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7915 KM

7915 KM

Regie Nikolaus Geyrhalter
Kinostart 27.08.2009

Inhalt • 7915 KM

Paris, Herbst 2006: Die berühmteste Rallye der Welt wird in exklusivem Rahmen präsentiert; Bilder wie die hier gezeigten werden später von Millionen Menschen weltweit vor den Fernsehschirmen verfolgt werden: Hochtechnisierte Motorräder, Autos und LKWs rasen durch Wüsten, Steppen, Dörfer und Städte in fünf afrikanischen Ländern, 7915 Kilometer in wenigen Tagen, um in Dakar einen Sieger zu küren.

Diese Projektionen wirken wie ein schemenhaft verzerrtes Nachbild in den Film 7915 KM (7915 KM Trailer) hinein, der beginnt, als die Rallye schon vorbei ist. Die Kamera steht in der marokkanischen Wüste: "Kilometer 1009", sagt die eingeblendete Schrift. In sanften Schwüngen führen Reifenspuren in die Ferne. Der Blick der Kamera richtet sich lang und unbewegt in die Ferne, und bis auf den Wind, der sich am Mikrofon bricht, ist es still. Die Route wird zur Fährte, der der Film langsam folgt und dabei das entdeckt, was im Geschwindigkeitsrausch Millionen Fernsehzuschauer nicht sehen konnten: Die vielfältige Gegenwart Afrikas, die in Begegnungen und Portraits dokumentiert und den rasenden Erobern gegenüberstellt wird.

Vier Monate lang im Jahr 2007 haben Nikolaus Geyrhalter und sein Team für 7915 KM (7915 KM Trailer) gedreht, der mehr vom Anhalten als vom Reisen erzählt, vom Verweilen mit Augen, Ohren und viel Zeit. Die Kamera begegnet Männern, Frauen und Kindern, und ihren Geschichten über den Alltag, die Arbeit, Freuden, Sorgen und Hoffnungen stets auf Augenhöhe; das Tempo des Films bestimmen sie selbst: Ein Mädchen in einem kleinen Dorf in Marokko, das lachend ihr Ziegenkitz "Rallye" präsentiert; sahaurische Soldaten, die seit Jahrzehnten ein Stück Wüste bewachen, dessen Grenzen nach dem Abzug der spanischen Kolonialherren nicht geklärt sind; ein mauretanischer Baggerfahrer, der schon längst das Pensionsalter erreicht hat, aber immer noch für seine Familie sorgen muss; ein Kinobesitzer in Mali, der dem boomenden DVD- und Internetmarkt für Blockbusterfilme nackte Weiße aus den 70er Jahren entgegenhält; eine junge Senegalesin, die wortreich durch die Baustellen der Häuser führt, die von den in Europa arbeitenden Dorfbewohnern hier gebaut werden.

Copyright: Peripher

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