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FRÄULEIN STINNES FÄHRT UM DIE WELT

FRÄULEIN STINNES FÄHRT UM DIE WELT

Regie Erica von Moeller
Kinostart 20.08.2009

Kritiken • FRÄULEIN STINNES FÄHRT UM DIE WELT

20. August 2009 | FRÄULEIN STINNES FÄHRT UM DIE WELT • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Philipp Bühler gleicht der Film wie sein Gegenstand einem Experiment. "Spektakuläre Dokumentaraufnahmen mischen sich darin mit Spielszenen. Söderströms Film kam wenige Monate nach der Ankunft 1929 in die deutschen Kinos, Wochenschaubilder boten weiteres Material. Clärenore Stinnes wird gespielt von Sandra Hüller, ungewohnt keck und selbstsicher im Auftritt. Die Dramaturgie ist simpel, aber effektiv. ... FRÄULEIN STINNES FÄHRT UM DIE WELT ist ein bescheidener und dennoch packender, auch humorvoller, vor allem aber in seiner Machart moderner Film über eine moderne Frau, die ihre Vorteile zu nutzen verstand. Danach hatte sie wohl genug vom Abenteuer. Eine wegweisende Pionierin ist sie bis heute."

20. August 2009 | FRÄULEIN STINNES FÄHRT UM DIE WELT • Kritik • Die Tageszeitung

Claudia Lenssen lobt die Darsteller. "Sandra Hüller spielt das dickköpfige Fräulein wunderbar als Amazone des technischen Zeitalters und Gesellschaftsdame mit leiser Sensibilität. Ihr wichtigster Begleiter und späterer Ehemann Carl-Axel Söderström, ein gelassener Kameramann und Fotograf aus Schweden, wird von dem (leider wesentlich älteren) dänischen Schauspieler Bjarne Henriksen verkörpert. ... Erica von Moellers Film erzählt unterhaltsam und voller Humor von der zweijährigen Weltreise, doch der Leistungszwang der jungen Chefin vergällt dem Team den Spaß. Zeitpläne mussten eingehalten werden, die Angst vor dem sibirischen Winter trieb sie voran, Verweilen und Genießen waren ihre Sache nicht."

20. August 2009 | FRÄULEIN STINNES FÄHRT UM DIE WELT • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Christina Tilmann ist Fräulein Stinnes ein "burschikoses Wesen, emanzipiert und zäh. Sie hat eine kongeniale Wiedergängerin gefunden. Für die Spielfilmszenen, mit denen Erica von Moeller das historische Material überbrückt, hat Sandra Hüller die Rolle der Clärenore übernommen. Auch sie mit Pagenkopf und Wasserwelle, eine Mischung aus zerbrechlich und zupackend. Momente der Schwäche, des Zweifels, aber auch Trotz und Durchhaltevermögen, mit dem sich die von ihren Brüdern aus dem väterlichen Unternehmen gedrängte Clärenore ihre Selbstständigkeit durch eine Wahnsinnstour beweist: Sandra Hüller braucht nur wenige Szenen, um diesen Charakter glaubhaft lebendig werden zu lassen."

20. August 2009 | FRÄULEIN STINNES FÄHRT UM DIE WELT • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte entdeckt das Rückrat des Film: die "nachgestellten Szenen, die von Erica von Moeller mit Sandra Hüller und Bjarne Henriksen in den Hauptrollen an Originalschauplätzen drehte. Diese wurden mit den Archivbildern verschnitten. So entstand ein Zwitter aus Spiel und Dokument; nicht tiefgründig genug in den Spielszenen, nicht mehr authentisch in der Behandlung der Dokumentaraufnahmen. Da wird Clärenore Stinnes zwar als Automobilistin gewürdigt, als Pionierin des Expeditionsfilms jedoch verschmäht. So lehrt dieser konfektionierte Erinnerungsfilm vor allem eines: das Vergessen."

15. August 2009 | FRÄULEIN STINNES FÄHRT UM DIE WELT • Kritik • film-dienst 17/2009

Alexandra Wach ist durchaus angetan. Die Regisseurin "setzt dieser frühen, sich um Konventionen nicht scherenden Weltbürgerin ein würdiges Denkmal, auch wenn sie zu viele Lücken in der biografischen Zeichnung hinterlässt, die auf eine Fortsetzung als klassischer Dokumentarfilm hoffen lassen; zumal es noch genug unberücksichtigtes Material gibt, etwa die über tausend Fotos, die Söderström zusätzlich schoss. Von einem Hollywood-Remake à la Jenseits von Afrika ganz zu schweigen."

02. August 2009 | FRÄULEIN STINNES FÄHRT UM DIE WELT • Kritik • programmkino.de

Norbert Raffelsiefen sah eine "moderne, feministische Biographie, die durch den Film wieder ins Bewusstsein gerufen wird. Die Beziehung, die sich zwischen ihr und dem von dem Dänen Bjarne Henriksen gespielten Kameramann auftut, ergibt sich denn auch nicht durch romantische Momente, sondern entsteht als Prozess einer gemeinsam durchlebten Bewährungsprobe. So mag der am Ende des Filmes stehende Satz, dass die beiden später, nach Söderstroms Scheidung, ein Paar wurden, auf den ersten Blick überraschend anmuten. Doch die Bilder ihrer erlebten Reise machen die hier entstandene Verbundenheit mehr als deutlich."

02. August 2009 | FRÄULEIN STINNES FÄHRT UM DIE WELT • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns kritisiert die Regisseurin. Sie wählt "das leidliche Mittel der Nachstellung über deren Qualität angesichts des minimalen Budgets keine Worte gemacht werden müssen. Vor allem aber überrascht die Banalität und Austauschbarkeit der Spielszenen, die wenig über Stinnes, ihre Gedanken, ihre Ziele, ihr Verhältnis zu Söderström verraten, dass nicht durch die Dokumentaraufnahmen und den Zitaten aus den Tagebüchern ohnehin deutlich wäre. Von den faszinierenden Aufnahmen aus Syrien, China oder Südamerika hätte man gerne mehr gesehen, während die nachgestellten Szenen – wie so oft – verzichtbar sind."

02. August 2009 | FRÄULEIN STINNES FÄHRT UM DIE WELT • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel hat dem Film Interesse entgegengebracht. "Es ist wirklich erstaunlich, wie gut diese beiden Filmformen ineinander fließen. Eine saubere Arbeit. Es gibt sogar szenische Highlights, die nicht nur an den Dokumenten oder den wilden Landschaften liegen, sondern vor allem auch an der glaubwürdigen Art und Weise, wie Sandra Hüller dieses Fräulein Stinnes spielt. Hier bestätigt sie, was sich in früheren Filmen schon andeutete."

01. August 2009 | FRÄULEIN STINNES FÄHRT UM DIE WELT • Kritik • filmz.de

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