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TETRO

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Regie Francis Ford Coppola

Kritiken • TETRO

16. Mai 2009 | TETRO • Kritik • Der Spiegel

Andreas Borcholte ist durchaus überrascht über den neuen Film des Altmeisters. "Kammerspielartig, teil ins Aberwitzige driftend, verknüpft Francis Ford Coppola Coppola in TETRO großes Drama mit griechischer Tragödie - und wartet am Ende mit einem Film auf, der formal wie ästhetisch überrascht. Da verzeiht man der zwischen Damals und Heute hin und herspringenden Story gerne ein paar Wendungen, die arg vorhersehbar sind."

16. Mai 2009 | TETRO • Kritik • Berliner Zeitung

Eine Menge Kunstanstrengung hat Anke Westphal ausgemacht. "Es ist eine Schwarz-Weiß-Produktion mit Anklängen an den Film Noir und die Nouvelle Vague, der auch mit der Oper und dem Ballett flirtet und ganz auf die Koppelung von Familiengeschichte, genealogischem Geheimnis und Kunst aus ist. Ein junger Mann besucht hier seinen in Buenos Aires lebenden älteren Bruder. Den spielt Vincent Gallo, er hat eines der Gesichter, in die zu schauen man nie müde wird, weil man nie sicher weiß, wie er denn nun blickt: ob nun paranoid, zärtlich, begeistert oder doch nur bedeppert."

16. Mai 2009 | TETRO • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala stellt Folgendes fest: "Von seiner eigenen jüngsten Ungenießbarkeit aber, JUGEND OHNE JUGEND (JUGEND OHNE JUGEND Trailer), ist Francis Ford Coppola mit dieser ungleich kohärenteren Partitur weit entfernt. TETRO packt, vor allem auf seiner Kammerspielebene, durchaus als bewegende Familienaufstellung, als Drama der begabten Kinder, schließlich als Katastrophe angehender Männer, die ihr Restleben vernichtet sehen."

15. Mai 2009 | TETRO • Kritik • Die Tageszeitung

Als schmerzensreich bezeichnet Cristina Nord die Familiengeschichte. "Unablässig spiegelt sich die Vergangenheit in der Gegenwart, was zwischen den Figuren geschieht, findet in Ausschnitten aus Theaterinszenierungen, die TETRO sich einverleibt, ein Echo. Das Spiegelmotiv wird anfangs mit Macht etabliert. Tetros Frau Miranda sitzt mit Bennie auf dem Sofa, der ist außerdem in einem mannsgroßen Spiegel zu sehen. Das Manuskript, in dem Tetro seine Familiengeschichte aufzeichnet, ist in Spiegelschrift geschrieben. Um dieses macht TETRO viel Aufhebens, was überrascht, weil literarischer Text und persönliche Erfahrung des Autors umstandslos in eins gesetzt werden."

15. Mai 2009 | TETRO • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte schreibt folgendes: "Tatsächlich gelingen dem Regisseur noch immer die Szenen mit den jungen Darstellern, doch wie beim glücklosen Vorgänger JUGEND OHNE JUGEND (JUGEND OHNE JUGEND Trailer) liegt ein bleischwerer Kunstanspruch über allem. Es ist ein weiter Weg vom einstigen Cannes-Gewinner APOCALYPSE NOW zu diesem opernhaften Melodram, doch es gibt auch eine gestalterische Freiheit in diesem Alterswerk und eine verspielte Neugier im Umgang mit dem neuen HD-Format."

15. Mai 2009 | TETRO • Kritik • telepolis.de

Rüdiger Suchsland sah ein in vieler Hinsicht altmodisches Werk. "Wäre dies der Film eines x-beliebigen Unbekannten, würde man ihn wohl achselzuckend übergehen. Weil er von Francis Ford Coppola ist, schaut man gebannt hin, ist geneigt viel zu verzeihen - und am Ende doch enttäuscht. Francis Ford Coppolas Filme waren schon immer tiefstes 19. Jahrhundert. Aber dies ist eigentlich ein schlechter Film, der zwar immerhin persönlich ist - erst seine dritte Drehbucharbeit -, und Francis Ford Coppolas Lieblingsthemen, die Reise ins heart of darkness, die Familie und den amerikanischen Mann ein weiteres Mal bearbeitet. Vom Filmemacher, der Francis Ford Coppola einst und noch in BRAM STOKERS DRACULA unbedingt war, ist hier aber nichts mehr zu sehen."

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