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DAS KABINETT DES DR. PARNASSUS

DAS KABINETT DES DR. PARNASSUS

Regie Terry Gilliam
Kinostart 07.01.2010

Kritiken • DAS KABINETT DES DR. PARNASSUS

08. Juli 2009 | DAS KABINETT DES DR. PARNASSUS • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Silke Roesler ist begeistert. "Terry Gilliam, vielleicht selbst der inkarnierte Dr. Parnassus, zeigt, dass sich kein Medium besser dazu eignet Geschichten zu erzählen als der Film. Dafür findet der Kultregisseur im wahrsten Sinne des Wortes phantastische Bilder. Die visuell kreierten Räume, wie etwa das märchenhafte Vehikel, ein Mikrokosmos ganz eigener Art, schicken uns an 'andere Orte'. Dr. Parnassus' Worte "You can't stop stories being told!" hallen wohltuend und vielversprechend nach. Daran kann auch der Teufel nichts ändern."

08. Januar 2010 | DAS KABINETT DES DR. PARNASSUS • Kritik • heise.de

Für Rüdiger Suchsland ist DAS KABINETT DES DR. PARNASSUS (DAS KABINETT DES DR. PARNASSUS Trailer) weithin gelungen: "Hätte dieser Film nicht ein etwas arg konformistisches Ende voller Spießerglücks-Phantasien und wäre die Kamera ähnlich phantasievoll wie der Rest, wäre er richtig groß. So ist es immer noch ein sehr guter Film, eine schrille Reflexion darüber, wie uns die Phantasie aus den Finanz- und anderen Krisen retten kann. Aber auch - "Back to work." lautet der letzte Satz - Moritat und Metapher für die Gnadenlosigkeit des Unterhaltungsgewerbes, mit seinen lebenden Toten, in dem andererseits Tote nicht sterben dürfen, das über Leichen geht, und sie, wo nötig, sogar fleddert."

07. Januar 2010 | DAS KABINETT DES DR. PARNASSUS • Kritik • taz.de

Als schlechtesten Film von Terry Gilliam bezeichnet Dietmar Kammerer DAS KABINETT DES DR. PARNASSUS (DAS KABINETT DES DR. PARNASSUS Trailer): "Ganz am Ende sitzen Dr. Parnassus und der Teufel (Tom Waits) in den Straßen Londons beisammen. Und scheinen, für einen Gilliam-Film merkwürdig genug, miteinander versöhnt. Die Erzählung, die die Welt vor ihrem Ende bewahren soll, die Rettung der Seelen der Menschen: Es war alles bloß eine Wette zwischen zwei eitlen Männern, alles bloß ein Spiel. Weiter von sich selbst entfernt war Terry Gilliam nie."

07. Januar 2010 | DAS KABINETT DES DR. PARNASSUS • Kritik • fr-online.de

Daniel Kothenschulte mutmaßt über DAS KABINETT DES DR. PARNASSUS (DAS KABINETT DES DR. PARNASSUS Trailer): "Wahrscheinlich hätte man diesen Film, wenn er nach Heath Ledgers Tod einfach abgebrochen worden wäre, weit mehr bewundert. Wie auch die schillernde Schönheit von Ledger selbst, der hier seine vorausgegangene Joker-Maske noch nicht ganz abgelegt hat. Alle Leerstellen sind nun gefüllt, was immer noch hinreißend ist. Aber es fehlen die Momente, in denen man über das IMAGINARIUM OF DOCTOR PARNASSUS, so der originale Titel, einfach frei imaginieren könnte."

07. Januar 2010 | DAS KABINETT DES DR. PARNASSUS • Kritik • standard.at

Bert Rebhandl kritisiert: "Aber an diese Szenarien vor- und frühindustrieller Virtualisierung geht Terry Gilliam mit einer wahllosen, weltenstürzenden Methode heran, die alles frei aufeinander abbildbar und locker kombinierbar erscheinen lässt, das entscheidende Moment aber vermissen lässt: jene Seele, um deren Rettung es doch angeblich geht."

07. Januar 2010 | DAS KABINETT DES DR. PARNASSUS • Kritik • spiegel.de

In Wolfgang Höbels Kritik halten sich Lob und Tadel die Waage: "Es ist ein großartiger, flirrender, tosender Bildersog, den Terry Gilliam da erzeugt, aber auch ein leicht beliebiges Allerlei der computeranimierten Tricks und Geistermasken. Man sieht über weite Strecken fasziniert und im Wortsinn begeistert zu. Aber man wird nicht wirklich ergriffen, wenn immer neue düstere Wunderwelten aus Felstürmen, Schluchten und Ozeanen sich auftun."

