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9TO5 - DAYS IN PORN

9TO5 - DAYS IN PORN

Regie Jens Hoffmann
Kinostart 02.07.2009

Kritiken • 9TO5 - DAYS IN PORN

30. Juni 2009 | 9TO5 - DAYS IN PORN • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Thorsten Funke ist erst gegen Ende überzeugt. "Fast unmerklich, machen sich Veränderungen bemerkbar, werden die Selbstdarstellungen einiger Protagonisten behutsam unterlaufen, nicht aber denunziert. Das ist der Moment, in dem die Dreharbeiten über einen so langen Zeitraum sich auszahlen. Da lässt sich Katja Kassin auf das Escort-Business ein, und das coole Porno-Ehepaar Audrey Hollander und Otto Bauer filmt in der heimischen Küche einen deprimierend unglamourösen Geschlechtsakt, bei dem Zuschauer und Techniker mit der Bierflasche in der Hand daneben stehen. Und der spaßige Lebensentwurf irgendwo zwischen Pragmatismus und Außenseitertum spiegelt sich schließlich im müden Blick einer nackten Darstellerin, die wie vergessen auf einem Bett im Studio liegt."

02. Juli 2009 | 9TO5 - DAYS IN PORN • Kritik • Berliner Zeitung

Die Nachrichten aus dem anderen Hollywood sind angenehm dezent inszeniert, wofür Alexandra Seitz dem Regisseur dankt. "Aufschlussreich sind vor allem Alltagsbeobachtungen, sind Gespräche vor und nach dem Dreh, sind die Blicke in die Gesichter der Akteure, während der Pausen. Manche dieser Blicke sind entlarvend, sie zeigen bröckelnde Fassaden und halten fortschreitende Desillusionierung fest. Andere liefern bestürzende Einblicke in physische (Selbst-)Ausbeutung, zeigen die körperliche Arbeit, die ein Porno-Dreh bedeuten, und die Erschöpfung, die er mit sich bringen kann."

02. Juli 2009 | 9TO5 - DAYS IN PORN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Heike Kühn hat viel entdeckt. "Begleitet von einem kongenialen Soundtrack, der mindestens so viel widersprüchliche musikalische Stile wiederspiegelt wie der Film Ansichten, Ambivalenzen und Diskussionen über Analszenen, kommen Profis zu Wort, die Licht und Schatten aufzeigen. Ruhmsucht, Geldgier, Selbstbetrug, Verdrängung, Drogen. Auf der anderen Seite: bezahlte Triebabfuhr und grenzenlose Freiheit. ... Entscheidend ist, dass Jens Hoffmanns Film nie die Position der Porno-Kamera übernimmt. Die Doku-Kamera ist nicht der beteiligte Dritte, der versucht, das Show-Biz voyeuristisch aufzubereiten."

02. Juli 2009 | 9TO5 - DAYS IN PORN • Kritik • Der Freitag

Laut Matthias Dell wirft der Film einen nüchternen Blick auf die Sexfilmbranche. "Leider erwächst daraus kein weiterführendes Interesse, das die Nähe von Porno und kapitalistischer Wirtschaft beleuchten wollte. Jens Hoffmanns Bestandsaufnahme versucht sich an einer mentalen Beschreibung der amerikanischen Pornoindustrie. Dafür werden zahllose Protagonisten vorgestellt, die etwas unentschieden mit den Attributen der Branche versehen sind ... Porno ist immer Auffangbecken für gesellschaftliche Außenseiter und permanentes Kriegsgebiet für jeden Einzelnen zugleich. Der Kampf um die Selbstbehauptung führt bis an die Ränder dieser Industrie, an denen ehemalige Darstellerinnen die Gesundheitsvorsorge optimieren."

30. Juni 2009 | 9TO5 - DAYS IN PORN • Kritik • film-dienst 14/2009

Reinhard Lüke hat schon besseres über die Porno-Branche gesehen. "Wo sich ohne nennenswerte dramaturgische Spannungsbögen die einzelnen Episoden kommentarlos aneinander reihen, kommt mit der Zeit exakt dieselbe Langeweile auf wie in jedem handelsüblichen Pornofilm. Da hilft es dann auch nicht viel, dass der Film einen ambitionierten Soundtrack hat und Hoffmann mit der 16mm-Kamera zumindest ästhetisch einen Kontrast zu den flachen Digitalbildern des Genres liefert und als Trenner zwischen den einzelnen Passagen immer wieder Sequenzen vom rollenden Verkehr auf kalifornischen Highways einschneidet."

02. Juni 2009 | 9TO5 - DAYS IN PORN • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns fragt sich, was der Film eigentlich möchte. "Er bemüht sich, den Alltag des Pornogeschäftes darzustellen, zeigt die Produzenten, die Darsteller sichten und in Kategorien einteilen, das Besprechen der Dreharbeiten, aber auch die Bemühungen der weiblichen Darsteller (männliche kommen kaum zu Wort), ihren Körper, ihr Kapital, zu pflegen. Mit einem Gespür für Nuancen, für die Abgründe des körperlich harten Geschäftes, hätte die filmische Version des Fotobandes "PornoLand" entstehen können."

02. Juni 2009 | 9TO5 - DAYS IN PORN • Kritik • programmkino.de

Für Thomas Engel begibt sich der Film "auf eine Gratwanderung. Er deckt schonungslos die Pornoindustrie auf, mit der eine Menge Geld gemacht wird – "mehr als mit allen Sportveranstaltungen" -, aber er schreckt auch vor zahllosen voyeuristischen Aufnahmen keineswegs zurück. Aus welchem Grund dies speziell so ist, muss jeder selbst beurteilen. Auf jeden Fall sollten jugendliche, zartbesaitete, nicht abgebrühte Gemüter darauf aufmerksam gemacht und gewarnt werden."

01. Juni 2009 | 9TO5 - DAYS IN PORN • Kritik • filmz.de

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