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BERLIN´36

BERLIN´36

Regie Kaspar Heidelbach
Kinostart 10.09.2009

Kritiken • BERLIN´36

30. Juli 2009 | BERLIN´36 • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Deniz Utlu kritisiert den Film stark. Die "geschichtsverfälschende Romantik passt zum Fernsehformat des Films, zu der überladenen Musik, der viel zu deutlichen Aussprache der Schauspieler und dem Mangel an Subtilität. In Wirklichkeit war Bergmann keineswegs handlungsohnmächtig: Sie verließ Deutschland und fand in den USA eine neue Heimat, wo sie später für ihre Leistungen mehrfach ausgezeichnet wurde. Aber darüber erfahren wir nichts. Das Schicksal eines Jungen in Frauenkleidern, der es bis zu den Olympischen Spielen schafft, mag eine erzählenswerte Story sein, die Geschichte von Gretel Bergmann ist das nicht. Ihre Geschichte bleibt auch im Film ausgeschwiegen."

10. September 2009 | BERLIN´36 • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal fühlt sich im Kino manchmal so, als wüsste sie schon alles. "Da alle Lehren aus der deutschen Vergangenheit gezogen sind, scheint sich der richtige Erzählton von selbst zu ergeben. Aus dieser Sicherheit heraus entstehen immer wieder Filme, die ihren großartigen Stoff in eine seltsame Mittellage zwingen: Das Ganze ist schauspielerisch wie inszenatorisch anständig ausgeführt, bewirkt aber keine nennenswerte Irritation beim Zuschauer. Er darf sich sicher wiegen. BERLIN´36 (BERLIN´36 Trailer) von Kaspar Heidelbach ist so ein Fall."

10. September 2009 | BERLIN´36 • Kritik • Der Tagesspiegel

Jedes der beiden Schicksale ist laut Christina Tilmann ein Drama für sich, das des Mannes in einer Frauendisziplin womöglich gar das spannendere. Sie sah "ein bisschen Mobbing der "arischen" Konkurrentinnen, fiese Nazis in Uniform, einen gemütlichen Axel Prahl als Trainer und einen hübsch-lockenköpfigen Sebastian Urzendowsky, der die Gratwanderung Maries nie spürbar macht. Und viele, viele Anläufe vor der Latte. BERLIN´36 (BERLIN´36 Trailer) hat jede einzelne gerissen."

10. September 2009 | BERLIN´36 • Kritik • Neues Deutschland

Oliver Händler sah einen politischen Film, der im Sportanzug daherkommt. "Das 'Einer gegen alle'-Prinzip, die alles infrage stellende Verletzung, die motivierenden Ansprachen und die spannende Musik, die hier zum Glück nicht zu pathetisch ertönt, sind typische Elemente eines Sportlerdramas. Erfrischend wie tragisch zugleich bleibt das Happy End aber aus. Bergmann wird ausgeschlossen, als die Amerikaner nicht mehr umkehren können. Die Nazis ließen sich natürlich nicht von einer jüdischen Hochspringerin vorführen. Wer nun gar nichts mit dem Genre Sportfilm anfangen kann, dem ist der Schluss trotzdem noch zu kitschig."

10. September 2009 | BERLIN´36 • Kritik • Junge Welt

Die jüdischen Opfer bleiben für Deniz Utlu wieder einmal im Hintergrund. "In der Schlüsselszene am Ende ist das gesamte verstörende Konzept des Films enthalten: Marie ist aktiv, hat Handlungsmacht, Gretel ist passiv und angewiesen auf Solidarität. Diese geschichtsverfälschende Romantik paßt zum Fernsehformat des Films, zu der überladenen Musik, der viel zu deutlichen Aussprache der Schauspieler und dem Mangel an Subtilität. In Wirklichkeit war Bergmann keineswegs handlungsohnmächtig: Sie verließ Deutschland und fand in den USA eine neue Heimat, wo sie später für ihre Leistungen mehrfach ausgezeichnet wurde. Aber darüber erfahren wir nichts."

08. September 2009 | BERLIN´36 • Kritik • film-dienst 20/2009

Für Rüdiger Suchsland ist dies ein "Beispiel eines Historienfilms, der den Mehrwert, auf Tatsachen zu beruhen, für sich nutzen will, ohne den Preis dafür zu bezahlen: Fakten korrekt oder zumindest angemessen darzustellen. Im Prinzip geht es nur um Entertainment durch Gefühlskitsch vor historischer Kulisse. Dagegen ist bewegend, die reale Gretel Bergmann, die heute hochbetagt in New York lebt, am Ende zu sehen und sprechen zu hören. Diese kurzen Bilder lassen nicht nur alles verblassen, was zuvor zu sehen war, sie wirkten wie eine subtile Form der Exploitation: Die Zeitzeugin, deren kaum bekanntes Schicksal hier angeblich endlich dem „Vergessen“ entrissen wird, soll auch den Film beglaubigen. Einmal mehr soll Gretel Bergmann als Alibi herhalten."

03. August 2009 | BERLIN´36 • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns "hat den Eindruck, den Machern sei im Lauf der Dreharbeiten aufgefallen, dass die Geschichte des Mannes in Frauenkleidern viel interessanter ist als die Gretels, aber da war es schon zu spät. Allerdings wäre auch diese Geschichte unter der Regie eines Fernseh-Regisseurs wie Kaspar Heidelbach, der jede Szene auf die gleiche, uninspirierte Weise abfilmt, kaum zu dem Film geworden, den sie verdient hätte."

02. August 2009 | BERLIN´36 • Kritik • Filmbewertungsstelle

"Die Geschichte konzentriert sich auf Gretel Bergmann und ihr Umfeld, zeigt das Dilemma zwischen sportlichem Ehrgeiz und politischen Zwängen und belegt eindrucksvoll wie weitreichend und perfide die Machtausübung des totalitären Nazi-Regimes war, das auch mögliche Zeugen, wie den amerikanischen Journalisten eiskalt eliminierte. Kritik wurde von einigen Juroren an der recht ausführlichen Schilderung einzelner Abschnitte geübt, wie beispielsweise die des Trainingslagers. Auch wurde angemerkt, dass man sich nach der langen spannenden Hinführung am Ende auch einen Hinweis auf die Gewinner von Gold, Silber und Bronze gewünscht hätte."

01. August 2009 | BERLIN´36 • Kritik • filmz.de

Linksammlung zum Film.

12. Juli 2009 | BERLIN´36 • Kritik • RP-Online

Christoph Zacharias berichtet von den Dreharbeiten.

| BERLIN´36 • Kritik • Der Spiegel

Die Jüdin Margaret Bergmann war 1936 die beste Hochspringerin der Welt, aber an den Olympischen Spielen durfte sie nicht teilnehmen. Die Nazis nominierten einen als Frau verkleideten Mann. Klaus Brinkbäumer besuchte die 95-Jährige in New York.

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