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THE LIMITS OF CONTROL

THE LIMITS OF CONTROL

Regie Jim Jarmusch
Kinostart 28.05.2009

Kritiken • THE LIMITS OF CONTROL

16. Mai 2009 | THE LIMITS OF CONTROL • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Für Felix von Boehm prägen den Film unlesbare Codes. "Mit der Blondine spricht der Protagonist über Filme, und es heißt hier: "Die besten Filme sind solche, an die man sich wie an einen Traum erinnert, von dem man nicht weiß, ob man ihn wirklich geträumt hat." Für eine Minderheit, die Interesse an Jim Jarmuschs intellektuellem Experiment findet, mag THE LIMITS OF CONTROL (THE LIMITS OF CONTROL Trailer) nach dieser Formel ein "besserer" Film sein. Für alle anderen bleibt der Film eine Irrfahrt in die spanische Provinz mit einer Schlüsselfrage: "Entschuldigung, Sprechen Sie spanisch?""

30. Mai 2009 | THE LIMITS OF CONTROL • Kritik • Die Presse

Christoph Huber sah einen hoch eleganten Leerlauf vor schönen spanischen Landschaften. "Was Witz und Wort betrifft, ist das leider emblematisch für THE LIMITS OF CONTROL (THE LIMITS OF CONTROL Trailer): Jim Jarmuschs Orchestrierung von Bewegungen, Blicken und Landschaften; der bezwingend ruhige Rhythmus seiner Arrangements, die (durch Spiegelbilder und ineinander geschachtelte geometrische Formen noch betonte) Klarheit der Kompositionen – all das ist hinreißend und vom Edelkameramann Christopher Doyle bildschön eingefangen. Doch dann macht wieder jemand den Mund auf, und die Magie verpufft. Denn was geredet wird, bleibt so banal – oder ist manchmal, noch schlimmer: pseudoprofund auf Pennäler-Art –, dass es ein recht schlechtes Licht wirft in dieses ansonsten so zielstrebig elegant ins Leere laufende Filmkonstrukt."

29. Mai 2009 | THE LIMITS OF CONTROL • Kritik • Der Standard

Für Dominik Kamalzadeh machen nicht die szenischen Miniaturen den Reiz des Films aus. "sie wirken in ihrer geringen Variationsbreite eher monoton und engen den Film mit ihren Idiosynkrasien ein. Bemerkenswert bleibt vielmehr, mit welcher Lust an reinen Wahrnehmungsbildern Jim Jarmusch filmt, die im Dialog mit der Musik von Boris und Sunn0))) zweckfreie, aber sinnliche Bild- und Tontexturen bilden. Kameramann Christopher Doyle, neu in Jarmuschs Team, weidet sich an Architekturen wie dem futuristischen Torres-Blancas-Gebäude in Madrid, blendet Gemälde in Stadtansichten über oder sieht durch ein Zugfenster dabei zu, wie die Landschaften von La Mancha vorüberziehen."

29. Mai 2009 | THE LIMITS OF CONTROL • Kritik • epd-film 06/2009

Richtig bezaubert ist für Georg Seeßlen "in diesem Film, wenn man einiges von dem abschaltet, mit dem man so gewöhnlich ins Kino geht. Es ist eine Schönheit, in der man sich eher fallenlassen kann als mitzugehen. Man genießt diesen Film, glaube ich, wenn man sich klarmacht, dass er nichts, aber auch gar nichts bedeutet. Er ist einfach. Und das macht er verdammt richtig, auf einer Linie zwischen Dada und Buddha."

29. Mai 2009 | THE LIMITS OF CONTROL • Kritik • netzeitung

Alexandra Seitz sah einen ganz und gar erstaunlicher Film über Kunst, Kontrollverlust und Koffein. "Von der ersten Szene an - in der eine gesprochene Aussage zum einen untertitelt und zum anderen übersetzt und damit letztlich drei Mal gemacht wird, ohne jemals genau dieselbe zu sein - bremst Jim Jarmusch das auf überhöhte Geschwindigkeit geeichte Kinopublikum aus. ... Mit den Mitteln der Kunst zeigt Jim Jarmusch der herrschenden Ordnung ihre Grenzen auf, er wirft der unreflektierten Raserei und der Effizienz seinen entschleunigten, profunden Film in den Weg. Und triumphal bringt THE LIMITS OF CONTROL (THE LIMITS OF CONTROL Trailer) die Welt aus dem Gleichgewicht."

28. Mai 2009 | THE LIMITS OF CONTROL • Kritik • Berliner Zeitung

Jens Balzer beschreibt die Struktur des Films folgendermaßen: "Dieser Film bewegt sich in Zirkeln voran, in einem schier endlosen Spiel aus Wiederholung und Variation."

28. Mai 2009 | THE LIMITS OF CONTROL • Kritik • Die Tageszeitung

Dietmar Kammerer gefällt das Ende des Films nicht. "Das Problem ist vielmehr, dass er überhaupt auf etwas hinausläuft. Dass ihm, nach anstrengenden, aber nicht witzlosen rund einhundert Minuten nichts anderes einfällt, als unbedingt einen Schlussakkord setzen zu müssen, anstatt sich dem Mäandern, Schlingern und Dahintreiben der ersten zwei Drittel zu überlassen: so wie das "trunkene Schiff" Rimbauds, das dem Film das Motto liefert und das sich am Ende dem Meer überlässt."

