme der Hauptfigur, sonst ein Vertrauen schaffendes Band zwischen Leinwand und Parkett, verkehrt sich in DER INFORMANT! (DER INFORMANT! Trailer) ins Gegenteil."

01. November 2009 | DER INFORMANT! • Kritik • epd-film

Kai Mihm vergleicht den Film mit denen der Coen-Brüder und kommt zu folgender Erkenntnis. "Die tiefste Erkenntnis des Films besteht darin, dass es nicht immer hehre Motive sind, die einen Mann zum Kämpfer für eine hehre Sache machen. Anderen Regisseuren würde man das durchgehen lassen und sich an den zwei Stunden Entertainment erfreuen, die Der Informant! einem bietet. Bei Steven Soderbergh weiß man indes, dass er es besser kann. Seine oft beschworene Vielseitigkeit geht diesmal nach hinten los: In seinem angestrengten Bemühen, fortwährend Neues auszuprobieren, beschäftigt er sich mit allem ein wenig, aber mit nichts mehr richtig."

31. Oktober 2009 | DER INFORMANT! • Kritik • br-online.de

Margret Koehler lobt den Hauptdarsteller. "Matt Damon, ein Biedermann als Brandstifter, der sich Übergewicht anfuttern musste und durch ein Kassengestell zwinkert, ist in seinem fünften Film mit Steven Soderbergh als sympathischer Psychopath umwerfend – unsicher, durchtrieben und liebevoll, eine in sich funktionierende Mischung. Und die Story passt bestens zur aktuellen Finanz- und Moralkrise. Der echte Whitacre ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden, der Zuschauer sollte es auch sein und sich bei dieser bitterbösen Schweijkiade amüsieren."

29. Oktober 2009 | DER INFORMANT! • Kritik • Die Zeit

Sabine Horst wünscht sich mehr davon. "Matt Damon, als Schauspieler selbst ein Typ ohne ausgeprägte Eigenschaften, präsentiert den Titelhelden in einer tollen Tour de Force als Karrieristen, dem das Gefühl für alles abhandengekommen ist, was sich nicht in Zahlen, als Gewinn verbuchen lässt und dessen Stärke darin liegt, dass ihm seine Störung nicht bewusst ist: Er glaubt sich selbst, was er sagt, und hält sich stets für den Guten. Damit ist er der perfekte Repräsentant eines schizophrenen, heiß gelaufenen Systems der Gewinnmaximierung – die Gestalt gewordene, mit Frühstücksflocken gemästete Psychopathologie des Neokapitalismus."

28. Oktober 2009 | DER INFORMANT! • Kritik • filmsprung.ch

"Nicht nur die Geschichte und die Figur sind speziell. Regisseur Steven Soderbergh, der unter seinem gewohnten Pseudonym Peter Andrews auch für die Kameraarbeit verantwortlich war, wählte einen unverkennbaren Stil. Das Publikum sieht die Ereignisse meistens aus der Position eines Beobachters, der zufällig im Raum anwesend ist. Durch die Verwendung von solchen eher ungewohnten Stil- und Erzählmitteln verleiht Steven Soderbergh der an und für sich gewöhnlichen Geschichten einen ganz ausgefallenen Reiz."

25. Oktober 2009 | DER INFORMANT! • Kritik • Filmbewertungsstelle Wiesbaden

"Steven Soderbergh scheint eine unbändige Lust anzutreiben, dem Zuschauer durch souverän gesetzte Stilmittel wie absurde Dialoge, Filmzitate, eine elegant-ironische Mischung aus 50er Jahre-Tanzorchester, James-Bond-Musik und Country-Swing eine "Gangsterschnurre" vorzusetzen, die durchaus als augenzwinkernder Kommentar zur aktuellen weltweiten Finanzkrise gesehen werden kann. Und manchmal beschleicht einen das Gefühl, der Co-Produzent George Clooney würde gleich um die Ecke kommen. Aber das ist ein anderer Film..."

20. Oktober 2009 | DER INFORMANT! • Kritik • programmkino.de

Die größte Trumpfkarte des Films ist Matt Damon, schreibt Marcus Wessel. "Der Hollywood-Star war vermutlich noch nie so gut. Mit einigen zusätzlichen Kilos, abschreckender Föhnfrisur, Schnurrbart und Buchhalter-Brille verwandelt sich der ansonsten für seine Physis bekannte Damon in einen pummeligen Möchtegern-Agenten. Schon bald vergisst man, dass wir es hier mit demselben Schauspieler zu tun haben, der sich einst als durchtrainierter Geheimagent Jason Bourne um die Nachfolge eines gewissen James Bond bewarb. Umso grotesker erscheint es, wenn der Schreibtischtäter Marc Whitacre plötzlich als "0014" auftritt. Seine Begründung, er sei schließlich auch "doppelt so schlau wie 007", ist mindestens so verrückt wie der gesamte Film."

20. Oktober 2009 | DER INFORMANT! • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel entdeckt Positives. "Steven Soderbergh bringt den Film zum bestmöglichen Zeitpunkt heraus – scheinbare Krise, Krise, Krise überall. Der Routinier hat das durch die Wirklichkeit belegte Drama (90er Jahre) außerdem sehr flüssig und flott inszeniert. Und er wählte sich mit Matt Damon einen Protagonisten aus, der den halbschlauen, verdrückten, spießigen, vom Größenwahn gestreiften Whitacre wirklich glänzend wiedergibt."

08. September 2009 | DER INFORMANT! • Kritik • film-dienst

Felicitas Kleiner macht eine Revision der Genre-Konventionen aus. "Steven Soderbergh entwickelt die auf einem realen Fall beruhende, in den 1990er-Jahren spielende Geschichte als höchst amüsante, "stylische" (Aufmachung und Kostüme erinnern ein bisschen an die 1960-er) Corporate-Crime-Movie-Parodie, in der nicht zuletzt die Kluft zwischen der Handlung im Bild und deren Off-Kommentierung durch Damons Figur (die ein bisschen wie eine Persiflage auf Russell Crowes INSIDER wirkt) für Komik sorgt. "

08. September 2009 | DER INFORMANT! • Kritik • Der Standard

Nicht ganz überzeugt ist Dominik Kamalzadeh. "Der Film, der auf einer wahren Begebenheit beruht, errichtet ein groteskes Lügengebäude, von dem man ständig erwartet, dass es wie ein Kartenhaus zusammenbricht. Dieser Moment der Offenbarung wird jedoch immer wieder geschickt hinausgezögert, als Zuschauer bleibt man in der Gedankenwelt eines notorische Betrügers gefangen, in der die Grenzen zwischen Fakt und erfundenem Material zunehmend verschwimmen."

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