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HARRY POTTER UND DER HALBBLUTPRINZ

HARRY POTTER UND DER HALBBLUTPRINZ

Regie David Yates
Kinostart 16.07.2009
Genre Fantasyfilm, Actionfilm

Kritiken • HARRY POTTER UND DER HALBBLUTPRINZ

12. Juli 2009 | HARRY POTTER UND DER HALBBLUTPRINZ • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Andreas B. Krüger vergleicht die einzelnen Teile und kommt zu dem Schluß: "Überhaupt ist den Filmen ein wenig der Spaß am visuellen Erzählen abhanden gekommen. Die Szene, in der Professor Horace Slughorn in die Zaubererschule Hogwarts zurückgeholt wird und er sich aus einem gestreiften Polstersessel in seine gleichfalls gut gepolsterte menschliche Gestalt verwandelt, lässt daran erinnern. Vieles andere bedient sich jedoch in simplem copy-and-paste-Schema der vorangegangenen Teile und ist damit weder neu noch besonders fesselnd."

16. Juli 2009 | HARRY POTTER UND DER HALBBLUTPRINZ • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Liebeszauber und dunkle Magie hat Susanne Ostwald ausgemacht. "Das Liebeskarussell dreht sich – während die Geschichte auf der Stelle tritt. ... Die suggestiven Kameraeinstellungen, mit denen das Kind Tom Riddle, das zum schlechthin Bösen heranwächst, als verstörter Psychopath gebrandmarkt wird, kommen aus der Mottenkiste der Filmkunst. Die Gruselszenen sind vorhersehbar und formal konventionell, wodurch das Unheimliche an Nimbus einbüsst. So breitet sich über weite Strecken des zweieinhalbstündigen Films Langeweile aus, bleiern wie die monochromen Farben auf der Leinwand."

16. Juli 2009 | HARRY POTTER UND DER HALBBLUTPRINZ • Kritik • Der Standard

Dominik Kamalzadeh ist etwas enttäuscht. "David Yates' Regie geht auf Nummer sicher. Er begnügt sich damit, das Franchise zu verwalten, indem er ein solides Gleichgewicht aus Action, Atmosphäre und komischen Intermezzi schafft. Nicht mehr als die routinierte Abwicklung eines Erfolgsrezepts - trotz britischer Charaktermimen, die den kauzigen Charme älterer Dickens-Verfilmungen verströmen. Vor allem visuell bleibt der Film hinter den Möglichkeiten zurück, dem Fantastischen den nötigen Nachdruck zu verleihen. So bleibt das Verwunderlichste an der HP-Serie, dass der Zauber der Vorlagen im Kino nicht zündet."

15. Juli 2009 | HARRY POTTER UND DER HALBBLUTPRINZ • Kritik • Die Tageszeitung

Die Hogwarts-Welt ist filmisch ausgedeutet, jetzt können sich Stimmungen ausbreiten, meint Barbara Schweizerhof. Die Stimmung ist "düsterer als sonst, was nicht allein auf das Konto von finsteren Mächten geht, breitet sich doch unter den Schülern eine gewisse Abschlussjahrwehmut aus, ganz so, als ob sie selbst schon wüssten, dass der nächste Teil nicht mehr in Hogwarts spielen wird. Orchestriert wird diese Melancholie des vorauseilenden Trennungsschmerzes von allerlei Schwärmereien untereinander, die, wie es in diesem Alter eben so ist, erst mal mehr Unglück anrichten als Glück bereiten. Ein paar dramatischere Dinge passieren auch, aber trotzdem wird man diesen Film am Ende wohl als den in Erinnerung behalten, in dem Ron seine erste Freundin hat."

15. Juli 2009 | HARRY POTTER UND DER HALBBLUTPRINZ • Kritik • Frankfurter Rundschau

Laut Heike Kühn kann der Zuschauer zusehen, wie Erinnerungen abgelegt werden. "Die verdrängte Erinnerung des Schreibtischmagiers und die abgespaltene Persönlichkeit des magischen Diktators und Serienmörders geben den Ton vor für den Verlust von Kindlichkeit, der die letzten Bände der Reihe prägt. Zur Suche nach den machterhaltenden Spaltprozessen des Bösen, gehören unheimliche Begegnungen mit unreifen oder untoten Wesen, die Dumbledores Kraft übersteigen. Harrys magischer Ziehvater muss unter dramatischen und verwirrenden Umständen sein Leben aufgeben. Harry, noch immer vorzüglich gespielt von Daniel Radcliffe, muss eine Verantwortung übernehmen."

15. Juli 2009 | HARRY POTTER UND DER HALBBLUTPRINZ • Kritik • Neues Deutschland

Um die Tücken der Erinnerung geht es auch im Hauptstrang des Films, meint Martin Hatzius. "Joanne K. Rowlings sechster Potter-Band ist äußerst vielschichtig, dabei aber, abgesehen vom dramatischen Ende, dem eine der Hauptfiguren zum Opfer fällt, ziemlich handlungsarm. In der siebenteiligen Buchreihe dient er als retardierendes Moment und als Vorbereitung des großen Finales. Wie es David Yates gelungen ist, dieses anspielungsreiche, stark retrospektive Werk als emotional packendes, fantastisch-realistisches Abenteuer zu inszenieren, verrät viel über die Begeisterung, mit der er und sein ganzes Team gearbeitet haben. Dass vieles nur angedeutet wird und manche Frage offen bleibt, liegt im Wesen der Vorlage."

