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JULIE & JULIA

JULIE & JULIA

Regie Nora Ephron
Kinostart 03.09.2009

Kritiken • JULIE & JULIA

18. August 2009 | JULIE & JULIA • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Für Nino Klingler mag der Film "ein wenig unausgegoren sein, aber Nora Ephron findet doch mehrheitlich den richtigen Ton. Der Film ist flott und gut fotografiert, ein echter Feel-Good Streifen, aber mit eigenartigem Nachgeschmack. Denn hier wird in jeder, wiederhole: jeder, Szene konsumiert. Gekocht, Gegessen, Geknutscht. Und immer geredet. Die Münder sind in ständiger Bewegung. Da fragt man sich irgendwann, ob das Glück, das uns hier präsentiert wird, nicht ein Glück des Verzehrs ist. Soviel steht fest: Julie & Julia (Julie & Julia Trailer) ist eine gigantische Konsumorgie. Aber selbst solcherlei Zweifel werden von Meryl Streep und Amy Adams ganz nonchalant verschlungen."

03. September 2009 | JULIE & JULIA • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal sah eine herrliche Kochkomödie. "Dies ist ein Frauenfilm, auch wenn man wohl behaupten kann, dass viele Männer inzwischen ebenso gern kochen wie manche Frauen. Aber es geht in Nora Ephrons Komödie eben nicht nur ums Kochen, sondern genauso sehr um weibliche Rollenmodelle und das feminine Selbstverständnis. Darüber hinaus geht es, geschlechtsunabhängig, darum, ob man einer Krise tätig begegnet oder sich begnügt mit dem Leiden an dem, was ist. Um all das zu verhandeln, gibt es in diesem Film zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart einen Dialog, der dafür plädiert, die Geschichte zu befragen, um dort vielleicht ermutigende Beispiele zu finden."

03. September 2009 | JULIE & JULIA • Kritik • Die Tageszeitung

Barbara Schweizerhof ist über die eine Häfte des Films enttäuscht. "Leider, der Titel deutet es an, macht das nur die eine Hälfte des Films aus. Die andere handelt von einer jungen Frau, die 2003 in New York einen Blog darüber schreibt, wie sie sämtliche Rezepte aus Childs Kochbuch nachkocht. Die Frau wurde damit berühmt, man versteht nicht, warum. Wie unüberwindlich die Abgründe zwischen dem Nachkriegs-Paris und dem Nach-9/11-New-York sind, zeigt sich im Verhältnis zur Butter: Child empfiehlt in ihren Rezepten Mengen davon, die im heutigen Amerika als gemeingefährlich gelten. Versöhnlerisch wischt der Film darüber hinweg, dabei läge hier der Stoff für eine wunderbar bissige Komödie. Bon appétit!"

03. September 2009 | JULIE & JULIA • Kritik • Der Tagesspiegel

Auf kleiner Flamme wird hier geköchelt, findet Juliane Primus. "Die beste Zutat des Films? Meryl Streep. Sie spielt die Julia Child, wie Julie Powell sie sich vorstellt: lebenshungrig, quirlig, dank Endlos-Pumps alles und alle überragend – und mit einer derart hohen Stimme, dass manches Ei von selber verloren geht. Doch bleibt von diesem betulichen Film nicht mehr als ein knurrender Magen – und die verblüffend altmodische Moral, dass es offenbar ein Akt der Zivilcourage ist, einen Eierkuchen in der Luft zu wenden."

03. September 2009 | JULIE & JULIA • Kritik • Frankfurter Rundschau

Ob das aber wirklich so ein geeigneter Leinwandstoff ist, fragt sich Daniel Kothenschulte. "Zunächst denkt man, dies ist dann wohl doch der Unterschied zwischen Fernsehen und Kino: Menschen beim Kochen zusehen. Dann aber wird schließlich doch noch ein Film daraus, und das liegt vor allem an den Hauptdarstellerinnen: Meryl Streep hat wie immer leichtes Spiel. Für die bedeutendste lebende Schauspielerin Amerikas ist die Darstellung der etwas tantigen Fernsehlegende, wie man in ihrer Heimat lukullisch sagt: a piece of cake. Alles, was Meryl Streep hier in die Rolle investieren muss, ist ein wenig Mut zur Hässlichkeit - und so bleibt sie abendfüllend liebenswert, ohne überhaupt ihre Beine zu bewegen."

02. August 2009 | JULIE & JULIA • Kritik • br-online.de

Der Film hinterlässt bei Ronja Dittrich einen faden Beigeschmack. "Während Meryl Streeps Filmanteil geistreich und witzig ist, kommt Julies Episode über ihre Selbstfindung vergleichsweise einfallslos daher. So wird eines schnell deutlich: Die echte Julia Child konnte zwar einen ganzen Hummer verdrücken, Meryl Streep hingegen verspeist ihre junge Schauspielkollegin zum Frühstück. Julie & Julia (Julie & Julia Trailer) ist ein sinnliches Geschmacksereignis. Das filmische Gesamtmenü verpasst durch ein paar ungewürzte Szenen leider knapp einen Gourmet-Stern, schmeckt dabei jedoch immer noch besser als viele Komödien. Was Julia Child dazu sagen würde? Bon appétit!"

01. August 2009 | JULIE & JULIA • Kritik • filmz.de

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