07. Januar 2010 | DAS KABINETT DES DR. PARNASSUS • Kritik • freitag.de

Für Matthias Dell lautet das Fazit zu DAS KABINETT DES DR. PARNASSUS (DAS KABINETT DES DR. PARNASSUS Trailer) lapidar: "So bleibt als einziges reizvolles Arrangement das Spiel mit den Leinwand-Images, bei dem sich die Rollenbilder von Johnny Depp, Jude Law und Colin Farrell mit dem Heath Ledgers überschneidet. Und außerdem die Erkenntnis, dass ewiges Leben in den Alkoholismus führt".

06. Januar 2010 | DAS KABINETT DES DR. PARNASSUS • Kritik • Berliner Zeitung

Terry Gilliams neuer Film ist ein wilder Trip, offenbart Bert Rebhandl. "Terry Gilliam träumt bunt und wild. Für die Produzenten ist das oft ein Gräuel, für die Fans aber bringt er mit seinen Visionen noch einmal ein Kino zum Leuchten, das doch längst in der digitalen Grenzenlosigkeit verloren gegangen schien. DAS KABINETT DES DR. PARNASSUS (DAS KABINETT DES DR. PARNASSUS Trailer) zieht nun eine Summe von Terry Gilliams Obsessionen. Es ist ein Film über imaginäre Wirklichkeiten aller Art: klassische Mythologie, volkstümliche Legenden, Spektakeltechniken des 19. Jahrhunderts und virtuelle Welten des 21. Jahrhunderts."

06. Januar 2010 | DAS KABINETT DES DR. PARNASSUS • Kritik • zeit.de

"Terry Gilliam, der bei den Monty Pythons für die Animation zuständig war, stürzt sich mit vollem Einsatz in die grafische Ausdeutung des nihilistischen Krisenmaterials. Vor depressiven Straßenschluchten und in den Ruinen einer postindustriellen Architektur lässt er seine neoromantisch kostümierte Gauklertruppe kampieren. Mit gewaltigem Dekor verklärt er seine Kleinkünstler zu Helden der reinsten Vorstellungskraft."

05. Januar 2010 | DAS KABINETT DES DR. PARNASSUS • Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Christian Schröder schaut besonders auf Heath Ledger. "Dieser Luftikus und Leichtfuß hat, wie viele Helden bei dem Kino-Surrealisten Terry Gilliam, die psychologische Tiefe eines Stückes Pappe. Alles an ihm ist Oberfläche, deshalb reichen Oberlippenbart, zurückgegelte Haare und der weiße Anzug aus, um ihn zu spielen. Die Aufsplittung der Hauptfigur in vier verschiedene schauspielerische Erscheinungsformen macht aus DAS KABINETT DES DR. PARNASSUS (DAS KABINETT DES DR. PARNASSUS Trailer) ein streckenweise vergnügliches Bilderrätsel. Dank der virtuosen Montage fällt es mitunter schwer zu unterscheiden, ob da gerade Johnny Depp oder Jude Law durch die Traumwirklichkeit des Tingeltangel-Kabinetts tänzelt."

24. Mai 2009 | DAS KABINETT DES DR. PARNASSUS • Kritik • telepolis.de

Rüdiger Suchsland entdeckt Folgendes: "Stilistisch ist der Film von Anfang bis Ende überbordend. Eine verkitschte LSD-Phantasie, ein wild-chaotisches Spiel mit Zitaten und Versatzstücken, überraschend nahe an der Seventys-Ästhetik der Monty-Pythons. ... Ein sehr guter Film. Hätte er nicht ein konformistisches Ende voller Spießerglücks-Phantasien und wäre die Kamera ähnlich phantasievoll wie der Rest, wäre er richtig groß."

23. Mai 2009 | DAS KABINETT DES DR. PARNASSUS • Kritik • sennhauser.ch

Die Story ist leicht verworren, wie meist bei Terry Gilliam, stellt Michael Sennhauser fest. Wer seine Filme "mag, findet hier allerdings sämtliche Versatzstücke wieder. Zudem ist Johnny Depp, Colin Farrell und Jude Law ihr Vergnügen an ihren kleinen, aber zentralen Rollen anzusehen. Wer seine Mühe hat mit Terry Gilliams masslosem Stil, wird auch diesmal wieder übermüdet und etwas hin und hergerissen aus dem Kino kommen. Dabei zeigt Terry Gilliam eigentlich schlagend, was funktioniert, und was nicht: Die fahrbare Bühne der Truppe von Dr. Parnassus ist grossartig, die Bühnenmechanik, die Tricks, das Schäbige, der Kulissenzauber, all das funktioniert hervorragend, es lässt staunen."

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