Inhalt • KOMMISSAR BELLAMY
Wie jedes Jahr verbringen der Pariser Kommissar Paul Bellamy (Gérard Depardieu) und seine Frau Françoise (Marie Bunel) die Sommerferien in ihrem Elternhaus im südfranzösischen Nîmes. Obwohl Françoise viel lieber ins Ausland verreisen würde, fügt sie sich dem Willen ihres Mannes, der Veränderungen hasst und einfach nur seine Ruhe haben möchte. Mit der gemütlichen Zweisamkeit ist es in diesem Jahr jedoch nicht sehr weit her. Denn ein Fremder (Jacques Gamblin) drängt sich Bellamy auf und behauptet, er habe im Zuge eines Versicherungsbetrugs einen Obdachlosen umgebracht, um danach ein neues Leben zu beginnen.
Kritik • KOMMISSAR BELLAMY • 02. Juli 2009 • film-dienst 14/2009
Laut Rolf-Ruediger Hamacher konzentriert sich der Regisseur "in den wie gewohnt präzise kadrierten Bildern von Eduardo Serra, die in ihrer Schlichtheit stets auch etwas Unwirkliches haben, ganz auf die Führung seiner Schauspieler, und man muss lange zurückdenken, um sich an einen Gérard Depardieu zu erinnern, der sich dermaßen uneitel in den Dienst des Ensembles gestellt hat. Hinter seiner Gutmütigkeit lauert dennoch immer Claude Chabrols sezierender Blick auf die Bourgeoisie. Die unaufdringlichen Liebesszenen, die er mit der wunderbaren Marie Bunel spielt, gehören zu den zärtlichsten, die Claude Chabrol je inszeniert hat."