Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

PINK

PINK

Regie Rudolf Thome
Kinostart 20.08.2009

Kritiken • PINK

17. August 2009 | PINK • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Wie Lukas Foerster findet, dreht Rudolf Thome solche Filme "seit gut vier Jahrzehnten: Kleine Fabulierstücke voller erzählerischer Leichtigkeit und freischwebender, in nichts weiter als der menschlichen Natur geerdeter Fantasie, echtes Kino in Äquidistanz zu prätentiösem Kunstwillen und den Mechanismen des kommerziellen Filmschaffens. Oft kreisen die Filme um Männer, die mehrere Frauen, oder, wie hier, um Frauen, die mehrere Männer lieben, aber zu einer Autorenhandschrift im klassischen Sinne fügt sich in Rudolf Thomes Werk wenig, vielleicht, weil aus dem, was er zeigt, nie unmittelbar etwas (anderes) folgt."

20. August 2009 | PINK • Kritik • Berliner Zeitung

Die Versuchsanordnung ist laut Alexandra Seitz Blödsinn für Fortgeschrittene. Der Film gestattet sich "Abschweifungen von den Handlungsformeln einer Daily Soap. Wahrscheinlich ist das sogar Absicht - ein perfider Trick und eine ganz besondere Form der Ironisierung, die sich nur den wahren Connaisseuren des alten Neuen Deutschen Films erschließt. Ziemlich viele von den Nicht-Eingeweihten aber, sofern sie nicht mit einem Faible für Camp geschlagen oder eben Fans von Daily Soaps sind, werden sich angesichts dieses Films zwei Fragen stellen: 1. Was soll das? 2. Wer braucht es?"

20. August 2009 | PINK • Kritik • Die Tageszeitung

Es geht um prästabilierten Harmonie, meint Bert Rebhandl. "Der relevante Moment von Pink (Pink Trailer) ist dann der, in dem Rudolf Thome sich selbst - als Regisseur und Autor - vor die einzige dramatische Entscheidung des Films stellt. Er lässt sie mit Bedacht verstreichen, und wählt das Glück im Winkel, in den die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH fährt. Auch hier wird, wie schon in Rauchzeichen (2005), ein Teich angelegt - das unabgründige Gewässer wird allmählich auch zu einer Metapher für das Werk von Rudolf Thome, das sich aus dem offenen Meer des Lebens immer mehr auf die kleine Kulturlandschaft zurückzieht, die er mit einem Film wie Pink (Pink Trailer) daraus abgrenzt."

15. August 2009 | PINK • Kritik • film-dienst 17/2009

Ulrich Kriest empfiehlt das Staunen. "In welchem anderen deutschen Film der letzten Zeit wurde eine junge Punk-Dichterin beim Suchen von Ostereiern im Garten gezeigt? Verspottet hier vielleicht der alte Feminist Rudolf Thome eine Generation von Nachgeborenen, die unter den geerbten Emanzipationsansprüchen ihrer Mütter ächzen? Oder ist PINK (PINK Trailer) einer Männerfantasie? Man staunt, wie jung, frisch und böse sich „Pink“ neben all den bleischweren deutschen Beziehungsdramen der Saison ausnimmt. Man muss nur staunen wollen!"

01. August 2009 | PINK • Kritik • br-online.de

Pink ist für Heidi Reutter "keine sympathische Heldin, auch ihre Verse sind schrecklich profan. Hannah Herzsprung freilich verkörpert ihre egozentrische Heldin nach bestem Gewissen. Allein, es hilft nichts: Der Film bleibt enervierend banal, nicht nur in seiner Allerweltsthematik, sondern vor allem auch in der Inszenierung der Geschichte, die wenig filmisch und völlig altmodisch, nämlich linear erzählt wird. Die Dramaturgie ist so konservativ geraten wie die Art und Weise, auf die Pink, die rebellische, selbst bestimmte Lyrikerin am Ende glücklich werden wird."

01. August 2009 | PINK • Kritik • Filmbewertungsstelle

"Das Buch mit gut aufgebauter Dramaturgie bietet realistische wie auch spielerisch überhöhte Dialoge. Von der Regie sehr bewusst vorgegeben überzeugt Hannah Herzsprung in ihrer zerrissenen Vielschichtigkeit. Man muss sie so nicht mögen. Dennoch strahlt sie spürbar eine reizvolle Faszination aus. Ihre männlichen Begleiter vermögen da kaum zu widerstehen, geschweige denn zu folgen..."

01. August 2009 | PINK • Kritik • programmkino.de

Luitgard Koch lobt die Hauptdarstellerin. "Gelungen verkörpert Shootingstar Hannah Herzsprung Pink in einer wunderbaren Mischung aus impulsiver Kindfrau und unergründlicher Femme Fatale. Die 28jährige haucht der bunten Comic-Figur Pink erst richtig Leben ein. Gilt die gebürtige Hamburgerin doch spätestens seit ihrem Auftritt in Chris KrausVIER MINUTEN als eines der Talente des deutschen Kinos schlechthin. Ihre Darstellung der jungen Pianistin im Frauengefängnis wurde zu Recht mit Preisen überhäuft. Gleichzeitig bleibt ihr Spiel dieses Mal mehr zurückhaltend, sodass der Zuschauer nicht sofort in Versuchung kommt, ihre Figur tatsächlich an psychologischen Realitäten außerhalb dieses betörenden Film-Märchens zu messen."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,57191