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DURST

DURST

Regie Park Chan-wook
Kinostart 15.10.2009
Genre Vampirfilm, Drama

Kritiken • DURST

20. September 2009 | DURST • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Birte Lüdeking vergleicht den Film mit SO FINSTER DIE NACHT. "An die Stelle des ausgegrenzten Jugendlichen tritt in Durst die unterdrückte Ehefrau. Anders als Tomas Alfredson vernachlässigt Park Chan-wook aber die psychologische Entwicklung seiner Figuren, kreiert keine durchgängig dichte Atmosphäre und keinen konstanten Erzählrhythmus, sodass die Handlung in zu viele oberflächliche Episoden und hübsche Effektspektakel zerfällt. Trotz unermüdlicher Kamerafahrten und –zooms wirkt sie bei einer Laufzeit von über zwei Stunden langatmig und antriebsschwach."

15. Oktober 2009 | DURST • Kritik • Die Zeit

Hier geht's ums Eingemachte, stellt Katja Nicodemus fest. "In DURST (DURST Trailer) ist der Vampirismus nicht die Metapher, sondern die Essenz obsessiver Liebe. Kuss und Biss, die Ekstase von Sex und Saugen, im Liebesakt und im Todeskampf ineinander verschränkte Körper sind hier kaum mehr zu unterscheiden. Der Koreaner Park Chan-wook mag das Genre des Vampirfilms mit Verve zu einer Art Endpunkt führen. Doch sein Film ist nicht so einzelgängerisch, wie er zunächst scheinen mag.2

15. Oktober 2009 | DURST • Kritik • Frankfurter Rundschau

Logisch findet Heike Kühn einen Vampirfilm im Werk des Regisseurs. "In fast allen seiner Filme suchte Park Chan-Wook nach den Triebkräften, die das Böse oder Abseitige im Menschen an die Oberfläche treiben. In einem für einen Vampirfilm geradezu rührenden Maße diskutiert DURST (DURST Trailer) dagegen, welche Gewissensqualen Unschuldige durchleben, die zu Vampiren werden. Die vielen Grenzen, an die sie stoßen, visualisiert Park Chan-Wook durch beseelte Kulissen und Farben wie in alten Tiefdruck-Comics, dem tiefsten Grün und - sozusagen selbstredend - sehr viel Rot."

02. Oktober 2009 | DURST • Kritik • schnitt.de

Cornelis Hähnel entdeckt viel in dem Film. "DURST (DURST Trailer) ist ein Zerren, ein Taumel zwischen moralischen Allgemeinplätzen und persönlichem Verlangen. Der Vampir wird durch seine, für das eigene Überleben notwendige, Blutgier zur Gretchenfrage der Existenz. Eben dafür ist das Spiel mit der Horrorebene, dem Wühlen in menschlichen Abgründen so prädestiniert, denn es erlaubt, Abstraktes sichtbar zu machen. Park Chan-wook nutzt es letztlich, um über eine wesentliche Grundfrage der Philosophie zu sinnieren: den freien Willen. Und zugleich bleibt das nur ein Teilaspekt, denn die Fragen nach Glauben, Macht und Sehnsucht sind ebenso präsent wie unstet."

01. Oktober 2009 | DURST • Kritik • programmkino.de

Gary Rohweder sah "das überraschende Meisterwerk eines genialen Filmemachers. Jedes einzelne Bild und der Einsatz filmtechnischer Mittel ist wohl durchdacht und stets dem gewünschten Ausdruck angemessen. Ein visuell beeindruckender und intensiver Film, der noch lange nachwirkt. Dabei erreicht er den Zuschauer nicht mit der unbändigen Wucht eines OLDBOY, sondern setzt vielmehr auf die schleichende Kraft, die der Film insbesondere aus dem verstörenden und stimmig ausbalancierten Genre-Mix zieht. Eine groteske Lovestory voller Poesie und ein zugleich düsterer Vampirfilm, der seinesgleichen sucht."

16. Mai 2009 | DURST • Kritik • Der Spiegel

Wie Andreas Borcholte feststellt, ist der priesterliche Vampir "einsam, weil er der einzige Blutsauger ist, hat aber Skrupel, seine Geliebte ebenfalls zur Untoten zu machen. Als er es schließlich doch tut, steuert die krude, aber phantasievoll erzählte Geschichte des OLDBOY-Regisseurs längst auf ein unheilvolles Ende zu."

16. Mai 2009 | DURST • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal sah ein sensibles wie wundervoll selbstironisches Vampirdrama. "Park Chan-Wook hat zehn Jahre an diesem Film gearbeitet, der eine "Übermalung" von Émile Zolas Roman "Thérèse Raquin" sein will."

16. Mai 2009 | DURST • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala bezeichnet den Film als faszinierende cineastische Albtraumfantasie. "Nur so viel noch zu diesem umwerfenden – und natürlich extrem blutigen – Film: Eine Stunde anstehen musste man dafür nicht. Aber man tat gut daran, in der Stunde danach nicht schlafen zu gehen. Mindestens."

15. Mai 2009 | DURST • Kritik • sennhauser.ch

Wie Michael Sennhauser feststellt, kann die Geschichte "gar nicht anders als grotesk und damit bisweilen auch urkomisch daherkommen. Aber Park Chan-Wook hält perfekt die Balance zwischen der Ernsthaftigkeit des Genrefilms und der Groteske. ... Seit Millionen von Teenagern vom keuschen Vampirismus nach TWILIGHT träumen, sehnt sich jeder Liebhaber des Genrekinos nach so einer zynisch-vernünftigen Aufräumaktion in Sachen Blutsauger und Zubeisser. Dass es Park Chan-Wook dann aber gleichzeitig auch noch gelingt, wieder neue romantische Momente einzubringen, beweist die Vitalität des Mythos und die Kunstfertigkeit des Regisseurs."

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