14. Juli 2009 | HARRY POTTER UND DER HALBBLUTPRINZ • Kritik • Der Tagesspiegel

Hier ist alles noch düsterer, lauter und grausamer, meint Lea Hampel. "Emotionale Verwicklungen lauern an jeder Ecke, Eifersuchtsszenen zwischen Hermine und Ron, Ron und dessen neuer Freundin Lavender, Rons Schwester Ginny Weasley und Harry bewirken, dass HARRY POTTER UND DER HALBBLUTPRINZ (HARRY POTTER UND DER HALBBLUTPRINZ Trailer) nun tatsächlich an einen klassischen Highschool-Film erinnert. Wäre da nicht die außergewöhnliche Grausamkeit, die den ganzen Film durchzieht. Von der Bildwelt her ist dieser Harry Potter vollends im Horrorgenre angekommen."

14. Juli 2009 | HARRY POTTER UND DER HALBBLUTPRINZ • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Der Film taugt nur für jene etwas, die der Zauberwelt schon lange verfallen sind, findet Simone Schmid. "Viele Erklärungen bleiben aus, und – daran krankt auch das Buch – es fehlt eine eigenständige Geschichte, in der Harry, Ron und Hermine aktiv sind. Kein Turnier, das bestanden werden muss, kein Werwolf, der plötzlich auftaucht, keine Prophezeiung, die zerstört werden soll. ... Auch wenn sich Drehbuchautor Steve Klos merklich Mühe gab, dem Wälzer eine Film-Dramaturgie zu geben – die zahlreichen Cliffhanger, die erst in den darauffolgenden Filmen aufgelöst werden (der Band sieben wird auf zwei Filme aufgeteilt), hinterlassen einen schalen Nachgeschmack."

13. Juli 2009 | HARRY POTTER UND DER HALBBLUTPRINZ • Kritik • Berliner Zeitung

Carmen Böker sah viel Pubertät und zaghafte libidinöse Anfechtungen. "Das ist ganz drollig und mitunter zum Lachen, nur bewegen die vielen Knutsch- und Schmollanflüge Menschen unter- oder oberhalb des Teenageralters kaum. Insofern ist HARRY POTTER UND DER HALBBLUTPRINZ (HARRY POTTER UND DER HALBBLUTPRINZ Trailer) weniger als seine Vorläufer ein Film für die ganze Familie als eine Handreichung für diejenigen, die ebenfalls gerade im Alter der Hauptakteure sind und wissen: Der schlimmste Fluch ist und bleibt die Pubertät."

13. Juli 2009 | HARRY POTTER UND DER HALBBLUTPRINZ • Kritik • Die Zeit

Evelyn Finger ist enttäuscht, dass die Handlung von Original entscheidend abweicht. "Denn als Zuschauer versteht man nicht, warum der Junge mit der Blitznarbe nicht kämpft. Anders als im Roman ist er im Film nicht unsichtbar unter seinem Tarnumhang verborgen und vor allem nicht durch einen vorsorglichen Schockzauber Dumbledores gelähmt. Im Buch ist Harry zum Zuschauen verdammt, der Leser erlebt die Niederlage des Guten aus der qualvollen Lage eines gefesselten Augenzeugen, der innerlich tobt. Doch im Film könnte Harry handeln, wenn er sich nur entschlösse, wenn er kein zaudernder Hamlet wäre."

10. Juli 2009 | HARRY POTTER UND DER HALBBLUTPRINZ • Kritik • Die Presse

Irgendwie ist Thomas Kramar nicht überzeugt von der ganzen Sache, aber schon das 6. Buch blieb irgendwie leer. "Auch Harry Potter bleibt freilich beinahe gesichtslos. Daniel Radcliffe spart mit Mimik – was, abgesehen davon, dass man sich schon daran gewöhnt hat, auch eine Interpretation sein könnte ... Auf die Rezepte kommt es an, auf die Tränke, auf die Säfte, auf die Chemie. Das Drehbuch konzentriert sich auf dieses Motiv: Der Lehrsaal ist liebevoll als verstaubtes Chemielabor eingerichtet, es wird geschüttelt, gekocht und gekostet. Und vergiftet."

09. Juli 2009 | HARRY POTTER UND DER HALBBLUTPRINZ • Kritik • filmspruch.ch

"Formal ist HARRY POTTER UND DER HALBBLUTPRINZ (HARRY POTTER UND DER HALBBLUTPRINZ Trailer) tadellos. Die visuellen Effekte sind eine Wucht. Die Kameraarbeit von Bruno Delbonnel führt schwerelos und geschmeidig durch die düsteren Episoden und die heiteren Augenblicke und lässt dabei ständig die Schwere der Vorsehung über den Figuren schweben. Äusserst effektvoll ist auch die Musik von Nicholas Hooper, der die bekannten Melodien anklingen lässt, sie dann aber immer wieder durch ominöse Klänge erweitert."

01. Mai 2009 | HARRY POTTER UND DER HALBBLUTPRINZ • Kritik • filmz.de

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