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DER ENTSORGTE VATER

DER ENTSORGTE VATER

Regie Douglas Wolfsperger
Kinostart 11.06.2009

Kritiken • DER ENTSORGTE VATER

11. Juni 2009 | DER ENTSORGTE VATER • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Christina Bylow macht sich der Film zum Sprachrohr einer Kampagne. "Douglas Wolfsperger zeigt die Männer als Einsame bei traditionell männlichen Beschäftigungen, an denen die Kinder sicher Gefallen fänden: Bäume fällen, sägen, auf dem Rummel schießen, Segelfliegen. Viele weiße Flecken bleiben in diesem Film, wunde Punkte verschwinden hinter Floskeln aus der (Paar-) Therapie. Dem Film fehlt es an lebendigen Erzählungen; es ist, als bewegten sich diese Männer nach wie vor vorsichtig auf dem dünnen Eis schwebender Verfahren."

11. Juni 2009 | DER ENTSORGTE VATER • Kritik • Die Tageszeitung

Die Betroffenheit des Regisseurs stellt sich jeder Erkenntnis in den Weg, meint Birgit Glombitza. "Es ist ein Film der Unverhältnismäßigkeit, der Fassungslosigkeit und der - aller Faselei zum Trotz - erschreckenden Wortlosigkeit geworden. Es fehlen Bezüge, differenziert ausgeleuchtete Vorgeschichten. Je genauer Douglas Wolfsperger hinschauen will, auf das eigene Leid und die Gesellschaft, die es umgibt, umso unschärfer und ferner schaut es zurück und bleibt ein diffuses phänomenologisches Irgendwie. Leichtes Spiel für Penthesilea."

11. Juni 2009 | DER ENTSORGTE VATER • Kritik • Der Tagesspiegel

Parteilich, wütend, verzweifelt nennt Hans-Jörg Rother die Dokumentation. "DER ENTSORGTE VATER ist insofern mutig, als er den Egoismus unserer Gesellschaft als Zukunftsgefahr anprangert. Muttersöhnchen auf der einen Seite, Prinzessinnen auf der anderen – wie mögen die eines Tages zueinander finden? Dass die Bestandsaufnahme filmisch nicht leicht zu bewältigen war, liegt auf der Hand. Dem zu erwartenden Redeschwall hat Douglas Wolfsperger kräftig entgegenzusteuern versucht, indem er die Protagonisten in ihren –meist einsamen – Arbeitsplatz- und Freizeitwelten beobachtete. Hinter die kaum verborgene verzweifelte Wut der Männer setzt die Musik von Konstantin Gropper Ausrufezeichen: in Fortissimo."

03. Juni 2009 | DER ENTSORGTE VATER • Kritik • br-online.de

Leider gelangt der Film laut Kirsten Liese nicht über eine subjektive Bestandsaufnahme hinaus. "Nicht, dass sich an den geschilderten Schicksalen Zweifel regen würden. Aber um sich ein umfassendes Bild machen zu können, hätte es doch einiger Hintergründe zu juristischen Debatten und einer Vertiefung der Fakten bedurft. Nicht zuletzt hätte auch zu dem sogenannten "Parental Alienation Syndrome", dem elterlichen Entfremdungssyndrom thematisiert werden müssen, unter dem vor allem Wolfspergers Tochter ganz offensichtlich leidet. Dann hätte ein überlegener, souveräner, fundierter Beitrag daraus werden können. So bleibt es leider nur eine gut gemeinte Betroffenheitsstudie."

03. Juni 2009 | DER ENTSORGTE VATER • Kritik • 3Sat - Kulturzeit

Für Dennis Drögemüller kommt die Gegenseite nicht zu Wort. Der Film "will zurecht eine Debatte über väterliche Identität und ein überkommenes Geschlechterrollen-Verständnis in unserer Gesellschaft anstoßen. Weil seine Form aber zwischen seriösem Dokumentarfilm und den polarisierenden Fingerzeigen eines Michael Moore changiert, wird seine Strahlkraft verwässert. Etwas mehr inhaltliches Gleichgewicht und eine distanzierte Betrachtung hätten dem Thema gut getan. Ob auch Douglas Wolfspergers sehr persönliche Polemik den entrechteten Vätern die Aufmerksamkeit verschafft, die sie verdienen, ist fraglich."

02. Juni 2009 | DER ENTSORGTE VATER • Kritik • film-dienst 12/2009

Michael Ranze schätzt die vorherigen Filme des Regisseurs mehr. "DER ENTSORGTE VATER hingegen leidet an der persönlichen Betroffenheit des Regisseurs und seiner distanzlosen, einseitigen Herangehensweise. Aus den Einzelschicksalen und privaten Leidensgeschichten lassen sich keine allgemein gültigen Urteile über den Umgang mit geschiedenen Vätern ableiten."

02. Juni 2009 | DER ENTSORGTE VATER • Kritik • programmkino.de

Hendrike Bake sah einen "subjektiven Bericht aus der Welt der getrennten Männer, die gerne Vater wären und es nicht sein dürfen, und um das Elend der Kinder, die zwischen die Fronten geraten. Es geht nicht um die Mütter (die kaum zu Wort kommen und das wohl auch nicht wollten) oder um die vielen Trennungsväter, die sich nicht um ihre Kinder kümmern. Wissenschaftliche, gesellschaftliche und juristische Debatten, beispielsweise um das Scheidungs- und Sorgerecht von 1978, das "Parental Alienation Syndrome", oder die neue Mütterlichkeit berührt der Film nur am Rande. Aber er fordert eindrucksvoll dazu auf, sie endlich zu führen."

02. Juni 2009 | DER ENTSORGTE VATER • Kritik • programmkino.de

Laut Thomas Engel fehlt es "keinesfalls an Interesse an diesem Film. Ist die Rechtslage vielleicht doch ungenügend? Ist die Politik gefragt? Geht es in der Alltagsrealität mit rechten Dingen zu? Müssen die "entsorgten Väter" tatsächlich derart draufzahlen und leiden? Es ist sicherlich ein Verdienst Wolfspergers, in seinem Dokumentarfilm das Problem in drastischer und zum Teil aufrüttelnder Weise aufgezeigt zu haben. Zum Bewusstwerden und zum Nachdenken. Subjektives Plädoyer für rechtlich benachteiligte Elternteile, insbesondere Väter, für die bei aller Berücksichtigung des Wohls der Kinder Besserung Not täte."

01. Mai 2009 | DER ENTSORGTE VATER • Kritik • filmz.de

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