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WÜSTENBLUME

WÜSTENBLUME

Regie Sherry Hormann
Kinostart 24.09.2009

Kritiken • WÜSTENBLUME

25. August 2009 | WÜSTENBLUME • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Sonja M. Schultz ist etwas enttäuscht. "Seine glaubwürdigen Momente hat Wüstenblume (Wüstenblume Trailer) vor allem in Somalia, gedreht wurden sie in Djibouti. Die afrikanischen Darsteller erscheinen nicht wie Charaktere aus bereits bekannten Filmen. Ihre eingestreuten Szenen wirken so ungekünstelt wie Diries Anliegen, auf das zum Ende noch eine Texttafel hinweist: Weltweit werden täglich etwa 6000 Mädchen genitalverstümmelt. Diese politische Schlussnote klingt allerdings, als hätten wir unbemerkt eine arte-Dokumentation über Beschneidungen gesehen. Nicht jedoch diesen Film, der viele sein will, um allen zu gefallen."

24. September 2009 | WÜSTENBLUME • Kritik • Der Spiegel

Dem Film fehlt Mumm, kritisiert Daniel Sander. "Erst gegen Ende zeigt Horman per Rückblende die tatsächliche Beschneidung und Diries späteren leidenschaftlichen Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung. Zu spät bekommt der Film dann eine Traurigkeit und Schwere, die ihm vorher deutlich besser gestanden hätte. Sherry Hormanns Version von WÜSTENBLUME (WÜSTENBLUME Trailer) will alles sein - lehrreich, spannend, lustig, tragisch, unbedingt unterhaltsam - und ist alles nur ein bisschen. Das ist zu wenig."

24. September 2009 | WÜSTENBLUME • Kritik • Die Tageszeitung

Die Lebensgeschichte der Somalierin Waris Dirie gerät hier zum Feelgood-Movie, meint Jan Kedves. "Am entschiedensten vergreift sich der Film aber bei der Schilderung von Waris' Libido: Im Buch verliebt sich Waris gegen Ende in New York in einen schwarzen Schlagzeuger namens Dana. Im Film heißt der Mann Harold Jackson, und Waris trifft ihn gleich zu Beginn bei ihrem ersten Clubbesuch in London. So darf sie sich also den ganzen Film nach einem Wiedersehen sehnen - was nicht nur heißt, dass es für romantisch veranlagte ZuschauerInnen spannend bleibt, sondern auch, dass hier mit einigermaßen plumpen Mitteln der Beweis geführt wird, dass diese genital verstümmelte Frau eben doch eine "richtige" Frau ist."

24. September 2009 | WÜSTENBLUME • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte hat der Film an einen Zusammenschnitt erfolgreicher Komödien erinnert. "Das alles ist belanglos, aber leidlich unterhaltsam, bis in der letzten Viertelstunde der letzte Schleier fällt und aus der Komödie endlich ein Drama zu werden verspricht. Dessen Inszenierung ist indes nicht feinfühliger: In einer dramaturgisch überflüssigen, nachgereichten Illustration erlebt der Zuschauer, wie eine afrikanische Kinderdarstellerin vor der Kamera derart erschreckt wird, dass man dies als Ausdruck der unvorstellbaren Schmerzen der Genitalverstümmelung deuten soll."

24. September 2009 | WÜSTENBLUME • Kritik • Jungle World

Als Globalisierungsmärchen bezeichnet Jürgen Kiontke den Film. "Ruppig und rüde ist der Stil dieser Erzählung des Lebens der Dirie von Beginn an; glänzend bis unmöglich die Verfilmung: Immer in Hetze, atemlos, so dokumentiert dieser oft brüchige und unklare Film diese Geschichte, die ebenfalls voller Brüche und Unklarheiten ist ... man wünscht, die große Verwurstungsmaschine Kino hätte sich hier mal dezent zurückgehalten. Es sind aber gerade solche Stellen der Ungeübtheit, die jene neuen, spröden Filme ausmachen, die nun vermehrt Stoffe aus afrikanischen oder anderen Zonen der Prekarität erzählen."

10. Juli 2008 | WÜSTENBLUME • Kritik • Die Zeit

"Ich bin nicht hier, um anderen zu gefallen" diktiert Frau Diries der Zeit-Journalistin Jana Simon. Wegen Waris Diries Biografie-Verfilmung haben Hunderte Komparsen, Fahrer, Übersetzer in Dschibuti (Somalia) Arbeit für ein paar Wochen. Am Ende des Gesprächs bietet der Präsident ihr seine Jacht an, zum Schnorcheln am Wochenende.

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