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ACHTERBAHN

ACHTERBAHN

Regie Peter Dörfler
Kinostart 02.07.2009

Kritiken • ACHTERBAHN

16. Februar 2009 | ACHTERBAHN • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Laut Sascha Keilholz gelingt es dem Regisseur "von Anfang an jene Geschichte weitestgehend klischeefrei zu erzählen, ihre tragikomische Dimension zu betonen. Vom Riesenrad schwenkt die Kamera auf umgestürzte Dinosaurierfiguren, fährt an ihnen entlang wie an einem vergessenen Kriegsschauplatz. Emotional bedienen die Einstellungen sowohl romantische als auch schreckliche Assoziationen. In der nächsten Sequenz ist die Romantik gewichen. Norbert Witte lebt im offenen Vollzug einer Berliner JVA."

02. Juli 2009 | ACHTERBAHN • Kritik • Die Tageszeitung

Detlef Kuhlbrodt ist begeistert. "Alles ist völlig desolat. Die Passagen, in denen der Sohn erzählt, sind wohl mit verstecktem Tonband aufgenommen. Das Revisionsverfahren hat nichts gebracht und nur Geld gekostet. Dass der Sohn im Gefängnis vergiftet wurde, ist möglicherweise sogar gut, sagt ein Botschaftsangestellter, weil es dazu beitragen kann, ihn nach Deutschland auszuliefern. Nicht nur wegen seiner turbulenten Geschichte ist ACHTERBAHN (ACHTERBAHN Trailer) einer der besten deutschen Dokumentarfilme der letzten Jahre."

02. Juli 2009 | ACHTERBAHN • Kritik • Die Tageszeitung

Ein Gespräch mit dem Schausteller Norbert Witte über seine straffälligen Verwicklungen führt Claudia Lenssen.

02. Juli 2009 | ACHTERBAHN • Kritik • perlentaucher.de

So recht funktioniert der Film für Ekkehard Knörer nicht. "Peter Dörfler, der Witte freilich auch mal bei der Bartrasur zeigt, setzt auf die Relativierung durch widerstreitende Aussagen. Neben Witte selbst kommen sein Sohn, seine Frau, seine Tochter (es gibt drei weitere Kinder, die sieht man nicht), sein Anwalt zu Wort. Für die komplizierten rechtlichen und ökonomischen und bürokratischen Verwicklungen rund um das Spreepark-Desaster interessiert sich der Film kaum. Ein paar auf die eine oder andere Weise Betroffene kommen zu Wort, insgesamt jedoch erhalten Wittes eigene Einlassungen zum Thema mutmaßlich ein Gewicht, das ihnen nicht zukommt."

01. Juli 2009 | ACHTERBAHN • Kritik • Berliner Zeitung

Der Verzicht auf die politischen Protagonisten des Falls tut dem Film gut, behauptet Christina Bylow. "Keinen Moment lang lässt sich Peter Doerfler in eine Position gefühliger Anteilnahme hineinbugsieren. Er strukturierte seinen Film nahezu dialektisch, setzt Szenen und Sätze gegeneinander und schafft es so, die enorme Widersprüchlichkeit zwischen Selbstdarstellung und Realität, Fassade und Substanz sichtbar zu machen. In den drei Hauptakteuren seines Films, Vater Norbert, Mutter Pia, Tochter Sabrina (eines von fünf Kindern) hatte Peter Doerfler drei Mitspieler, die ihm in ihrem Geltungsdrang mehr Futter lieferten, als ihnen eigentlich lieb sein kann."

06. Juni 2009 | ACHTERBAHN • Kritik • Berliner Zeitung

Ralf Schenk sah "eine Biografie, die zum Nachdenken über Höhenflüge und tiefen Fall einlädt, über Schein und Sein, die Suggestion des Geldes und den damit verbundenen Selbstbetrug, der nie ein Ende nehmen will."

02. Juni 2009 | ACHTERBAHN • Kritik • programmkino.de

Hendrike Bakehat die Familie beobachtet. "Noch in seinem angeschlagenen Zustand im Gefängnis entfaltet Witte, der auf alten Fotos in Aussehen und manischer Ausstrahlung dem jungen Rainer Werner Fassbinder ähnelt, einen beträchtlichen Charme und Unterhaltungswert. Ebenso Ehefrau Pia, die jahrelang alleine mit zwei kleinen Kindern jugoslawische Rummelplätze bereiste und der man im Film dabei zusieht, wie sie tough und gestylt peruanische Hinterhöfe abklappert und fachmännisch verrottete Karusselle begutachtet. Der Zusammenhalt der Familie durch alle Höhen und Tiefen ist beeindruckend. Wie weit man ihrem Selbstbild Glauben schenkt, bleibt jedem Zuschauer selbst überlassen."

02. Juni 2009 | ACHTERBAHN • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel findet den Titel richtig gewählt. "Erstens natürlich weil es um das Schaustellergewerbe geht, und zweitens weil man im Leben einer Familie selten ein derartiges Auf und Ab antrifft. Der Dokumentarfilm ist – bei aller Schuld der Hauptperson – als Charakterbild bedenkens- und des Anschauens wert. Interessantes Material wurde zusammengetragen, und montiert ist es sehr gut. Norbert Witte wird sich kaum je ändern. Die stärkere Rolle hat nunmehr im Kampf um die Befreiung ihres Sohnes Pia Witte."

01. Juni 2009 | ACHTERBAHN • Kritik • filmz.de

Linksammlung zum Film.

17. März 2009 | ACHTERBAHN • Kritik • Der Tagesspiegel

Die Karriere des Mannes findet Matthias Oloew ziemlich schillernd. Der Filmemacher "wollte Wittes Geschichte so erzählen, "wie sie sehr wahrscheinlich passiert ist", seine Absicht war nicht, "Herrn Witte zu rehabilitieren". Das schafft er auch und kommt in seinem Film den Mitgliedern der Familie verblüffend nah. Dabei steht nicht allein Norbert Witte im Vordergrund, sondern mit zunehmender Dauer des Films seine mittlerweile von ihm getrennt lebende Frau, die aus ihrer Enttäuschung über ihren Exmann kein Hehl macht."

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