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BEIM LEBEN MEINER SCHWESTER

BEIM LEBEN MEINER SCHWESTER

Regie Nick Cassavetes
Kinostart 27.08.2009

Kritiken • BEIM LEBEN MEINER SCHWESTER

11. August 2009 | BEIM LEBEN MEINER SCHWESTER • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Thorsten Funke nimmt Cameron Diaz ihre Rolle nicht ab. Er "würde es vielleicht tun, wenn sie besser in Szene gesetzt wäre. Aber die Bildgestaltung besteht vor allem aus Gesichtern in Großaufnahme vor unscharfem Hintergrund und dem ewig sich wiederholenden Blick der besorgten Eltern auf das kranke Kind. Dazu werden traurige Songs zu Gitarre oder Klavier gespielt. Die Handlung besteht im Wesentlichen aus länglichen Rückblenden, in denen es um der kranken Kate erste Liebe geht, das erste Ballkleid oder den ersten Sex. Mit einem jungen Mann, den sie im Krankenhaus kennenlernt, und der – Schicksal Nummer vier – tags darauf an Krebs stirbt."

28. August 2009 | BEIM LEBEN MEINER SCHWESTER • Kritik • Berliner Zeitung

Das Krebsdrama hat Peter Uehling nicht überzeugt. "Nick Cassavetes interessiert sich in seinem Film nicht für den ethischen Konflikt oder das Erwachsenwerden, sondern für den uninteressantesten Aspekt der Geschichte: die Wehmut. Permanente Rückblenden mit fettiger Musik verfälschen Kates qualvollen Tod zum wohligen Grusel. ... In der Inszenierung krass manipulativer Szenen läuft Nick Cassavetes zur Hochform auf. Alles andere scheint ihn nicht zu interessieren, und weder die überengagierte Cameron Diaz noch die Behäbigkeit Alec Baldwins können da etwas auffangen."

28. August 2009 | BEIM LEBEN MEINER SCHWESTER • Kritik • Der Tagesspiegel

Trotzallem sah Christina Tilmann einen außergewöhnlichen Film. "Weil er nicht vor den Konsequenzen seines Stoffs zurückschreckt. Was, wenn Kate (Sofia Vassilieva) entscheidet, das war es jetzt? Wer den zu frühen Tod eines Angehörigen erlebt hat, kann die Wucht ermessen, die der Film in diesem Moment bekommt. Und wo Gefahr besteht, dass er in Sentimentalitäten abzurutschen droht, sorgt Abigail Breslin dafür, dass alles geerdet bleibt. Die 13-Jährige hatte schon in Little Miss Sunshine als untalentierte Miss-Kandidatin eine umwerfende Performance hingelegt. Ihr kann man alles anvertrauen. Auch das Leben der Schwester."

27. August 2009 | BEIM LEBEN MEINER SCHWESTER • Kritik • Der Spiegel

Ein Fast-Rührstück mit sperrigen Momenten sah Christian Buß. Der Film ist "immer dann am besten, wenn er in kleinen Szenen beschreibt, wie das Sterben der einen unweigerlich das Leben der anderen überschattet - und wie sich die Familie gegen das Unabwendbare aufbäumt. Agonie und Euphorie liegen dicht beisammen, das Tragische löst sich schon mal im Komischen auf. In einer Szene sieht man zum Beispiel die große Schwester Blut spucken, während in einer weiteren die kleine ausgelassen kichernd Spaghetti in sich hinein schaufelt."

27. August 2009 | BEIM LEBEN MEINER SCHWESTER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Laut Michael Kohler wird hier besonders heftig auf die Tränendrüse gedrückt. "Auf dem Papier klingt die Handlung dieser Verfilmung von Jodi Picoults gleichnamigem Bestseller wie eine weit hergeholte Versuchsanordnung, in der moralische Fragen weniger erörtert als melodramatisch zugespitzt werden. Man kann sich geradezu vorstellen, wie Picoult die Themen am Reißbrett abhakt: kindliche Selbstbestimmung und staatliche Fürsorgepflicht, Stammzellenforschung und Designer-Babys und dazu das grundsätzliche Dilemma, inwieweit der Mensch den "Schöpfungsplan" eigenhändig umschreiben darf. Auf der Leinwand wird das alles jedoch erstaunlich lebendig, weil die Schauspieler (u.a. Cameron Diaz, Jason Patric, Abigail Breslin) nicht nur Thesen verkörpern und Nick Cassavetes Gegenwart und Vergangenheit in seinen Rückblenden so geschickt ineinander fließen lässt, dass alles ständig in Bewegung zu sein scheint."

