KILLSHOT

film-zeit Film: KILLSHOT
Regie John Madden
Kinostart 16.07.2009
  • film-zeit Film: KILLSHOT
  • film-zeit Film: KILLSHOT
  • film-zeit Film: KILLSHOT

Inhalt • KILLSHOT

Stahlarbeiter Wayne Colson und seine Frau Carmen befinden sich mitten in einer Ehekrise. Damit nicht genug: Als zwei Ganoven Wayne mit einem ihrer Erpressungsopfer verwechseln, gerät die Situation außer Kontrolle. Wayne schlägt sie in die Flucht und macht damit seine Frau und sich zum Ziel des ungleichen Hitman-Duos...

Kritiken • KILLSHOT

25. Juni 2009 | KILLSHOT • Kritik • Partner von film-zeit

Felix Frieler ist durchaus angetan. "Trotz der verhältnismäßig geringen Spieldauer wirkt der Plot selten gehetzt. Es gelingt James Madden jedoch nicht, die einzelnen Teile des Films überzeugend miteinander zu fusionieren. Auch wenn alles auf den Zweikampf zwischen Wayne und Blackbird hinausläuft, thematisch sind die Geschichten voneinander isoliert und finden nie richtig zueinander. Dennoch wirkt Killshot (film-zeit Trailer: Killshot) in gewisser Weise wohltuend. Hartnäckig widersetzt er sich einer voranschreitenden "Mainstreamisierung" einzelner amerikanischer Genres. Stattdessen frönt er Erinnerungen an Zeiten, in denen B-Pictures noch eine Existenzberechtigung und deren Regisseure besondere Freiräume hatten."

16. Juli 2009 | KILLSHOT • Kritik •

Laut Anke Westphal gibt Mickey Rourke den lässigsten Indianer der Filmgeschichte. Hier "gibt es große Kinomomente, die man fast ausgestorben glaubte: Momente, in denen eine Zeit lang so gut wie nichts passiert - jedenfalls meint man das -, wo etwa ein Fertiggericht verspeist und ein Drink genommen wird - und plötzlich alles anders ist, weil eine unsichtbare Grenze überschritten wurde von einem der Beteiligten, was ein anderer, der nun wahrlich Langmut und Coolness gezeigt hat, nicht mehr tolerieren kann. Dass ein paar von diesen Momenten die Verstümmelung des Films überdauert haben, genügt schon, um KILLSHOT (film-zeit Trailer: KILLSHOT) reichlich groß zu machen."

16. Juli 2009 | KILLSHOT • Kritik •

Einen Killer mit unvermuteter Tiefe sah Bert Rebhandl. Das Gesicht des Mickey Rourkes "trägt in diesen Fall die Spuren nicht nur eines verpfuschten Lebens, sondern bekommt fast historischen Charakter: Denn Blackbird ist zur Hälfte Indianer, ein versprengter Abkömmling der amerikanischen Ureinwohner, ein Rachegott mit Stammeszugehörigkeit. Aber so wenig die Indianer noch Subjekte einer großen Erzählung sind, so wenig ist Armand "Blackbird" Degas in KILLSHOT (film-zeit Trailer: KILLSHOT) das Subjekt eines konzisen Plots. Im Gegenteil, er gerät durch Zufall und Nachlässigkeit in eine Geschichte, die an bizarren Sprüngen nicht arm ist."

16. Juli 2009 | KILLSHOT • Kritik •

Die One-Man-Show hat Martin Schwickert überzeugt, der Film weniger. Er "ging durch allerlei Hände und wurde mehrfach umgeschnitten, und das merkt man ihm an. Nebenfiguren wie Rosario Dawsons Ganovenbraut oder auch der Beziehungskonflikt zwischen den Eheleuten bleiben schemenhaft. John Maddens Ambitionen, das Genre gegen den Strich zu bürsten, wurden offensichtlich wieder gestutzt. Dabei hätte KILLSHOT (film-zeit Trailer: KILLSHOT) gerade durch die Mischung zwischen Gefühl und Härte aus dem üblichen Killer-Thriller-Format herausragen können, in das sich der Film nun etwas ungelenk einreiht."

16. Juli 2009 | KILLSHOT • Kritik •

Laut Katja Lüthge hat Mickey Rourke das Comeback verpasst. "Interessanter und vor allem kohärenter als der Plot sind die Charaktere, die sich der trüben Winterlandschaft der im Film landschaftlich komplett reizlosen mittelöstlichen Grenzregion zwischen Kanda und den USA auf trüb-trostlose Weise geradezu camouflageartig anpassen. Diane Lane als verhärmte Immobilienmaklerin mit Sinnkrise und eben Mickey Rourke als krimineller und entwurzelter Halbindianer sorgen für eine Stimmung kalter, lakonischer Leere. Und selbst das vergleichsweise versöhnliche Ende mag den Zuschauer nicht aus dieser Gefühlslage entlassen."

16. Juli 2009 | KILLSHOT • Kritik •

Der Regisseur konnte sich nicht entscheiden, meint Sascha Westphal. "Wie Mickey Rourkes Blackbird umweht auch Diane Lanes und Thomas Janes Figuren dieses ganz besondere Flair alter B-Filme. Sie alle haben eine enorme Präsenz. Schon kleine Gesten und leichte Variationen in der Intonation genügen ihnen, ihre Charaktere mit Leben und Vergangenheit zu füllen. Dank ihnen kann John Madden mit wenigen Strichen eine grandiose Atmosphäre erzeugen, die er dann aber immer wieder durch viel zu klischeehafte Thriller- und Gangsterfilm-Versatzstücke zerstört."

16. Juli 2009 | KILLSHOT • Kritik •

Sehenswert ist der Film überraschenderweise für Ekkehard Knörer. "Es ist der Weinsteinschen Schere, anders gesagt, nicht gelungen, der Geschichte das bis zur allernüchternsten Heiterkeit düstere Menschenbild Leonards auszutreiben. Vom Prolog an, der einen katastrophal ausgehenden Überfall mit Mickey Rourke-Voiceover erzählt, werden dem Helden des Films, der ein gnadenloser Killer ist, immer wieder Rest-Sympathien zugeführt. Gegen sein Charisma kommt die fade sich windende Ehe-Geschichte einfach nicht an. Als Moment einer wirkungsvollen Spannungs-Dramaturgie funktioniert sie dagegen sehr wohl."

02. Juni 2009 | KILLSHOT • Kritik •

Norbert Raffelsiefen lobt die Darsteller. "Mickey Rourke deutet hier schon viel von seiner wiedererwachten Präsenz an, mit der er wenig später in The Wrestler (film-zeit Trailer: The Wrestler) so beeindruckend die Leinwand füllte. Sein Killerkollege Joseph Gordon-Levitt darf als brutaler Spinner dem Affen so richtig Zucker geben, während Diane Lane und Thomas Jane dem kriselnden Ehepaar, trotz der fehlenden Unterstützung durch das Drehbuch, die nötige Glaubwürdigkeit verleiht Angesicht des raren Angebotes an klassischen Genrefilme, können sich Fans von Elmore Leonard auf jeden Fall freuen, dass der lakonische Thriller doch noch seinen Weg auf die Leinwand gefunden hat."

01. Juni 2009 | KILLSHOT • Kritik •

Linksammlung zum Film.

Aktueller Stand der Datenbank:
16110 Filme,
15754 Bücher & Artikel,
803 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,87168