| Regie | Gesine Danckwart |
| Kinostart | 16.07.2009 |
Hier ist Hysterie dauerpräsent, meint Verena Gröbmayr: "In Form von gequälten Gesichtern oder dem eingesprochenen Gedankenfluss der Charaktere. Immer wieder tauchen die Protagonistinnen in dem weißen Raum auf, sprechen mit dem Zuschauer. Der wird unfreiwillig zur einzigen Bezugsperson und kann nicht umhin zuzuhören. Die ständige Darstellung der Verzweiflung, der Einsamkeit, der Unzufriedenheit in allen erdenklichen Formen ist in ihrer Redundanz kaum zu ertragen. Am Ende kann man sich dann immerhin mit den Figuren identifizieren: Am Rande eines Nervenzusammenbruchs verlässt man das Kino und fühlt sich überfordert, zumindest von der fiktiven Welt und der von den Filmemachern als solche bezeichneten 'Kunst des negativen Denkens'."
Laut Daniela Zinser kratzen die Frauen an ihren Grenzen. Es gibt viele schöne Sätze, "doch so schön das Reden ist, so sperrig ist es auch. Das Theaterhafte des Films macht den Zuschauer zum Dauergegenüber, bis auch er überfordert, genervt, an seinen Grenzen ist. Wer das durchsteht, hat einiges verstanden und den Film konsequent miterlebt - was in der Form sonst nur Theater kann. Am Ende bleibt für alle nur eines: Weitermachen. Die Grenzen wachsen mit."
Caroline M. Buck schreibt, dass die Regisseurin "sechs schnellfeuergewehrtaugliche, assoziativ elliptische Monologe schrieb und zu einem vielsträngigen Porträt moderner Großstadteinsamkeit verflocht."
Dass der Film vom Theater-Kanal koproduziert wurde, hat Felicitas Kleiner den Werk angesehen. "Bisweilen geraten die Monologe allzu bedeutungsschwanger, klingen nach Papier und Autorenhirn und zu wenig nach Leben (wobei die Darstellerinnen ihr Bestes tun, um sie genau damit zu füllen); insgesamt aber fesselt der oft beklemmende, aber auch tragikomische Film als unbequeme und formal interessante Exkursion in aktuelle urbane Befindlichkeiten."
Linksammlung zum Film.