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STATE OF PLAY - STAND DER DINGE

STATE OF PLAY - STAND DER DINGE

Regie Kevin Macdonald
Kinostart 18.06.2009

Kritiken • STATE OF PLAY - STAND DER DINGE

14. Juni 2009 | STATE OF PLAY - STAND DER DINGE • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Birte Lüdeking ist etwas enttäuscht. "Die moralischen Grauzonen der Vorlage sind in Kevin McDonalds Verschwörungsthriller schwarz-weißer gehalten. Seine Charaktere bestehen überwiegend aus Arche- oder Stereotypen, wobei hier besonders die weiblichen Protagonisten einseitiger oder unbedeutender abschneiden als in der Fernsehversion. Dem Zuschauer wird mehr vorgekaut und weniger zugetraut. Leider auch mehr Bedeutung vorgegaukelt als schlussendlich vorhanden ist. Was in Erinnerung bleibt ist ein sympathisch verschlumpfter Russell Crowe in Cordjacke. Die sollte eigentlich Brad Pitt überstreifen, doch dem hat angeblich das Drehbuch missfallen. Nicht dumm, der Brad Pitt."

18. August 2009 | STATE OF PLAY - STAND DER DINGE • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Einen brillanten Thriller sah Susanne Ostwald. "Der Stoff ist hochaktuell, sowohl was den Trend zum Outsourcing staatlicher Leistungen als auch was den Journalismus im Umbruch betrifft. Gleichzeitig ist der Film eine sympathisch altmodische Hymne auf den Journalistenberuf, welche die Ambiguität einer objektiven Berichterstattung thematisiert. ... Die schrägen Kamerawinkel in STATE OF PLAY - STAND DER DINGE (STATE OF PLAY - STAND DER DINGE Trailer) sind direkt der Filmästhetik der siebziger Jahre entlehnt und ein probates Stilmittel, um kippende Verhältnisse darzustellen. Denn ob am Ende eine gedruckte Zeitung oder ein Online-Artikel erscheint, ist mehr als eine Frage der Zeit."

18. Juni 2009 | STATE OF PLAY - STAND DER DINGE • Kritik • Berliner Zeitung

Spannend nennt Peter Uehling den Zeitungsthriller. Der Regisseur "entwirrt hier die komplexe Intrige zu einer erstaunlich übersichtlichen Geschichte - erstaunlich erst recht, wenn man bedenkt, dass dem Film eine sechsteilige TV-Serie der BBC zugrunde liegt, die entsprechend eingedampft werden musste. Für Nebenstränge, nutzlose Liebesgeschichten etwa, ist da kein Platz, und das gibt STATE OF PLAY - STAND DER DINGE (STATE OF PLAY - STAND DER DINGE Trailer) sein eigentümlich unterkühlte Spannung. ... Niemand ist in dieser Geschichte, in diesem blaustichig düsteren Washington ganz sauber. Da gibt es keinen Idealismus, der nicht von persönlichen Interessen überlagert wird. Kevin Macdonald macht daraus keine große moralische Angelegenheit, und gerade das macht seinen Film so realistisch."

18. Juni 2009 | STATE OF PLAY - STAND DER DINGE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Michael Kohler hätte etwas mehr erwartet. "In seinen besten Momenten ist STATE OF PLAY - STAND DER DINGE (STATE OF PLAY - STAND DER DINGE Trailer) ein zeitgemäßer Actionfilm, in seinen schwächeren wirkt er eher wie atemlos gegen den drohenden Redaktionsschluss angeschrieben. Über das journalistische Handwerk erfährt man nichts, was einem nicht auch die übliche Räuberpistole liefern würde, und was den Stand der Dinge im gegenwärtigen Zeitungsgeschäft betrifft, müssen geraunte Hinweise auf die neuen Eigentümer des Medienkonzerns genügen. Ergiebiger sind da die filmischen Erinnerungen."

18. Juni 2009 | STATE OF PLAY - STAND DER DINGE • Kritik • Der Standard

Isabella Reichert lobt den Regisseur. Der Film "entfaltet sich in der Folge als routiniert inszenierter, weitreichender Verschwörungskrimi. Neben der Enthüllung der Zusammenhänge treibt diesen vor allem ein permanentes Kräftemessen und Abwägen konkurrierender Interessen vorwärts - zwischen politischen Instanzen und Wirtschaftskonzernen, zwischen Presse und Polizei, Profit und Verantwortung. Oder auch zwischen freundschaftlicher Verbundenheit und professioneller Distanz."

18. Juni 2009 | STATE OF PLAY - STAND DER DINGE • Kritik • perlentaucher.de

Ekkehard Knörer ist enttäuscht: Der Film ist vieles auf einmal und nichts davon leider richtig. "Er beruht auf einer britischen Miniserie und verdichtet deren Komplexitäten weniger, als dass er sich auf Klischees verlässt. Das ist der Tod eines jeden Genre-Films und leider wird STATE OF PLAY - STAND DER DINGE (STATE OF PLAY - STAND DER DINGE Trailer) in der Tat nie lebendig. Er gibt sich viel Mühe, reiht Twist an Twist, schickt seinen Helden in Tiefgaragen und Lebensgefahr. Er wackelt handkameraesk mit ihm durchs Dunkle, er blickt in Ausnutzung spektakulärer Architektur auch mal sehr schräg von oben. Was alles nur dazu führt, dass man seine Mittel der Undurchschaubarkeitsproduktion immerzu, eben: durchschaut. Und deshalb leider die ganze Zeit ausgesprochen ungerührt bleibt."

