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VISION - AUS DEM LEBEN DER HILDEGARD VON BINGEN

VISION - AUS DEM LEBEN DER HILDEGARD VON BINGEN

Regie Margarethe von Trotta
Kinostart 24.09.2009

Kritiken • VISION - AUS DEM LEBEN DER HILDEGARD VON BINGEN

05. September 2009 | VISION - AUS DEM LEBEN DER HILDEGARD VON BINGEN • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Nino Klingler "fühlt sich, als blicke er von außen auf ein autarkes System. Er wohnt Geschehnissen bei, die einer ganz eigenen, schwer zugänglichen Logik folgen. All das entbehrt nicht einer gewissen Faszination, wäre da nicht jener lehrmeisterliche Gestus und die in dieser Hinsicht problematische Verwendung moderner filmischer Ausdrucksmittel: eine hochgradig flexible Kamera, oft von Hand geführt; stockfinstere Passagen mit wenig künstlicher Beleuchtung. Jene deuten aufs Jetzt, der Bildinhalt aufs 12. Jahrhundert. Doch löst sich die Spannung nie produktiv auf, stets bleiben die Zeiten nebeneinander stehen, fließen nicht zusammen."

24. September 2009 | VISION - AUS DEM LEBEN DER HILDEGARD VON BINGEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Als mystisches Biopic bezeichnet Christina Tilmann den Film. "Eine energische, willensstarke Frau – als solche gibt Barbara Sukowa die Hildegard, mit klarem Blick und großer Intensität. Von der Revolutionärin Rosa Luxemburg und der Terroristin Gudrun Ensslin zur Nonne: Einen weiten Weg hat Sukowa in ihren Filmen mit von Trotta zurückgelegt, und doch ist die Unbeugsamkeit allen drei Frauen eigen. Wenn der Funke trotzdem nicht überspringt, dann liegt das nicht an ihr, sondern am etwas ungeschickten Mittelalter-Dekor um sie herum – und an dramatischen Fehlbesetzungen in den Nebenrollen."

24. September 2009 | VISION - AUS DEM LEBEN DER HILDEGARD VON BINGEN • Kritik • Der Freitag

Magnus Klaue sagt es unumwunden: Er sah verklärte Heiligendarstellung und krude Anbiederung in einem. "Es ist, als solle der Kinosaal qua cineastischer Hypnosearbeit in eine sittsam-dröge Schule für höhere Töchter verwandelt werden. Entsprechend wird auf der Leinwand nicht gespielt, sondern deklamiert und geraunt, Gefühle werden nicht darstellerisch zum Ausdruck gebracht, sondern gefrieren zu Posen, ohne dass aus solcher Künstlichkeit – wie bei Dreyer oder Bresson – eine schlüssige Form entstünde. Das Ergebnis ist klischeehaft wie ein Unterhaltungsfilm, aber ohne Spannung, asketisch wie ein Kunstfilm, aber banal wie eine Fernsehproduktion."

23. September 2009 | VISION - AUS DEM LEBEN DER HILDEGARD VON BINGEN • Kritik • Berliner Zeitung

Klug nennt Anke Westphal den Film. "So würdigt die Regisseurin Hildegard von Bingen ebenso umfassend wie angemessen als Theologin, Medizinerin, Künstlerin, als Strategin und Chefin. Von Margarethe von Trotta würdigt Hildegard auch als große Liebende, die sich nicht von ihrer bevorzugten Novizin (Hannah Herzsprung als Richardis) lösen kann. ... [Es] hat durchaus Nachteile, wenn die Darstellung verschiedener Persönlichkeiten der deutschen Geschichte so sehr mit einem Gesicht verbunden ist - da geht auch eine historische Vielgestaltigkeit verloren. Aber man muss hier auch eingestehen, dass die Barbara Sukowa hervorragend ist noch in dieser schwierig zu adaptierenden Rolle."

23. September 2009 | VISION - AUS DEM LEBEN DER HILDEGARD VON BINGEN • Kritik • Die Tageszeitung

Die Nonne ist der Star, meint Birgit Glombitza. "Hildegard von Bingen ist bei Margarethe von Trotta ein fehlbare und widersprüchliche Heilige. Bescheiden und egozentrisch, intellektuell und esoterisch, emanzipiert und bevormundend. Der Film hätte sicher noch ein paar Szenen mehr mit solch abgründigen Schwankungen vertragen. In Margarethe von Trottas Filmografie verdient er einen Sonderplatz - auch in ästhetischer Hinsicht. Denn "Vision" ist ein sehr grafischer Film geworden: das diffuse Licht der Außenwelt, das in Streifen durch die kleinen Fenster auf die blassen Gesichter lesender Schwestern fällt. Die harten Linien der Gewänder, die die Körper und die nur ungenau ausgeleuchteten Räume um sie herum zerteilen."

04. September 2009 | VISION - AUS DEM LEBEN DER HILDEGARD VON BINGEN • Kritik • programmkino.de

Norbert Raffelsiefen schreibt über die Darsteller. "Im Glanz der Hauptdarstellerin verblassen gerade die männlichen Darsteller etwas. Heino Ferch wird als ihr Vertrauter Volmar zum Stichwortgeber und eine Szene mit dem sonst so überzeugenden Devid Striesow als Barbarossa fällt in ihrer Aufgesetztheit ganz aus dem Rahmen der sonst eher kammerspielartigen Inszenierung. Einzig das Energiebündel Hannah Herzsprung kann als liebreizende Richardis der Sukowa Paroli bieten. Die intensive, freilich platonische Liebesbeziehung zwischen den beiden Frauen gehört sicherlich zu den ergreifendsten Szenen des Filmes, auch wenn sie bei Kirchenoffiziellen wohl auch Aufgrund ihrer emotionalen Hitzigkeit am Wenigsten auf Gegenliebe stoßen dürfte."

01. August 2009 | VISION - AUS DEM LEBEN DER HILDEGARD VON BINGEN • Kritik • filmz.de

Linksammlung zum Film.

26. November 2008 | VISION - AUS DEM LEBEN DER HILDEGARD VON BINGEN • Kritik • HRonline

"Staraufgebot in Kloster Eberbach" vermeldet der hessische Rundfunk: "Die Hauptfigur Hildegard von Bingen wird von der Grimme-Preis-Trägerin Barbara Sukowa gespielt. Es ist bereits das vierte Mal, dass von Trotta und Sukowa gemeinsam einen Film drehen. 'Sie ist ihre ewige Hauptdarstellerin', scherzt denn auch Heino Ferch, der sich für den Film eine Tonsur scheren lassen musste."

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