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TENGRI - DAS BLAU DES HIMMELS

TENGRI - DAS BLAU DES HIMMELS

Regie Marie Jaoul de Poncheville
Kinostart 20.08.2009

Kritiken • TENGRI - DAS BLAU DES HIMMELS

20. August 2009 | TENGRI - DAS BLAU DES HIMMELS • Kritik • Berliner Zeitung

Für Ralf Schenk ist der Film zu äußerlich, um wahr zu sein. Im Film erweist sich die gepflegte Schönheit "als Irrtum: Auch dort, wo der Film, seiner Geschichte entsprechend, zurückgenommen und leise sein müsste, ergeht er sich noch in postkartenbunten Abziehbildern - in einer Werbeästhetik, die das ganze Unternehmen als das entlarvt, was es ungewollt geworden ist: ein veräußerlichter Blick auf ein Land und eine Mentalität, die der französischen Regisseurin doch sehr fremd blieb."

20. August 2009 | TENGRI - DAS BLAU DES HIMMELS • Kritik • Der Tagesspiegel

Daniela Sannwald ist enttäuscht. "Die Regisseurin hat bereits in Tibet und der Mongolei gedreht – an Originalschauplätzen und teils mit Laiendarstellern. Da war Aitmatows "Dshamilja" ihr wohl willkommen, um erneut im anscheinend Unberührten und mythisch-mystischer Exotik zu schwelgen. Das Ergebnis sind Klischees. Denn wer glaubt, fremde Kulturkreise und gewachsene Traditionen mit westeuropäischem Selbstverständnis entschlüsseln zu können, verfällt nur einer Illusion."

20. August 2009 | TENGRI - DAS BLAU DES HIMMELS • Kritik • Neues Deutschland

Uli Gellermann hat sich ein anderes Ende der Geschichte gewünscht. "Der atemberaubend schönen Landschaft wegen, auch wegen der zumeist einfachen, freundlichen Menschen und weil die Liebe zwischen Amira und Temür so kindlich hoffnungsfroh ist, so wie Liebe sein sollte. Und doch bangt man in jeder Filmminute: Es wird wohl eher schiefgehen. Amiras Mann kommt krank aus dem heiligen Krieg zurück, jetzt plötzlich begehrt er sie, jetzt soll sie sich verschleiern, bei den Hirtenvölkern, deren Frauen auch aus dem forschen Reiten ihr Selbstbewusstsein beziehen, keine so populäre Idee. Die Tradition kennt keine Scheidung. Auch wenn Amiras Mann und seine Kumpane keine sonderliche Achtung genießen, die Frau hat an der Seite des Mannes zu bleiben. Was dem Paar bleibt, ist Flucht."

12. August 2009 | TENGRI - DAS BLAU DES HIMMELS • Kritik • film-dienst 17/2009

Stefan Volk sah eine Art Road Movie ohne Straße. "Von den grünen Hügeln führt die Verfolgungsjagd in die dürre Steppe und schließlich hinauf in schneebedeckte Berge. Es ist fraglos eine besondere Liebe, von der Marie Jaoul de Poncheville erzählt; eine Hassliebe zum sanften, erbarmungslosen Kirgisistan, seiner Landschaft, seiner Kultur, seinen Menschen. Die Liebenden, die im Zentrum von Aitmatows Erzählung und eigentlich auch der Filmhandlung stehen, geraten dabei jedoch allzu sehr in den Hintergrund. Als Menschen wie als Liebespaar bleiben sie fremd."

03. August 2009 | TENGRI - DAS BLAU DES HIMMELS • Kritik • programmkino.de

Während es laut Marcus Wessel "auf der Bildebene manches zu entdecken gibt und der von vielen Älteren gefürchtete Einbruch der Moderne für heitere Zwischentöne sorgt, verharrt die verbotene Romanze zwischen Amira und Temür in einem seltsamen, letztlich unbefriedigenden Schwebezustand. An den Schauspielern lässt sich diese emotionale Blockade allerdings nicht festmachen. Ilimbek Kalmouratov und Albina Imasheva füllen ihre jeweiligen Rollen recht überzeugend aus. Vielmehr fehlt es schlichtweg an intensiven Momenten der Zweisamkeit. Eine neckische Spielerei im Heu ist da zu wenig. Und so sind es vor allem die Schauwerte, die von diesem Film in Erinnerung bleiben."

02. August 2009 | TENGRI - DAS BLAU DES HIMMELS • Kritik • br-online.de

Fürs Auge wird zweifellos viel geboten, lobt Kirsten Liese. "Tiefgründigere und substanziellere Formen nimmt der Film an, sobald er einmal Rollenbilder, Traditionen und Moralvorstellungen des kirgisischen Steppenvolks kritisch ins Visier nimmt. Besonders eindrucksvoll gelingt das in jener erschütternden Szene, in der Amiras Schwester Uljan, eine selbstbewusste, mutige Frau, von ihrem Mann zu Tode geprügelt wird. - Allein dafür, dass sie ihrem aufmüpfigen Sohn Grenzen aufgezeigt hat. Alles in allem aber changiert TENGRI - DAS BLAU DES HIMMELS etwas unausgewogen zwischen Liebesgeschichte, Abenteuermärchen und Sozialdrama."

01. August 2009 | TENGRI - DAS BLAU DES HIMMELS • Kritik • filmz.de

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