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MEMELLAND

MEMELLAND

Regie Volker Koepp
Kinostart 27.08.2009

Kritiken • MEMELLAND

20. August 2009 | MEMELLAND • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Daniel Nehm ist begeistert. "Während der Kamerablick über die in silbergraues Licht getauchten Seen, Flüsse und Wälder Klein-Litauens wandert, sie förmlich abtastet, sind es die Geräuschlandschaften, die den eigentlichen Raum des Films bilden. Je nach Material – Weidenblätter, Schilf – klingt der Wind anders. Nur selten wird dieser Raum von einem Off-Kommentar gerahmt. Volker Koepp selbst spricht nur kurz, mit einem historischen Abriss über die Geschichte der Region, eine spröde, unausgebildete Stimme, die ganz anders als die körperlosen und anonymen Schauspielerstimmen, die gewöhnlich Dokumentarfilm-Bilderwelten überlagern, von einem persönlichen Blickwinkel erzählt."

27. August 2009 | MEMELLAND • Kritik • Berliner Zeitung

Manchmal, zwischen Thomas Plenerts Bildern von hohen Himmeln und weiten Wassern, hat Jan Brachmann "das Gefühl, Volker Koepp entschwinde die Konzentration. Wenn er Roza zum dritten Mal fragt, wann sie denn aus Sibirien nach Litauen gekommen sei, möchte man ihm laut zurufen: Neun-zehn-hundert-sechs-und-fünfzig! Aber wie lange muss er gesucht haben, um das Elfengesicht der jungen Viktorija Savickaite zu finden, die im Wald vom Frühling schwärmt und von alten Märchen."

27. August 2009 | MEMELLAND • Kritik • perlentaucher.de

Wie Zeit und Vergangenheit in die Gegenwart eingelagert sind, darum geht es recht eigentlich, behauptet Ekkehard Knörer. "Die Frau erzählt, von damals, von heute, unmerklisch fast schieben sich damals und heute in dieser Fahrt ineinander. So wird Geschichte darstellbar in Koepps Filmen: als paradoxe Erfahrung, im Erzählen von Erlebtem und in der zugleich sichtbar werdenden Nichtwiederholbarkeit alles Gewesenen. Und stets werden diese Material einsammelnden dokumentarischen Kapitel eingebettet in die Aufnahmen von Land und Wasser und Wolken und Luft von Volker Koepps Kameramann Thomas Plenert, einem der großen Landschaftsfilmer des Gegenwartskinos."

25. August 2009 | MEMELLAND • Kritik • film-dienst 18/2009

Die Poesie ist hier sehr leise, entdeckt Julia Teichmann. "Mit der Kamera scheinen Volker Koepp und Thomas Plenert – vollkommen unaufdringlich – jeweils genau die Nähe zu den Menschen zu suchen, die diese zulassen, vielleicht auch die Nähe, die sie brauchen, um zu erzählen: von ihrem Leben, der Vergangenheit, der Gegenwart, der Zukunft und von ihrer Heimat natürlich, ihrem Heimatgefühl, das stark von der sie umgebenden, wilden Natur geprägt ist. Volker Koepp ist ein Chronist der Erinnerung, er entdeckt vergessene Landschaften, Erinnerungslandschaften."

01. August 2009 | MEMELLAND • Kritik • filmz.de

Linksammlung zum Film.

22. Juli 2009 | MEMELLAND • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Geschichtslast müde, äußert sich Hans-Jörg Rother: "Der Film hätte auch anders werden können, reflexiver, wie die Einbeziehung von Szenen aus Koepps erster Begegnung mit Litauen, „Grüße aus Sarmatien“ von 1972, andeutet. Womöglich aber sind die Menschen und mit ihnen der 64 Jahre alte Regisseur, vielleicht auch die Fernsehzuschauer der Lasten der Geschichte müde und erfreuen sich lieber am Flug der Vögel. „Noch in Milliarden Jahren werden die Nachtigallen hier singen“, träumt kühn der Leiter der Vogelwarte am Windenburger Eck.

22. Juli 2009 | MEMELLAND • Kritik • Berliner Zeitung

Schön anzusehen ist der Film für Björn Wirth. Die Protagonisten reden auch. "Über den Regen, der schon kommen muss, über das Wetter an sich, über Sommer und Winter im Memelland. Es erklingt ein schön gezupftes Lied aus der Region, die Kamera schwenkt auf hohen Himmel und Wolken im Wind. Volker Koepp beschränkt sich in seinen Arbeiten immer mehr, er lässt alles weg, und wenn es nichts zu sagen gibt, wird eben geschwiegen. So sind die Filme von Volker Koepp, man weiß danach nicht alles über das Land, aber man hat Eindrücke. Bleibende Eindrücke."

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