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DIE WUNDERSAME WELT DER WASCHKRAFT

DIE WUNDERSAME WELT DER WASCHKRAFT

Regie Hans-Christian Schmid
Kinostart 07.05.2009

Kritiken • DIE WUNDERSAME WELT DER WASCHKRAFT

08. Mai 2009 | DIE WUNDERSAME WELT DER WASCHKRAFT • Kritik • Berliner Zeitung

Wie in seinen Spielfilmen, hat der Regisseur auch hier ein feines Sensorium für Familien, für die Kluft zwischen Außendarstellung und Innenleben, schreibt Christina Bylow. "Das Geld ist knapp, die Arbeit ermüdend. Hunderte von Bademänteln auf Kante gelegt, Kopfkissen und Bettlaken auseinander sortiert, und das im Schichtdienst, sieben Tage in der Woche. Schmid zeigt, wie der Rhythmus der Fabrik das Leben der Arbeiterinnen in seinen Zeittakt zwingt, aber die Waschfabrik bleibt der weiß leuchtende Bildgrund seines Films, nicht das Zentrum."

08. Mai 2009 | DIE WUNDERSAME WELT DER WASCHKRAFT • Kritik • Der Tagesspiegel

Ergreifend nennt Christiane Peitz die Dokumentation. "Dass die Stimmen von Beata, Monika oder Monikas Ehemann Janusz, der vom Wegzug der jungen Leute aus der Region berichtet, aus dem Off kommen, sorgt für eine erhellende Nah-Fern-Wirkung, die Ästhetik des cinéma direct. Arbeit zeigen ist das eine. Über Arbeit reden etwas anderes. Die Abkoppelung von Ton und Bild schafft einen Freiraum fürs Imaginäre. Für die Fantasie, die Beata sich leistet, wenn sie nachts beim Bügeln so vor sich hinträumt. Ein kleines Haus für die Familie, das wäre das Glück."

06. Mai 2009 | DIE WUNDERSAME WELT DER WASCHKRAFT • Kritik • Neues Deutschland

Schmutzig ist die ganze Sache, meint Alexandra Exter. Der Regisseur "hat sich das Alltagsleben der Frauen angesehen, die dafür sorgen, dass die Morgenmäntel im Hotel Adlon immer schön fluffig sind. Er fand Menschen, die in einer strukturschwachen Gegend froh sind über den halbwegs sicheren Arbeitsplatz. Menschen aber auch, deren Alltag kaum ferner sein könnte von dem Leben derjenigen, die Nutznießer ihrer Arbeit sind."

05. Mai 2009 | DIE WUNDERSAME WELT DER WASCHKRAFT • Kritik • film-dienst 10/2009

Für Stefan Volk baut der Regisseur "eine fast intime Nähe zu diesen vier Frauen auf, was den Eindruck entstehen lässt, man nehme unmittelbar an ihrem Leben teil. Die ruhige, sehr flexible Kamera bewegt sich wie willkommener, wenn auch zurückhaltender Besucher durch die Familien. Die gefühlte Authentizität dürfte daraus resultieren, dass Schmid an die Dreharbeiten mit einem "offenen Konzept" herangegangen ist. ... Dieser Vorgehensweise verdankt der Film die freundschaftliche Nähe zu den Protagonisten; ihr ist aber auch seine Schwäche geschuldet. Angesichts des politischen und sozialen Spannungsfeldes, in dem sich der Film bewegt, fehlt es ihm an einer erkennbaren Argumentationsstruktur."

04. Mai 2009 | DIE WUNDERSAME WELT DER WASCHKRAFT • Kritik • br-online.de

Ronja Dittrich sah einen beeindruckenden Dokumentarfilm über Arbeit, die auswandert und Menschen, die sie in die Mangel nehmen. "Beim Dreh nahm der Regisseur, der selbst nur wenig polnisch spricht, in Kauf, dass sich die Gespräche teilweise ohne sein genaues Verständnis entwickelten. Der Authentizität hat das gut getan. Manchmal will der Film jedoch zu viel erzählen, und läuft dann Gefahr, sich zu verzetteln. Die Kraft der Erzählung nimmt daran jedoch keinen großen Schaden. Die wundersame Welt der Waschkraft, Schmid hat sie eingefangen: Auch in diesem Moment sind LKW-Ladungen aus Berlin unterwegs. Die schmutzige Wäsche, sie wird woanders gewaschen."

01. April 2009 | DIE WUNDERSAME WELT DER WASCHKRAFT • Kritik • filmz.de

Linksammlung zum Film.

16. Februar 2009 | DIE WUNDERSAME WELT DER WASCHKRAFT • Kritik • perlentaucher.de

So spült man sich Ausbeutung weich, meint Thekla Dannenberg. "Besonders skandalös oder außergewöhnlich ist das Waschprogramm der Firma Fliegel wohl nicht, vielleicht nicht einmal unsauber. Aber, und das zeigt der Film sehr sympathisch, verdammt schizophren. Man muss schon gehörige Selbstverleugnungskräfte aufbringen, um sich eine Wirtschaftslogik schönzureden, die auf solch tristen Lebensbedingungen gründet. Um um nicht den Grauschleier zu sehen, der auf den Bettlaken Berliner Nobelhotels liegt."

07. Februar 2009 | DIE WUNDERSAME WELT DER WASCHKRAFT • Kritik • Die Tageszeitung

Hans-Christian Schmids Film ist keine larmoyante Anklage gegen die relative Armut in unserem Nahbereich, meint Claudia Lenssen: "Er schildert vielmehr sehr persönlich und einfühlsam, wie Menschen gezwungen sind, sich mit den Bedingungen exportierter Arbeit zu arrangieren. ... Behutsam und diskret schildert er, wie die Schichtarbeit das Leben der Frauen, Kinder und Lebenspartner dominiert, welche moderaten Aufstiegsträume möglich scheinen und welche Entscheidungen die unsicheren Verhältnisse den Familien abverlangen."

01. Februar 2009 | DIE WUNDERSAME WELT DER WASCHKRAFT • Kritik • Berlinale

Datenblatt zum Film.

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