27. Mai 2009 | THE LIMITS OF CONTROL • Kritik • perlentaucher.de

Nach Ekkehard Knörer ist die Struktur des Films so lose, dass er zerfällt. "Der Schluss ist die Antwort auf eine Frage, die der Film bis dahin nicht stellt. So stützen die Teile einander nicht, sondern stürzen und fallen ins Leere. Ohne Geräusch, ohne Bewegung. THE LIMITS OF CONTROL (THE LIMITS OF CONTROL Trailer) ist ein den Räumen, die er nicht begreift, der Zeit, die in ihm nicht vergeht, aufgenötigter Film. Ein künstlerischer Gewaltakt, der allen Sinn, alle Sehlust, die ganze spanische Wirklichkeit und, was das Schlimmste ist, den neugierigen Blick, dem er sich so ostentativ darbietet, zuletzt einfach schluckt."

27. Mai 2009 | THE LIMITS OF CONTROL • Kritik • evolver.at

Marcus Wessel spricht von Kunstkino zum Abgewöhnen. "Jim Jarmuschs somnambuler Spanien-Trip gleicht in seiner erstarrten Künstlichkeit einer selbstverliebten, prätentiösen Nabelschau, die bei allem intellektuellen Geschwurbel das Wichtigste vergißt: den Zuschauer."

26. Mai 2009 | THE LIMITS OF CONTROL • Kritik • Der Tagesspiegel

Christina Tilmann bezeichnet den Film als "gleichzeitig opulent und asketisch, simpel und philosophisch, wortkarg und elegisch. Eine fernöstliche Meditation mit den bekannten Western-Elementen eines Roadmovie. ... Das beliebteste Fortbewegungsmittel sind übrigens Rolltreppen und Förderbänder, an Flughäfen und Bahnhöfen. Weiterkommen, obwohl man sich selbst nicht bewegt. Das ist das Grundprinzip des Films. Man kann es Traumreise nennen. Oder auch Stillstand."

19. Mai 2009 | THE LIMITS OF CONTROL • Kritik • film-dienst 11/2009

Jörg Gerle zufolge muss die Ungewißheit, die den Film bestimmt, nicht interpretiert werden. "THE LIMITS OF CONTROL (THE LIMITS OF CONTROL Trailer) ist voller ... Fährten, die den Zuschauer zu gedanklichen Exkursionen animieren, ohne dass sie eindeutig auf irgendetwas hinaus wollen. Wichtig ist indes das flüchtige Verweilen auf einem Bild, die atemberaubende Asymmetrie eines futuristischen Treppenhauses oder schlicht die Schönheit, die Kameramann Christopher Doyle auf analogem 35mm-Material einzufangen weiß. Die Mutmaßung, dass hier vielleicht ein Auftragskiller am Werk sei, ... verlieren angesichts der Präsenz der Einstellung ihre Bedeutung."

01. Mai 2009 | THE LIMITS OF CONTROL • Kritik • filmz.de

Linksammlung zum Film.

01. Mai 2009 | THE LIMITS OF CONTROL • Kritik • programmkino.de

Neben der Originalität und Ironie des Regisseurs, Musik und Hauptdarsteller lobt Luitgard Koch vor allem die Kameraarbeit. "Durch seinen ausgeprägt ästhetischen Sinn für Farben, Licht und Bewegung entlockt Kameramann Christopher Doyle den verschiedenen Orten und mediterranen Landschaften Spaniens ungewöhnliche Facetten und Formen. Letztendlich verhilft er damit dem Film zu sehenswertem Format. ... Hektische Handkamerafahrten und wilde Reißschwenks spart sich Christopher Doyle diesmal auf bis zum Schluss. Vielmehr dominieren wunderschöne, teils hochstilisierte Bilder und Zeitlupensequenzen mit poetischer Aura und unglaublich malerischer Intensität."

01. Mai 2009 | THE LIMITS OF CONTROL • Kritik • artechock.de

Rüdiger Suchsland verteidigt den Film. "Weil es – wie in den Stücken von Beckett, wie in den Roman von Kafka – in THE LIMITS OF CONTROL (THE LIMITS OF CONTROL Trailer) um nichts mehr geht, außer um die Absurdität des menschlichen Daseins, vor allem des Intellektuellen, weil alle Anstrengung, alles Bemühte Jim Jarmuschs aus diesem Film verschwunden ist, und der Regisseur endlich dazu steht, dass ihn eigentlich immer schon nur das Kino interessiert hat, darum ist dies Jarmuschs ehrlichster Film geworden – und sein bester seit 20 Jahren."

01. Mai 2009 | THE LIMITS OF CONTROL • Kritik • kino-zeit.de

Joachim Kurz ist nicht sicher, ob der Film beim Publikum ankommen wird. ""Reality is arbitrary", so heißt es am Anfang des Films. Das kann man übersetzen mit "Die Realität ist beliebig", aber auch mit "Die Realität ist willkürlich". Zwischen diesen beiden Polen oszilliert auch THE LIMITS OF CONTROL (THE LIMITS OF CONTROL Trailer) und gibt damit Jim Jarmuschs Fangemeinde ein verrätseltes Stück Kopfkino mit auf den Weg. Ob sie sich auf dieses Spiel einlässt oder nicht, ist vollkommen offen."

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