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7915 KM

7915 KM

Regie Nikolaus Geyrhalter
Kinostart 27.08.2009

Kritiken • 7915 KM

27. August 2009 | 7915 KM • Kritik • Berliner Zeitung

Sabine Vogel ist begeistert. "Statt Rasereien zeigen die restlichen 100 Minuten seines Films 7915 KM (7915 KM Trailer) ein radikales Gegenprogramm: Minutenlang hält die Kamera still auf eine reglose Landschaft. Nur die leisen Geräusche von Regentropfen, Wind, Grillen oder Vogelgezwitscher lassen erkennen, dass es sich noch um einen Film und nicht ein Foto, ein Standbild handelt. Vom hybriden Tempowahn der zuvor hier durchgewüteten Fahrzeugkolonne bleiben nur noch die Reifenspuren, eingefräste Furchen, Kratzspuren einer monströsen Furie auf der Erdhaut."

27. August 2009 | 7915 KM • Kritik • Die Tageszeitung

Laut Bert Rebhandl dokumentiert der Filmemacher "so etwas wie das Ende einer Epoche, denn Paris-Dakar ist eine Idee, die noch deutlich der kolonialen Ordnung verpflichtet ist, zugleich aber schon hypermodern mit Landschaft umgeht. Das Spektakel ist direkt auf Medienwirkung abgestimmt, die eigentliche Bewegung durch die Länder bleibt für das Publikum abstrakt. Das lässt Raum für Fragen: Was passiert in Marokko, nachdem sich der Staub des Rallye-Trosses gelegt hat? Wie leben die Menschen in einem Dorf im Senegal, an dem die Route von Paris-Dakar unmittelbar vorbeiführt? Und wie verhält sich, im größeren Zusammenhang, das Afrika zu Europa, das im Kontext der Rallye nicht einmal exotische Kulisse, sondern tatsächlich nur eine raue Oberfläche bildet, über die Auto- und Motorradfahrer mit dem geringst möglichen Widerstand hinwegfegen?"

25. August 2009 | 7915 KM • Kritik • film-dienst 18/2009

Josef Lederle empfiehlt, sich auf den Film einzulassen. Er gewinnt durch "das Wechselspiel zwischen Landschaft, Handlung und Interview eine große sinnliche Überzeugungskraft, die fremde Erfahrungswelten erschließt – und sei es nur als Ahnung, wie sich die Zeit in einer Welt jenseits von Motorisierung und dem Diktat der Taschenuhr anfühlt, die ihrer archaischen Verfasstheit zum Trotz eine tiefe Gelassenheit ausstrahlt. Je weiter der chronologisch montierte Film nach Afrika vordringt, Marokko und die Westsahara hinter sich lässt, um quer durch Mauretanien eine kurzen Abstecher nach Mali zu nehmen und schließlich in den Senegal zu münden, desto vielfältiger werden die Themen und Biografien."

18. August 2009 | 7915 KM • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns hätte mehr Substanz erwartet: "Das alles filmt Geyrhalter in fast immer starren Scope-Bildern, die in ihrer manierierten Ästhetik zwar teilweise eindrucksvoll sind, aber letztlich nicht kaschieren können, wie wenig substanzielles 7915 KM (7915 KM Trailer) zu erzählen hat. Neue Erkenntnisse über die Globalisierung, das Verhältnis zwischen Erster und Dritter Welt sollte man hier nicht erwarten, aber dafür viele künstlerisch wertvolle Bilder.

02. August 2009 | 7915 KM • Kritik • ray-magazin 08/2009

Nikolaus Geyrhalters durchmisst weit mehr als einen geografischen Raum, meint Alexandra Seitz. "Je näher man hinschaut, je genauer man hinhört, desto komplexer werden die Zusammenhänge, die sich ergeben – nicht nur im Verhältnis zwischen Afrika und Europa, sondern auch in der Relation von einzelner Szene und Dramaturgie der gesamten Inszenierung. Geyrhalter beginnt 7915 KM (7915 KM Trailer) mit Aufnahmen einer lärmenden Auftaktveranstaltung der Rallye in Paris; über die Leinwand rast eine Abenteuer und Exotik versprechende Bildmontage. Dann, unterwegs auf der Strecke, immer wieder lange Einstellungen, die vor endlosen Horizonten die von den rasenden Autos und Motorrädern hinterlassenen Spuren zeigen. Je weiter man ihnen folgt, desto nachdrücklicher macht sich eine gegenläufige, gänzlich anders motivierte Bewegung bemerkbar."

02. August 2009 | 7915 KM • Kritik • filmz.de

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