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TAGE ODER STUNDEN

TAGE ODER STUNDEN

Regie Jean Becker
Kinostart 30.04.2009

Kritiken • TAGE ODER STUNDEN

01. April 2009 | TAGE ODER STUNDEN • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Die tragikomische Linie hat Miriam Leonardi überzeugt, das Ende aber nicht. "Die bis dahin dauernde, schwer zu fassende Komik wird zum Ende des Films durch Tragik ausgewechselt, was zwar zu Verständnis und Tränen rühren mag, aber nicht der Fassungslosigkeit gleichkommt, die die erste Hälfte des Films so spannend machte. Mit dem Ende nimmt der Film eine Wendung, die ihm jegliche Schlüssigkeit raubt und die Gesellschaftskritik am französischen Bürgertum fast vergessen lässt."

30. April 2009 | TAGE ODER STUNDEN • Kritik • Berliner Zeitung

Gerhard Midding verrät das Ende nicht. "Sie zu verraten, schickt sich nicht, wenngleich sie keine wirkliche Überraschung bereithält. Jean Beckers Dramaturgie der revidierten Gewissheiten ist letztlich eine der Beschwichtigung: Antoine ist eine Figur, die am Ende nicht geläutert werden muss, sondern bedauert werden darf."

27. April 2009 | TAGE ODER STUNDEN • Kritik • arte.tv

Nana T. Rebhan "spürt den anarchischen Spaß, den Regisseur Jean Becker und sein Hauptdarsteller Albert Dupontel gehabt haben bei den Dreharbeiten. Gebannt sieht der Zuschauer Antoine zu, der wie im Amoklauf mit der Waffe der Wahrheit mit jedem und allem abrechnet, mit dem er es in seinem Leben zu tun hatte. Dennoch existiert ein tieferer Sinn hinter diesem schonungslosen Rundumschlag, der selbstverständlich an dieser Stelle nicht verraten wird. Die zweite Hälfte des Films lässt dieser Grund dann alles zuvor Geschehene in anderem Licht erscheinen. Das ist einerseits verständlich, aber eigentlich auch schade."

20. April 2009 | TAGE ODER STUNDEN • Kritik • br-online.de

Für Thilo Wydra ist dies "eigentlich ein Film über einen Bewusstwerdungs-Prozess. Ein Drama, das zunächst einmal vollkommen hermetisch erscheint, ein wenig unzugänglich eben, das sich nicht gleich erschließt. Diese Unzugänglichkeit lässt das völlige Ausrasten Antoines als unverständlich, als kryptisch anmuten. ... Wenn es wie meist in Jean Beckers Filmen um die grundlegenden Dinge des Lebens geht, so behandelt er dies doch nie mit falscher Gestik, mit falschem Pathos. TAGE ODER STUNDEN (TAGE ODER STUNDEN Trailer) ist ein Drama über das Dahinter, darüber, was hinter den Dingen ist. Und das ist nicht immer einfach oder leicht."

17. April 2009 | TAGE ODER STUNDEN • Kritik • Filmdienst 9/2009

Andrea Dittgen spürt einen Aufbruch bei dem Regisseur. "Keine lange Plansequenzen mehr, stattdessen kurze Schnitte, schnelle Kamerabewegungen, mitunter sogar hastige Dialoge im ersten Teil und ein für Jean Becker recht flottes Voranschreiten der Handlung in der zweiten Partie, in der Irland die französische Provinz ersetzt – was im zugrunde liegenden Roman schon vorgegeben ist. Die Idylle kommt noch vor, sie ist aber nur von kurzer Dauer. Gerade deshalb soll man sie so lange wie möglich genießen, bevor schmerzhafte Erfahrungen kommen, so Jean Beckers simple Botschaft. Verpackt hat er diese in einen bewegenden, aufrüttelnden Film."

02. April 2009 | TAGE ODER STUNDEN • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns ist enttäuscht. "Für sich genommen mag das Konzept des Films zwar funktionieren, zwar eine befremdliche, aber nicht unoriginelle Entscheidung Antoines sein, doch die Art und Weise, wie der Film dies präsentiert, überzeugt nur bedingt. Zu viele Unwahrscheinlichkeiten muss man schlucken, um das gezeigte Verwirrspiel zu akzeptieren, zu viele falsche Fährten muss das Drehbuch legen, damit der Twist funktioniert, was im Nachhinein aber unbeantwortete Fragen aufwirft."

02. April 2009 | TAGE ODER STUNDEN • Kritik • programmkino.de

Marcus Wessel war auf die Schlusswendung nicht unbedingt vorbereitet. "Das Ende, das in einem anderen Kontext leicht zu einer manipulativen, inhaltsleeren Geste verkommen könnte, setzt ein dickes Ausrufezeichen hinter Antoines Geschichte. Der wiederum hat die Maske des Zynikers zu diesem Zeitpunkt längst abgenommen. Was genau dahinter zum Vorschein kommt, das sei an dieser Stelle nicht verraten. Nur soviel: In jedem Fall bricht es einem das Herz, wenn ganz zum Schluss Serge Reggiani sein "Le Temps Qui Reste" vorträgt und so einen in sich stimmigen Film auf unverwechselbare Art abrundet."

02. April 2009 | TAGE ODER STUNDEN • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel sagt es kurz: "Das Geheimnis von Geschichte und Handlung zu verraten wäre unsinnig. Nur so viel: Es ist ein melancholischer, schmerzlicher, aber schöner Film geworden, in dem die Dialoge sprühen, der zu einem ganz bestimmten Bewusstsein zwingt und der fesselnd gespielt ist."

01. April 2009 | TAGE ODER STUNDEN • Kritik • filmz.de

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