27. August 2009 | BEIM LEBEN MEINER SCHWESTER • Kritik • Der Standard

Isabella Reicher ist enttäuscht. "Aber der Regisseur, der zuletzt schon mit dem Alzheimer-Drama The Notebook unangenehm aufgefallen ist, inszeniert die Geschichte auch nach allen Erkenntnissen der Verhaltensbiologie: Wenn man dem Publikum nur lang genug verzweifelte Menschen zeigt, dann wird es auch irgendwann haltlos mitheulen. Das Interesse am Ausloten der Verhältnisse gerät in den Hintergrund gegenüber dem Melken gefühlsintensiver Ereignisse. Das Hollywood-Gebot nach erzählerischer Geschlossenheit gewinnt die Oberhand über eine der Vielzahl an Fragen und Konflikten angemessenere offenere Form."

18. August 2009 | BEIM LEBEN MEINER SCHWESTER • Kritik • programmkino.de

Hier wird - wie Marcus Wessel nicht anders erwartet hat - viel zusammen gelitten und geweint. "Einen Ausgleich hierzu bilden die heiteren Einschübe, in denen vor allem Little Miss Sunshine Abigail Breslin ihren kindlichen Charme spielen lassen und gleichzeitig ihr komödiantisches Talent unter Beweis stellen darf. Immerhin: Nicht jede dieser Episoden ist Nick Cassavetes misslungen. Die kurze, schüchterne Romanze zwischen Katie und einem ebenfalls krebskranken Jungen (Thomas Dekker), zählt mit Sicherheit zu den Höhepunkten dieser ansonsten entlarvend schematischen Betroffenheitsstudie."

15. August 2009 | BEIM LEBEN MEINER SCHWESTER • Kritik • br-online.de

Auch wenn Nick Cassavetes laut Margret Koehler "die Tränendrüsen im richtigen Moment drückt, macht er inhaltlich einige unnötige Schlenker. Ein Kind als Ersatzteillager, das über Jahre nicht rebelliert und die Schwester, die an seinem Elend "Schuld" ist, trotz allem liebt, das könnte ein spannendes Thema sein. Leider driftet es hier irgendwann in eine Coming of Age-Geschichte ab, verliert Nick Cassavetes den Fokus aus den Augen. Wer dennoch gerne im Kinosessel vor sich hintränt, ist hier bestens aufgehoben. Weinen kann entspannen."

10. August 2009 | BEIM LEBEN MEINER SCHWESTER • Kritik • filmspring.ch

"Der Film mit den vielen Erzählstimmen konzentriert sich dann auch weniger auf die ethischen Überlegungen hinter der Zeugung und dem Missbrauch von Anna als vielmehr auf die emotionalen Auswirkungen auf die Familie. Bis kurz vor Schluss funktioniert diese Gefühlspornografie beinahe einwandfrei. Durch sorgfältig eingestreuten, zarten Humor wird eine Balance zwischen Ernsthaftigkeit und Lebenslust hergestellt."

07. August 2009 | BEIM LEBEN MEINER SCHWESTER • Kritik • Sennhauser.ch

Irgendwann ist Michael Sennhauser "für die regelmässig eingestreuten Momente des 'Comic Relief' dermassen dankbar, dass man auf den Weg zurück in die Rührung danach verzichtet. Aber grundsätzlich ist gerade die absolut ungebremste Emotionalisierung und die gnadenlose Wechselbaderei von BEIM LEBEN MEINER SCHWESTER (BEIM LEBEN MEINER SCHWESTER Trailer) etwas, das durchaus Respekt verlangt. Denn es sind nicht billige Rühreffekte, welche hier spielen, sondern grösstenteils ausgezeichnet geschriebene und inszenierte Szenen, getragen von einem wirklich starken Ensemble erfahrener Schauspieler."

03. August 2009 | BEIM LEBEN MEINER SCHWESTER • Kritik • Filmbewertungsstelle

"Einfühlsam gelingt es Regisseur Nick Cassavetes den Film langsam und ruhig in die Zielgerade der Geschichte zu steuern ohne dabei sentimental zu werden. Vielmehr bricht er immer wieder mit den Klischees, die er selber anführt. Auch die behutsam eingesetzte und sehr zurückhaltende Filmmusik trägt zu diesem Eindruck bei. Trotz diametral entgegen gesetzter Auffassungen der Mutter und der kranken Tochter sowie dem Rest der Familie kommt doch alles dem versöhnlichen Schluss, sich dem Unvermeidlichen zu beugen und die Zeit, die bleibt, zu genießen. Es ist gerade auch die spannende Konstellation zwischen Eltern und Kindern, die die bereichernde Qualität des Films ausmacht und mit allen Mitteln des modernen Unterhaltungskinos ein anspruchsvolles Thema verständlich vermittelt."

01. Juni 2009 | BEIM LEBEN MEINER SCHWESTER • Kritik • filmz.de

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