17. Juni 2009 | STATE OF PLAY - STAND DER DINGE • Kritik • Hamburger Abendblatt

Hanns-Georg Rodek hätte etwas mehr erwartet. "Es ist alles vorhanden für einen Politthriller à la DIE UNBESTECHLICHEN oder einen Industriekrimi wie MICHAEL CLAYTON (MICHAEL CLAYTON Trailer) - aber STATE OF PLAY - STAND DER DINGE (STATE OF PLAY - STAND DER DINGE Trailer) ist an den Machenschaften des militärisch-industriell-politischen Komplexes nicht primär interessiert; er nimmt als gegeben an, dass sie stattfinden. Darin liegt ein implizites Eingeständnis: Der Nadelstreifenschurke ist für das auf Überraschungseffekte bauende Kino bereits eine verbrauchte Figur, weil wir ihm in allen Medien inflationär begegnen."

17. Juni 2009 | STATE OF PLAY - STAND DER DINGE • Kritik • Der Tagesspiegel

Als hemmungslos nostalgisch bezeichnet Jan Schulz-Ojala den Film. "Vom Drogenthriller zum Melodram, vom politischen Komplott zur korrumpierenden Bettgeschichte oszilliert die durchaus absichtsvoll unübersichtliche Story, wobei die einzelnen Elemente immer weniger voneinander zu trennen sind. ... Das ist, mit immer wieder überraschenden Wendungen, dynamisch, elegant und spannend erzählt. Vor allem aber bewährt sich hier ein ausdrücklich arbeitsteiliges Modell zwischen Print- und Onlinejournalismus, das – zumindest für die Dauer eines Filmtraums – Schule macht. Politischer Schlüsselstoff und privates Schlüsselloch."

16. Juni 2009 | STATE OF PLAY - STAND DER DINGE • Kritik • film-dienst 13/2009

Seine Realitätsnähe gewinnt der Film vor allem auch aus der Darstellung von Politik und Presse, stellt Mike Beilfuß fest. "Was zunächst wie eine an der beruflichen Oberfläche bleibende Darstellung anmutet, entpuppt sich als erstaunlich nüchterne Charakterisierung: Hier geht es nicht um das Privatleben der Protagonisten, hier gibt es keine bis zur Unglaubwürdigkeit strapazierten Liebesgeschichten – die Konturen der Charaktere werden in der Entwicklung der Gesamtgeschichte geschärft und treten beiläufig in einzelnen Szenen und Handlungsweisen zutage. Dass hierbei manche Figur auf der Strecke bleibt oder zur dezenten Karikatur verkommt – wie die von Helen Mirren dargestellte "toughe" Chefredakteurin, die nicht selten zur bloßen Schlagwortgeberin gerät –, wird zwangsweise in Kauf genommen."

02. Juni 2009 | STATE OF PLAY - STAND DER DINGE • Kritik • br-online.de

Auch wenn laut Heiko Rauber "der stark verdichtete Plot am Ende nicht ganz überzeugen kann – zu den Stärken gehört auch die dokumentarisch dichte Erzählung und akribisch genaue Recherche. Das gilt auch für das Thema, bei dem sich der Film vielleicht ein bisschen zu ernst nimmt, bei seinem Hohelied für den guten, alten Journalismus. ... Die politische Botschaft des Films dagegen, und darin unterscheidet sich STATE OF PLAY - STAND DER DINGE (STATE OF PLAY - STAND DER DINGE Trailer) von seinen 1970er-Jahre-Vorbildern, ist eher ein dramaturgisches Element als wirkliches Engagement. Was bleibt, ist ein packender Thriller, der weniger auf bombastische Action und Effekte, sondern auf Suspense und seine glaubwürdigen Figuren setzt. Und das gab es in letzter Zeit nicht allzu oft im Kino zu sehen."

02. Juni 2009 | STATE OF PLAY - STAND DER DINGE • Kritik • programmkino.de

Das ist zu wenig, meint Marcus Wessel. "Mit jeder Wendung, die der Plot zum Ende hin nimmt, entfernt sich STATE OF PLAY - STAND DER DINGE (STATE OF PLAY - STAND DER DINGE Trailer) etwas weiter von seinem durchaus spannenden Sujet. Die Frage, welche Konsequenzen und Interessenskonflikte aus einer Privatisierung hoheitlicher Aufgaben erwachsen, tritt zugunsten einer wenig spektakulären Thriller-Logik in den Hintergrund, in der Freund und Feind erwartungsgemäß mehrmals die Rollen wechseln dürfen. Aus der Tatsache, dass multinationale Militärdienstleister wie "Blackwater" – diesem realen Vorbild ist die Film-Version POINTCORP zweifelsfrei nachempfunden – unsere demokratische, rechtsstaatliche Kultur bedrohen, schlägt Kevin Macdonalds oberflächlicher Polit-Thriller letztlich zu wenig Kapital."

01. Mai 2009 | STATE OF PLAY - STAND DER DINGE • Kritik • filmz.de

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