| Regie | Harold Ramis |
| Kinostart | 27.08.2009 |
Andreas B. Krüger äußert unüberrascht enttäuscht: "So entpuppt sich Year One am Ende doch noch als homogenes Werk: Plot, Dialoge, Inszenierung der Figuren – YEAR ONE - ALLER ANFANG IST SCHWER (
) ist auf allen Ebenen eine lieblos inszenierte Komödie. Als Abenteuerfilm nahezu spannungslos, als Parodie einfallslos und als Trash zu ambitioniert und mainstreamglattgebügelt."
Ein wenig Bibelwissen macht die Sache lustiger, empfiehlt Philipp Bühler. "Judd Apatow, zuletzt eher erfolglos, muss ihm eingeredet haben, er sei ein Neandertaler aus der Humor-Steinzeit. In Sodoms Mauern jedenfalls führt sein derberes Komik-Verständnis Regie. So fließt dem sensiblen Michael Cera (Juno (
)), kopfüber aufgehängt, der eigene Urin übers Gesicht. Jack Black macht nicht mehr als gute Miene zum lauen Spiel, leider hat sich sein Grinsen seit schon ein paar Filmen nicht weiterentwickelt. Alles in allem ist YEAR ONE - ALLER ANFANG IST SCHWER (
) ein Film für bibelfeste Teenager oder entwicklungsgestörte Gymnasiasten von vorgestern."
Hier ist Blödeln anesagt, schreibt Maris Hubschmid. "Die rar gesäten geistreichen Bemerkungen des Films sind Jungtalent Michael Cera ins Drehbuch geschrieben, der – nach seiner hübschen Rolle als Kindsvaterchen in JUNO (
) – als unbeholfener, ernsthafter Kindskopf Oh überzeugt. Nur: Wohin mit dem schauspielerischen Potenzial, wenn einem kopfüberhängend der eigene Urin übers Gesicht läuft? Das Versprechen der Produzenten, auf den Spuren von Monty Pythons Das Leben des Brian zu wandeln: Nun ja, es war wohl eher ein Versprecher."
Laut Peer Schmitt gehen dem Film "schlicht irgendwann die Witze aus - die üblichen Witze – die geschmacklosen (zotigen), die albernen, die ganz albernen und die irgendwie politischen. Irgendwie der Abglanz der Weltgeschichte in der Version eines Mel Brooks oder einer alten Bugs-Bunny-Folge. Filmisch ist es eine ungeheure Schlamperei, in den Trümmern vergessener Sandalenfilme lieblos zusammengeschustert. Trostlos der Schwachsinn, trostreich dafür das Alte Testament?"
So schlecht ist das gar nicht, findet Holger Römers. "Dass das Ganze trotzdem einigermaßen kurzweilig geraten ist, verdankt Harold Ramis vor allem seinen Hauptdarstellern. Jack Black verkörpert den in seinem naiven Tatendrang unerschütterlichen Zed ebenso überzeugend wie Michael Cera den übervorsichtigen, schüchtern murmelnden Oh. Dabei wird einem aber unweigerlich bewusst, dass beide solche Rollen schon so oft gespielt haben, dass ihren Karrieren etwas Abwechslung gut täte. Eben deshalb gehen die Sequel-Spekulationen, die man hinter der Wahl des Filmtitels vermuten könnte, vielleicht doch nicht auf, und es wird womöglich nie ein "Year Two" geben."
R. Loch kann dem nicht viel abgewinnen. "Der "Humor" beschränkt sich leider allzu oft auf platte, vorhersehbare Kalauer, witzlose Slapstick-Albernheiten und Anspielungen auf Welthistorie und Religion, die aber über das bloße Nennen von Fakten und Namen und deren Darstellung in einem anderen als den bekannten Zusammenhang nicht hinaus gehen. Einige wenige Momente subtileren Humors, in denen man nicht mit gezogener Waffe zum Lachen aufgefordert wird, sind wie gesagt vorhanden - aber klar in der Unterzahl. Das extrem kitschige Happy End geht einem zudem nachhaltig auf den Geist. Und wenn selbst die Outtakes im Abspann ziemlich lahm daherkommen, ist das so etwas wie ein Todesurteil."
Linksammlung zum Film.